Erarbeitung von Zielskizzen in den Arbeitsfeldern

Bereits in der Aktuellen Etappe ist der Einbezug von verschiedenen Personen und Gruppen aus dem Erzbistum von Wichtigkeit. Anhand eines Beispiels aus dem Arbeitsfeld IV „Ausbildung und Kompetenzerweiterung“ wird aufgezeigt, wie in den Arbeitsfeldern gemeinsam eine erste Zielskizze erarbeitet wird.

14. Juni 2019

Im Rahmen der Aktuellen Etappe des Pastoralen Zukunftswegs im Erzbistum Köln arbeiten derzeit fünf Arbeitsfelder an Vorschlägen für eine erste Zielskizze einer zukünftigen Gestalt des Erzbistums Köln und den Herausforderungen der Zukunft.

Allen Arbeitsfeldern war es von Beginn ihrer jeweiligen Erarbeitungen an ein wichtiges Anliegen, bereits bei den ersten Überlegungen auch in einen Austausch mit verschiedenen Personen und Gruppen des Erzbistums zu treten. Es wurden in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Gespräche geführt, Expertisen eingeholt und diskutiert – sodass schon jetzt von einer Beteiligung vieler Frauen und Männer unseres Erzbistums an den ersten Ideen der Aktuellen Etappe gesprochen werden kann.

Wie das an einem Beispiel ganz konkret aussieht, soll im Folgenden anhand eines Gesprächsformats für Arbeitsfeld IV dargestellt werden, das stellvertretend für ähnliche Beispiele in den anderen Arbeitsfeldern steht.

An zwei Abenden im April kamen in Köln und Düsseldorf insgesamt rund 80 Personen aus dem ganzen Erzbistum zusammen, um sich angeregt über Themen rund um Motivation, Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlich Engagierten auszutauschen.

 

Am 2. April 2019 fand im Kölner Maternushaus einer von zwei Gesprächsterminen mit Ehrenamtlichen aus vielen unterschiedlichen Bereichen statt.

Sie folgten damit einer Einladung des Arbeitsfelds IV der Aktuellen Etappe des Pastoralen Zukunftsweges, welches sich seit September intensiv mit dem Themenfeld „Ausbildung & Kompetenzerweiterung“ mit Blick auf zukünftige Entwicklungen von Kirche beschäftigt.

An mehreren Stehtischen und in mehreren Runden wurden verschiedene Fragen, wie „Was bietet Kirche Ihnen, damit Sie sich für Ihr Ehrenamt gut gerüstet fühlen?“ oder „Was müsste anders sein, damit mehr Menschen Lust haben, sich in Kirche zu engagieren?“, intensiv diskutiert. Das Besondere dabei war das Einbringen verschiedenster Blickwinkel und Erfahrungen, da die Teilnehmenden nicht nur altersmäßig bunt gemischt waren: aus der Gemeinde- und Verbandsarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Liturgie, Katechese, Telefon- und Notfallseelsorge und vielen weiteren Bereichen ehrenamtlichen Engagements in Kirche.

Die Teilnehmenden hatten klare Vorstellungen, welche Kompetenzen es in Zukunft vermehrt braucht (u.a. Sprachfähigkeit über den (eigenen) Glauben, Umgang mit Konflikten und Methodenwissen), und welche Faktoren zu einem Ehrenamt motivieren: Gestaltungsfreiraum, das Erleben von Gemeinschaft und die Möglichkeit, Spiritualität mit anderen Menschen zu erfahren und darin weitere Schritte zu tun. Aber auch Hürden für ein Engagement in Kirche, z.B. hierarchische Strukturen, fehlende Wertschätzung oder das Außenbild der Kirche, wurden deutlich benannt.

Bemerkenswert war die hohe Zufriedenheit Ehrenamtlicher in klar beschriebenen, strukturierten und von Hauptamtlichen kompetent begleiteten Aufgabenbereichen wie der Notfall- und Telefonseelsorge.

Die Ergebnisse fließen in die weiteren Überlegungen von Arbeitsfeld IV – und, wo relevant, auch in die Arbeit der weiteren Arbeitsfelder – ein und leisten einen wertvollen Beitrag bei der Erarbeitung von Ideen und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung von Kirche im Blick auf das Jahr 2030.

 

Im Anschluss an die Veranstaltungen werteten die Mitglieder von Arbeitsfeld IV die Ergebnisse gemeinsam aus.

Insgesamt waren es sehr gelungene Veranstaltungen und das Arbeitsfeld IV bedankt sich ganz ausdrücklich bei allen Teilnehmenden! Wie ein Arbeitsfeld-Mitglied sagte: „Es war ein engagierter, kritischer und zugleich konstruktiver Austausch, der uns wertvolle Einblicke geliefert hat.“