Moveo. Gebäude & Energie

Gebäude & Energie
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Gebäude & Energie Energie sparen & erzeugen

Gebäude eröffnen viel Möglichkeiten, Energie zu sparen.

Im Erzbistum Köln entstehen etwa 85 Prozent der CO2-Emissionen durch die Bereitstellung von Wärme und den Verbrauch von Strom in kirchlichen Immobilien. Papst Franziskus mahnt, nicht mit den gegenwärtigen Konsumgewohnheiten fortzufahren und motiviert „Programme zu entwickeln, um in den kommenden Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen stark verunreinigenden Gasen drastisch zu reduzieren, zum Beispiel indem man die Verbrennung von fossilem Kraftstoff ersetzt und Quellen erneuerbarer Energie entwickelt.“ (LS 26). Neben dem Einsatz neuer Technologien ist auch die Einsparung von Energie (Suffizienz) in unseren Lebensgewohnheiten notwendig. Auch in den kirchlichen Institutionen und den Kirchengemeinden ist ein Energiemanagement sinnvoll. Machen Sie mit!

Projekt Schöpfungsfreundliche Energieumstellung

Motiviert durch die Enzyklika Laudato Sí, die von Papst Franziskus im Frühjahr 2015 veröffentlicht wurde und deren Schwerpunkt auf dem Thema Schöpfungsverantwortung, Umwelt- und Klimaschutz liegt, haben wir uns von der Abteilung Schöpfungsverantwortung ambitionierte Ziele gesetzt und das Projekt „Schöpfungsfreundliche Energieumstellung“ ins Leben gerufen. Die Energieumstellung und Energieeinsparung sind neben den Themen „Biodiversität“, „Beschaffung“, „Mobilität“, „Bildung und Pastoral“ und „Umweltmanagement“ Schwerpunkte der „Vision zur Schöpfungsverantwortung 2030 für das Erzbistum Köln".

Das Gesamtziel des Projektes „Schöpfungsfreundliche Energieumstellung“ ist die erhebliche Reduzierung der CO2 Emissionen im Gebäudebereich durch Einsparung von Energie, sowie die schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energien für die Strom- und Wärmeversorgung. Mit dem Projekt soll die Grundlage für eine systematische Energieumstellung im Erzbistum Köln geschaffen werden. In den nächsten drei Jahren sollen maßgebliche CO2-, Energie- und Kosteneinsparungen vor allem durch folgende Ansätze erreicht werden: 

  • Installation von Photovoltaik auf allen geeigneten Standorten und Flächen.
  • Flächendeckende Umstellung der Heizungen auf regenerative Wärmeerzeugung.
  • Flächendeckende Umstellung auf Ökostrom und möglichst auch auf Ökogas.
  • Systematische Zählererfassung und die Einführung einer Energiemanagementsoftware.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Pilotphase. Währenddessen werden von der Abteilung Schöpfungsverantwortung in Zusammenarbeit mit externen Partnern interne Prozesse analysiert sowie vertiefte rechtliche Analysen durchgeführt. Um die Verwirklichung von Maßnahmen zeitlich und qualitativ zu optimieren, arbeiten wir außerdem an der Definition, Prüfung und Standardisierung der möglichen Umsetzungsmodelle in die Praxis. 

Der Start der Umsetzungsphase ist für die 2. Jahreshälfte 2021 geplant. Informationen zum Fortgang des Projektes finden Sie in den kommenden Monaten in unserem Newsletter und auf unserer Website. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen den Weg zu einem schöpfungsfreundlichen Erzbistum Köln zu beschreiten!

Kontakt:

Maria Moura
Abteilung Schöpfungsverantwortung
Projektleiterin Schöpfungsfreundliche Energieumstellung

FAQ - Ausschreibung Energieverträge im Erzbistum Köln (EKSP)

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Durch die Bündelung vieler Verbrauchsstellen und durch das spezielle Ausschreibungsverfahren können Konditionen erreicht werden, die im Vergleich zu anderen zeitgleich angefragten Angeboten günstig sind.

Die Kirchenvorstände brauchen sich nicht mehr mit der Auswahl von Energieversorgern zu beschäftigen.

Die Verwaltung bei den Rendanturen wird vereinfacht.

Es erfolgt automatisch eine Umstellung auf hochwertigen Ökostrom.

Der Preis für Strom oder Gas wird erst am Tag der Auftragsvergabe an den neuen Energieversorger festgelegt. Um die Vergabe im Namen der Kirchengemeinden durchführen zu können, braucht das Erzbistum vorher die Handlungsvollmacht der Kirchengemeinde. Da die Preise am Energiemarkt stündlichen Schwankungen unterworfen sind, können wir leider noch nicht vorhersehen, wie hoch der Preis bei der Vergabe sein wird. Wenn die Energieversorger viele Wochen vor Vergabe einen festen Preis abgeben sollten, müssten sie mit hohen Risikoaufschlägen rechnen, da sie nicht wissen, wie sich der Energiemarkt bis zur Vergabe entwickeln wird. Diese Risikoaufschläge wollen wir mit dem speziellen Vergabeverfahren einsparen.

Zurzeit haben wir stark steigende Preise am Energiemarkt, was dazu führen kann, dass trotz Bündelung und speziellem Vergabeverfahren, die Preise höher sein werden als bei bestehenden Verträgen. Hier können wir den Preisanstieg nur abdämpfen.

Es ist geplant, eine Vergabewelle im November 2021 und eine weitere im März 2022 durchzuführen. Danach soll planmäßig in 2023 ein Anschlussprogramm durchgeführt werden, für eine Fortsetzung der Energieversorgung ab 1.1.2024.

Bei Teilnahme an einer neuen Vergabewelle werden neue Preise ermittelt, die aufgrund der Schwankungen am Energiemarkt, höher oder tiefer als die vorherigen Preise sein können.

Folgende Unterlagen müssen vor der Vergabe bei der THESEN AG vorliegen:

1.      Vollmacht zur Datenerhebung an die THESEN AG, damit die THESEN AG bei den Rendanturen die erforderlichen Rechnungsinformationen zusammenstellen kann.

2.      Handlungsvollmacht für das Erzbistum Köln, um im Namen der Kirchengemeinde bestehende Verträge zu kündigen und mit neuen Energieversorgern abschließen zu können.

3.      Listen der Verbrauchsstellen für Strom und Gas, für die neue Energieverträge abgeschlossen werden sollen. Die Listen werden von der THESEN AG erstellt, auf Basis der bei den Rendanturen ermittelten Energieverbrauchs- und Vertragsdaten. Die Kirchengemeinden müssen diese Listen prüfen und ggf. ergänzen oder korrigieren.

Die beiden Vollmachten können auch in einem gemeinsamen Dokument erteilt werden.

Die Vollmachten müssen mit drei Unterschriften des KV und mit Siegel versehen in Papier an die THESEN AG gesendet werden.

Ja. Die Kirchengemeinden können sich auch weiterhin selbst um die Energieversorgung kümmern. Das Erzbistum empfiehlt aber die Teilnahme an der zentralen Vergabe, da dadurch insgesamt Kosten gespart, die Verwaltung vereinfacht und auf guten Ökostrom umgestellt werden kann.

Die Energiekosten werden nach wie vor von den Kirchengemeinden und Gemeindeverbänden selbst übernommen. Die Kosten für die Projektdurchführung im Generalvikariat und für die THESEN AG werden vollständig vom Erzbistum Köln übernommen.

Nach Erteilung der Handlungsvollmacht, wird das Erzbistum Köln entsprechend der Listen der Verbrauchsstellen Energieverträge abschließen, die eine verbindliche befristete Laufzeit bis 31.12.2023 haben. Auch die Handlungsvollmacht an das Erzbistum Köln ist bis dahin befristet. Danach können die Kirchengemeinden sich wieder selbst um die Energieverträge kümmern, oder gerne an dem Anschlussprogramm teilnehmen, das in 2023 durchgeführt werden soll.

Bisher wurden Mietobjekte in der Datenerhebung noch nicht betrachtet. Trotzdem können Versorgungsstellen in Mietobjekten in die nächste Vergabe aufgenommen werden, wenn die Kirchengemeinde Vermieterin ist und selbst mit Energieversorgern Verträge abgeschlossen hat. Verbrauchsstellen zu denen Mieter selbst Verträge mit Energieversorgern unterhalten, dürfen nicht am Projekt teilnehmen.

Im Oktober und November werden durch die THESEN AG bei den externen Immobilienverwaltern entsprechende Verbrauchsstellen abgefragt, sofern diese nicht bereits von den Kirchengemeinden in den Listen der Strom- und Gas-Verbrauchsstellen ergänzt wurden.

Die Datenlage bei der Erhebung der Energieverbrauchs- und Rechnungsdaten bei den Rendanturen ist recht divers. Es ist möglich, dass hier Fehler vorliegen, die nur von den Kirchengemeinden korrigiert werden können. Bitte prüfen Sie daher die Listen aufmerksam und korrigieren diese. Bitte markieren Sie dabei die korrigierten Einträge. Es ist sinnvoll, dazu einmal die Zähler aufzusuchen und die eingetragenen Zählernummern abzugleichen, um später Schwierigkeiten bei der Umstellung der Energieversorgung zu vermeiden. Damit die Umstellung klappt müssen die Daten – insbesondere Vertragspartner und Adressen - dem laufenden Vertragsverhältnis entsprechen. Diese Daten werden beim automatischen Kündigungsprozess vom Netzbetreiber abgeglichen. Bei Abweichungen laufen diese auf einen Fehler. Sollten Änderungen erforderlich sein, müssen Sie diese dem aktuellen Energieversorger mitteilen, damit diese auch beim Netzbetreiber hinterlegt werden.

Sofern eine Vollmacht zur Datenerhebung erteilt wurde, schreiben Sie dies bitte an energie-ebk@thesen-ag.com. Anderenfalls übersende Sie die Vollmacht zur Datenerhebung an die selbe Adresse.

Bei der zentralen Vergabe bekommt der beste qualifizierte Anbieter den Zuschlag. Sie sollten davon ausgehen, dass Sie damit einen neuen Energieversorger bekommen.

Förder.Weg.Weiser

Viele Bau- und Sanierungsvorhaben oder Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz werden öffentlich gefördert. Hier finden Sie passende Förderprogramme für Vorhaben in Ihrer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung.

Klimaschutz mit Hilfe von Gebäudedaten

Die kirchengemeindlichen Gebäude im Erzbistum Köln werden derzeit umfassend digital erfasst. Zahlreiche Daten und Angaben werden hierzu ermittelt und zusammengetragen, auch viele Daten, die mit Energienutzung und -verbrauch zu tun haben. Beispielsweise werden Stromverbräuche in Zukunft stetig auf Grundlage der Jahresabrechnungen und technische Anlagen mit Alter, Typ, Leistung und Verbrauch erfasst. Auf dieser Basis entsteht ein umfassendes Bild von den Gebäuden, ihrem Zustand und ihrer Nutzung.

Die erhobenen Daten sind online für alle Berechtigten einzusehen und können umfassend ausgewertet werden. Schwachstellen können entdeckt und mit gezielten Maßnahmen behoben werden - und so den Klimaschutzzielen des Erzbistums Köln und dem Schöpfungserhalt dienen.

Um nur einige zu nennen:

  • Erkennen von extrem starken Verbräuchen im Verhältnis zu Vergleichszahlen und daraufhin das Klären und Beheben von Mängeln.
  • Analyse von Dachflächen und der Möglichkeit, darauf Solarzellen für die Strom- oder Warmwassererzeugung zu befestigen.
  • Entwicklung von Standards zum Heizen von Kirchenräumen und deren Umsetzung durch sinnvolle zeitliche Wärmesteuerung.

Weitere Infos finden Sie unter: www.erzbistum-koeln.de/gebaeudeerfassung