Kardinal-Meisner-Stiftungspreis

Erstmalig in Breslau der Kardinal-Meisner-Preis vergeben

In Verbindung mit der Päpstlichen Theologischen Fakultät in Breslau wurde am 20. Oktober 2020 zum ersten Mal der Kardinal Meisner Preis verliehen. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wurde von der Kardinal-Meisner-Stiftung finanziert, die im Erzbistum Köln im Jahr 2013 gegründet wurde. Der Preis möchte die persönliche Verbindung und den Austausch zwischen dem Erzbistum Köln und dem Erzbistum Breslau stärken und die theologische Wissenschaft der Fakultät in Breslau honorieren.

In ihrem Grußwort hob die Leiterin des Stiftungszentrums im Erzbistum Köln, Elke Böhme-Barz, die enge Beziehung Meisners zu Polen und seiner Geburtsstadt Breslau hervor. > Grußwort (PDF)

Der Rektor der Päpstlichen Fakultät von Breslau, Professor Dr. Wladimir Wolyniec, dankte in einer Videogrußbotschaft der Stiftung und den Verantwortlichen dafür, dass sie den Wettbewerb an der Fakultät ausgerichtet hatten.    

Der Preis soll ab diesem Jahr nun an alle zwei Jahre vergeben werden. 

Ausgezeichnet wurde eine theologische Arbeit in deutscher Sprache, deren Thema sich die studierenden Teilnehmer frei wählen konnten. Insgesamt wurden fünf Preise vergeben, der Erstplatzierte erhielt 2.000 Euro, der zweite Preisträger 1.000 Euro, der dritte 500 Euro. Der erste bis dritte Preis wurde von einer Jury bestimmt, die aus Vertretern der theologischen Fakultät bestand. Der vierte und fünfte Preis, mit je 250 Euro dotiert, waren Publikumspreise. Corona-bedingt wurden die Vorträge in einer Videokonferenz gehalten. 

Die Preisträger

Die Gewinnerin des ersten Preises ist Hanna Ernst mit einer Arbeit über „Die Fürsprache Marias als ökumenisches Problem“. Der zweite Preis ging an Mateusz Hajder mit einer Arbeit zu Kardinal Meisners Gedanken über unsere endgültige Zukunftsperspektive. Der Titel: „Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein“. Er greift dabei ein Wort aus dem Lukasevangelium auf, das Kardinal Meisner in seinem geistlichen Testament zitiert. Der dritte Preis geht an Monika Woszczyk mit einer Arbeit über die in Breslau geborene Karmelitin Sr. Teresa Benedicta a Cruce (Edith) Stein: Was den Menschen zum Menschen macht. Edith Steins Überlegungen zur Einzigartigkeit des Menschen. Die zwei Publikumspreise gingen an Adam R. Prokop, mit einer Untersuchung über die Görres-Schule in Leipzig während des Zweiten Weltkrieges und an Maciej Janaszak, der untersucht hat, wie das Alte Testament in den Filmen von Hollywood verarbeitet wurde.

Kardinal-Meisner-Stiftung

Zur Würdigung seines Lebenswerks gründete das Erzbistum Köln 2013 die Kardinal-Meisner-Stiftung. Joachim Meisner hat selbst seine Wurzeln in Breslau, er wurde dort am 25.12.1933 geboren. Zeit seines Lebens war ihm der Kontakt nach Osteuropa sehr wichtig. Die Stiftung fördert die Pastoral- und Gemeindeentwicklung sowohl im Erzbistum Köln als auch in Ost- sowie in Mittel- und Südosteuropa.