Gebäudeerfassung in Kirchengemeinden

Gebäudeerfassung

Die Gebäudeerfassung im Erzbistum Köln

Das Projekt 'Gebäudeerfassung im Erzbistum Köln' wurde ins Leben gerufen, um den Kirchengemeinden, den Rendanturen und dem Erzbischöflichen Generalvikariat die Gebäudeplanung und -verwaltung zu erleichtern.

Im Rahmen des Projektes werden notwendige Informationen über den kirchengemeindlichen Gebäudebestand digital hinterlegt, so dass sie leicht auffindbar sind und nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet werden können.  Damit wird den Kirchengemeinden ein wichtiges Werkzeug für die Betreuung und Entwicklung ihres Gebäudebestands sowie für Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energiemanagement zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird durch den gemeinsamen Zugriff auf den gleichen Datenbestand das Tagesgeschäft in den Rendanturen und im Erzbischöflichen Generalvikariat erleichtert.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen das Projekt vorstellen und Fragen zu den Zielen, der Konzeption und dem Ablauf der Gebäudeerfassung beantworten.

Fragen zur Gebäudeerfassung

Das Ziel der Gebäudeerfassung ist, dass Kirchengemeinden, Rendanturen und das Erzbischöfliche Generalvikariat auf die gleichen Informationen zum kirchengemeindlichen Gebäudebestand zugreifen können.

Diese Gebäudeinformationen, die zurzeit noch verstreut in teils analoger, teils digitaler Form in Akten, Archiven und auf Laufwerken vorhanden sind, werden im Rahmen der Gebäudeerfassung zusammengetragen sowie durch weitere Informationen ergänzt und zentral digital abgelegt. 

Auf diese Weise liefert die Gebäudeerfassung Grundlagen für:

  • Vereinfachung der Bauabwicklung           
  • Strategische Pastoral- und Gebäudeplanung auf allen Ebenen
  • Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung (Energie)
  • Wirtschaftlichkeit und Kostenreduzierungen
  • Bilanzierung und Transparenz der Vermögenswerte
  • Steuerrechtlich einwandfreie Bemessung von Dienstwohnungen
  • Haus- und Mietverwaltung in den Rendanturen
  • Baubudgetcontrolling in den Rendanturen
  • Inventarisation der Kirchengebäude

Im Rahmen der Gebäudeerfassung werden vielfältige Informationen und Dokumente zum kirchengemeindlichen Gebäudebestand zusammengetragen und zentral abgelegt, so dass alle beteiligten Personenkreise immer auf die gleichen aktuellen Informationen zugreifen können.

Folgende Informationen werden zusammengetragen:

  • Grundinformationen zum Gebäude (z.B. Baujahr, Architekt, Zustand, etc.)
  • Informationen zu Flächen und Nutzungen
  • Informationen zum dazugehörigen Grundstück
  • Informationen aus dem Bereich Umwelt/Energie (Heizungsanlagen, Zähler und energetische Schwachstellen)

Folgende Dokumente werden abgelegt:

  • Pläne (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
  • Fotos des Gebäudes
  • Fotos der Zähler und ggf. ein Zählerschema
  • Schemata zur Nutzung der Dienstwohnungen

Die Erfassung der energierelevanten Daten, die den Kirchengemeinden die genaue Auswertung von Kosten und Verbräuchen pro Gebäude ermöglicht, wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Gebäudeerfassung im Team

Die Konzeption, Steuerung, Finanzierung und Leitung des Projektes obliegt der Hauptabteilung Seelsorgereiche. Auftraggeber ist Msgr. Markus Bosbach (Leiter HA Seelsorgebereiche), die Projektleiterin ist Katherin Bollenbeck (Leiterin der Abteilung Bau im Seelsorgebereich). Unterstützt wird die Projektleitung, neben der Projektleitungsassistenz (Maren Kügler), durch eine externe Projektsteuerung, die das Büro neubighubacher aus Köln übernommen hat. Das Tagesgeschäft des Projektes wird durch das Projektbüro (Annette Dörrwächter, Jürgen Kreuter, Christoph Moormann) abgewickelt.

Für die Validierung vorhandener Information sowie die Ergänzung von fehlenden Daten im Rahmen von Ortsterminen beauftragt das Generalvikariat freie Architekturbüros, die für die IT-Anwendung und den Erfassungsprozess geschult werden und den Kirchengemeinden oft schon durch Projekte in ihrem Bereich bekannt sind. Für den Erfassungsprozess sind die Erfasser auf die Unterstützung der Kirchengemeinden angewiesen: bei der Plan- und Zählerrecherche sowie als Türöffner und Infogeber.

Die Kirchengemeinden sind nur in geringem Maße beteiligt. Dennoch sind sie wichtige Unterstützer für die Erfasser, indem sie Informationen bereitstellen und Vor-Ort-Termine begleiten.

Über diesen Link finden Beteiligte und Ansprechpartner  vor Ort eine Übersicht, wie sie zum Gelingen der Gebäudeerfassung beitragen können.

> Die Aufgaben der Kirchengemeinden (pdf)

5 Schritte der Gebäudeerfassung durch die Kirchengemeinden

Die vom Generalvikariat beauftragten externen Erfasser sind Architekten, die bereits Bauprojekte für Kirchengemeinden im Erzbistum Köln durchgeführt haben und mit vielen Kirchengemeinden vertraut sind. Die Erfasser besichtigen jedes Gebäude und nehmen alle relevanten Informationen auf. Sie dokumentieren Gebäude fotografisch, erstellen Zählerschemata sowie die von den Steuerbehörden geforderten Grundrissschemata von Dienstwohnungen. Die unterschiedlichen gebäudebezogenen Informationen werden anschließend in einer eigens dafür angepassten Software festgehalten oder auf einem zentralen Laufwerk abgelegt.

Die Kirchengemeinden sind dafür zuständig vorab Pläne zu recherchieren sowie Informationen zu Zählern zusammenzutragen und diese den Erfassern zu Verfügung zu stellen.

Vorgehen der Erfasser

Nach Abschluss der Erfassung stehen den Kirchenvorständen über die Rendanturen folgende Informationen zu Verfügung:

1. Telerik: Je Gebäude kann ein formatierter Bericht als pdf. aus den Daten erzeugt werden, der von der Rendantur auf Anforderung per E-Mail dem Kirchenvorstand zur Verfügung gestellt wird. Er beinhaltet Daten zum Gebäude, zu technischen Anlagen, Zählern, energetischen Schwachstellen und, sofern aufgenommen, Verbrauchsmengen von Energie und Wasser im Vergleich über mehrere Jahre. Auf diese Wiese können Kosten, Energiebedarf und CO2-Emissionen je Gebäude verfolgt werden und Klimaschutzmaßnahmen können gezielter getroffen werden.

2. Excel-Tabellen: Die Daten eines Seelsorgebereichs können auch nach unterschiedlichen Kriterien in einer Exceltabelle ausgewertet werden. Auf diese Weise können zum Beispiel Flächen eines Standortes getrennt nach "bezuschusst" und "nicht bezuschusst" oder Gebäude mit ihren Verbrauchskennwerten angezeigt werden.

3. Word-Auswertungen: Je Gebäude können außerdem Auswertungen in Word für die Bereiche Gebäude, Dienstwohnungen oder Umwelt/Energie (Heizungsanlagen, Zähler, etc.) angefordert werden. Diese ermöglichen es auf einfache Weise, Daten zu ergänzen bzw. zu aktualisieren, um sie dann wieder ins System einzupflegen.

Die Daten, die im Zuge der Gebäudeerfassung aufgenommen werden, bilden die Basis für weitere Anwendungen des IT-Programms. Dies sind bereits heute:

  • Haus- und Mietverwaltung in den Rendanturen
  • Dienstwohnungsverwaltung
  • Kircheninventarisierung
  • Heizungs-Check (teilweise) der Stabsstelle Umweltmanagement

In Zukunft sollen auch das Baubudgetcontrolling und die Friedhofsverwaltung die auf die Gebäudeerfassung aufbauende IT-Anwendung nutzen.

Die Erfassung der energierelevanten Gebäudedaten von Gebäuden der Mustererfassung und des Rollouts 1 (der ersten Phase der flächendeckenden Erfassung in allen Regionen des Erzbistums Köln) wurden im Rahmen eines sogenannten Klimaschutzteilkonzeptes durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert; Klimaschutz in eigenen Liegenschaften und Portfoliomanagement, Baustein1: Energiemanagement.

Aus den im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes gesammelten Daten werden jetzt z.B. die "Problem-Heizungen" herausgesucht, die im Rahmen des Heizungs-Checks von moveo bevorzugt begutachtet werden. Interessenten am Heizungs-Check können sich auch direkt an die Stabsstelle Umweltmanagement, Herrn Scholz, wenden: https://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/moveo/kontakt/

  

Ziel: Klima schützen!

"Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zur konkreten Hilfestellung und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen."

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