Sie gehen, ja gehen und weinen und tragen zur Aussaat den Samen. Sie kommen, ja kommen mit Jubel und bringen ihre Garben.

Mein Name ist Javier Cenoz, ich komme aus Pamplona (Spanien) und bin 22 Jahre alt. Seit September 2013 lebe ich im Erzbischöflichen Missionarischen Priesterseminar Redemptoris Mater Köln. Zurzeit studiere ich katholische Theologie an der Universität Bonn im siebten Semester. In diesem Priesterseminar werden Priester sowohl für das Erzbistum Köln als auch für die weltweite Mission ausgebildet, wohin der Erzbischof von Köln sie senden möge.

Im Rahmen unserer Ausbildung ist vorgesehen, dass sich die Priesterkandidaten schon während der Seminarzeit, d. h. vor der Weihe, auf die zukünftigen auswärtigen Einsätze durch Missionspraktika vorbereiten können. In diesem Sinne habe ich Sommerpraktika in Veracruz (Mexico), Guri i Zi (Albanien) und in Extremadura (Spanien) absolviert.

Dieses Jahr war ich wieder in Mexico, aber nicht in Veracruz, sondern in Cancún, einer Stadt im Osten des Landes. Bekannt ist diese Stadt wegen der großen Menge an Touristen, die an den schönen Stränden Urlaub Cancuns machen.

Bei mir ging es aber nicht um Urlaub, sondern, wie gesagt, um ein dreiwöchentlichen Missionsaufenthalt. Ich wohnte bei einem mexikanischen Pfarrer und mit zwei anderen Mitseminaristen ganz am Stadtrand. Ich habe an eigenem Leib erlebt, was es heißt, wenn Papst Franziskus sagt, dass die Christen an die „Ränder“ gehen sollten, um Christus zu verkündigen.

Dort habe ich den Pfarrer begleitet. Konkret hieß das für mich: vormittags – Handwerksarbeit (Kirchenrenovierung) und nachmittags sowie manchmal abends – pastorale Aufgaben (Mitfeier der Hl. Messe, Aussetzung des Allerheiligsten, Tauf- und Trauergesprächen usw.). Es gab aber auch freie Tage, an denen wir zum Strand gefahren sind, wo wir uns ein wenig verbrannt haben...

An Gnaden hatte es nicht gefehlt: die Möglichkeit, Menschen auf verschiedene Art und Weise zu helfen, ist immer eine große Gnade. Auch hören zu dürfen, wie Gott bestimmte Personen in die Kirche wieder geführt hat, ist für mich ein großes Geschenk, weil ich selbst eigentlich immer in die Kirche gegangen bin. Und auch auf der rein menschlichen Ebene habe ich Vieles erfahren dürfen: vor allem die Gastfreundschaft, aber auch Geschenke wie z. B. verschiedene scharfe Soßen oder andere mexikanische Spezialitäten.

Alles in allem: Es war ein sehr schönes Geschenk, nach Mexiko zu fliegen und dort zu erfahren, dass mein Ruf zum Priestertum bestätigt werden konnte. Als mir dieses Praktikum angeboten wurde, empfang ich anfangs keine große Begeisterung dafür, aber mit der Zeit habe ich erfahren, dass Gott auf mich dort gewartet hat.

 

Priesterseminar Redemptoris Mater Köln

Erzbischöfliches missionarisches Priesterseminar Redemptoris Mater Köln
Kapellenstr. 44
53115 Bonn

Unterstützung

Unterstützen Sie die Ausbildung zu Priestern durch Spenden.

Bankverbindung

Pax-Bank Köln,

IBAN: DE24 3706 0193 0022 4090 18,

BIC: GENODED1PAX