Mit Daladala an den Viktoriasee                                                                                                     

Das Sommerpraktikum führte uns, Marek Osiecki und Javier Cenoz für drei Wochen nach Tansania. Zunächst wohnten wir in der Hauptstadt, Dar-es-Salam, und dann in Mwanza – im Nordwesten des Landes am Victoriasee. In Mwanza wohnten wir uns umsonst als Seminaristen im hiesigen Priesterseminar und hatten hier auch die Möglichkeit, mehrmals mit dem Ortsbischof essen zu gehen. Dabei halfen uns die Kenntnisse über die Etikette bei förmlichen Mahlzeiten, die wir schon in Bonn eingehend studieren konnten. Das Ziel des Praktikums war Englisch zu praktizieren und zu vertiefen unter echten missionarischen Verhältnissen und gleichzeitig eine neue Kultur kennenzulernen. In einem afrikanischen Land kommt man aber nicht nur mit Englisch aus: Ein paar Ausdrücke auf Suaheli lernten wir praktisch „nebenbei“. Nicht zuletzt begegnet man dort sogar der deutschen Sprache, z. B. als Wurzel für Suaheli-Wörter wie „shule“ und „bia“. Außerdem konnten wir die Kultur des Landes ein Stück kennenlernen. Eine Gelegenheit dazu bot der Besuch im Sukuma-Museum in Bujora. Ein starkes Erlebnis waren für uns die Fahrten mit einem dicht mit Passagieren gefüllten Kleinbus (genannt „daladala“). In Mwanza beeindruckte uns die Gastfreundschaft der Menschen und ihr frohes Gemüt. Auch konnten wir dort erfahren, dass die Kirche wirklich katholisch, universal, ist, indem wir uns bekannte Kirchenlieder mitsangen, ohne die Sprache des Landes zu kennen. Unsere Haupttätigkeit in Mwanza war die Teilnahme am geistlichen Leben der dortigen Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges unsere Haupttätigkeit, hier konnten wir auch an einem Treffen mit Jugendlichen teilnehmen, bei dem wir unsere Berufungszeugnisse ablegten. 

Und in noch einer anderen Hinsicht war die Reise nach Tansania besonders: Da wir beide noch nie zuvor ein afrikanisches Land besucht hatten, waren wir vor der Fahrt etwas in Sorge wegen befürchteten Krankheiten oder Kriminalität. Es fehlte uns das Wissen über Lebensbedingungen in diesem Land. In der Mission konnten wir aber einiges hautnah erleben, ein paar Erfahrungen machen, die Touristen normalerweise nicht gegönnt sind, und schließlich einige Vorurteile abbauen. 

Javier Cenoz aus Pamplona (Spanien) und Marek Osiecki aus Grabówiec (Polen)

 

Priesterseminar Redemptoris Mater Köln

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