Du bist eine Mission!

Warum auswärtige Praktika für Seminaristen? Warum so viel Aufwand, zeitlich und finanziell? Was bringen schon 3-4 Wochen an einem entlegenen Ort für die gesamte Priesterausbildung eines Theologiestudenten? Ist es eine Art Ausdauertraining? Oder Tourismus für Möchtegern-Abenteurer?

Diese und ähnliche berechtigten Fragen kann man aus der Mitte des christlichen Glaubens beantworten: Dieser Glaube nämlich ist „inkarnatorisch“ – d. h. „er geht ins Fleisch“. Gott hat uns nicht große Traktate über sich selbst übermittelt oder Bücher vom Himmel abgeworfen, sondern er seinen Sohn auf die Erde gesandt. Dieser nahm die menschliche Natur an, hat ein Leben wir unseres durchlitten und die extremsten Erfahrungen wie Leid und Tod mitgemacht. Ein Priester, der Christus vor, in und für die Kirche repräsentieren soll, ist darauf angewiesen, dass er in der Zeit der Ausbildung diese Lebensweise Jesu Christi verinnerlicht. „Im Grunde geht es darum, dass die Seminare missionarische Jünger ausbilden, die ihren Meister lieben, die Hirten ‚mit dem Geruch der Schafe‘ sind, die mitten unter diesen leben, um ihnen zu dienen und ihnen die Barmherzigkeit Gottes zu bringen“ – so die Ratio fundamentalis von 2016, das neueste universalkirchliche Grundlagendokument über die Priesterausbildung. Die Seminaristen von Redemptoris Mater, eines „missionarischen“ Priesterseminars per Definition, machen sich deshalb schon wegen der explizit genannten Natur ihrer Ausbildungsstätte auf den Weg in die Gegenden, wohin sie prinzipiell eines Tages gesandt werden können. Aber auch wenn sie als Kölner Priester nach Entscheidung des Erzbischofs ihren ganzen priesterlichen Dienst in unserem Erzbistum vollziehen sollten, formen solche missionarischen Erfahrungen ihr Herz. Sie erweitern Horizonte, vermitteln wertwolle Erfahrungen, Menschen- und Sprachkenntnisse, tragen zum besseren Weltverständnis bei, lehren Ausdauer, Flexibilität und Ertragen von Widrigkeiten, und erlauben nicht zuletzt, sich selbst zu ihren Mitchristen die Haltung vorleben, die Papst Franziskus für den Weltmissionssonntag 2019 folgendermaßen beschrieben hat: „Es ist ein Auftrag, der uns direkt angeht: Ich bin immer eine Mission; du bist immer eine Mission […]. Wer liebt, setzt sich in Bewegung, es treibt ihn von sich selbst hinaus, er wird angezogen und zieht an, er schenkt sich dem anderen und knüpft Beziehungen, die Leben spenden.“

Die folgenden Berichte beschreiben einige Missionserfahrungen unserer Seminaristen vom Sommer 2019. Diese Praktika wären ohne die Unterstützung durch all unsere Wohltäter unmöglich gewesen. Daher ein „Vergelt’s Gott!“ an alle, die auf diese Weise an der Ausbildung von „missionarischen Jüngern“ teilnehmen.

Priesterseminar Redemptoris Mater Köln

Erzbischöfliches Missionarisches Priesterseminar Redemptoris Mater Köln
Kapellenstr. 44
53115 Bonn

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