KV-Newsletter | Ausgabe April 2021

6. April 2021

KV-Newsletter | Ausgabe April 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

bislang erreichte Sie der KV-Newsletter aus der Hauptabteilung Seelsorgebereiche des Generalvikariats. Diese Hauptabteilung hat einer neuen Struktur Platz gemacht, die auf die aktuellen und künftigen Aufgaben ausgerichtet ist. Künftig werde ich mich mit diesem monatlichen Informationsdienst an Sie wenden. 

Seien Sie versichert, dass mir Ihre wertvolle Arbeit im Dienst einer lebendigen, tätigen Kirche vertraut ist und dass ich die Herausforderungen, mit denen Sie umzugehen haben, sehr gut kenne. Seit Mitte 2019 bin ich Finanzdirektor und Ökonom des Erzbistums Köln. Bis dahin war ich in gleicher Funktion im Bistum Limburg tätig, wo ich vor fast zehn Jahren in den kirchlichen Dienst eingetreten bin. Zuvor war ich in der Konrad-Adenauer-Stiftung für Haushalt und Rechnungswesen verantwortlich. Meine Berufslaufbahn habe ich in der kommunalen Verwaltung in meiner westfälischen Heimat begonnen. Als Stadtkämmerer konnte ich Erfahrungen sammeln, die mir auch heute zugute kommen. 

Die Neuorganisation des Generalvikariats bringt Veränderungen mit sich, hält aber gleichzeitig an Bewährtem fest. Worin die wesentlichen Änderungen bestehen, erfahren Sie in der heutigen Newsletter-Ausgabe. Das Wichtigste vorab: Für Sie ändert sich nichts. Die für Kirchenvorstände zuständigen Fachbereiche und Ansprechpersonen bleiben erhalten, und wir werden Sie auch künftig in gewohnter Form über die für Sie relevante Themen informieren.

So berichten wir heute über drei Projekte aus dem Bereich „Schöpfungsverantwortung“. Mit zentral koordinierten Programmen zur Energieumstellung und zur Energiekostensenkung geht das Erzbistum einen wichtigen Schritt zu mehr Klimafreundlichkeit, und der neue Nachhaltigkeitspreis würdigt die Anstrengungen von Kirchengemeinden und schafft zusätzliche Anreize. Auch das Projekt „Umstellung der Bilanzierung und Neuregelung der Umsatzbesteuerung“ wird natürlich unverändert weitergeführt, und wir werden Sie an dieser Stelle auch künftig über den Sachstand und die weitere Planung auf dem Laufenden halten. 

Ich wünsche mir weiterhin eine gute Zusammenarbeit und verbleibe

mit besten Grüßen

Gordon Sobbeck
Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Ökonom des Erzbistums Köln

Neuorganisation im Generalvikariat: Service und Ansprechpartner bleiben

In seiner Januar-Ausgabe hat der KV-Newsletter über die Planung zur Neuorganisation des Erzbischöflichen Generalvikariats im Hinblick auf die Hauptabteilung Seelsorgebereiche berichtet. Inzwischen ist der Umbau vollzogen. Die seit dem 1. April 2021 geltende Struktur richtet den Zuschnitt der Abteilungen auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen aus. Gleichzeitig stellt sie die Kontinuität von Dienstleistungen und Ansprechpersonen sicher, die sich insbesondere in der Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbänden und Gemeindeverbänden bewährt haben. 

Die wichtigste Neuerung ist die Einrichtung der Hauptabteilung „Entwicklung Pastorale Einheiten“. Unter der Leitung von Msgr. Markus Bosbach verantwortet und koordiniert die neue Hauptabteilung die verschiedenen Aufgaben, um das Zielbild 2030, das im Rahmen des Pastoralen Zukunftsweges entwickelt und voraussichtlich im Herbst beschlossen werden wird, nach Inkrafttreten zügig umzusetzen. Die Hauptabteilung umfasst die Abteilungen Regionale Pastoralentwicklung, Schöpfungsverantwortung und Bau im Seelsorgebereich sowie die Stabsstellen Gesamtkoordination und Erzdiözesanbaumeister. 

Die übrigen Abteilungen der früheren Hauptabteilung Seelsorgebereiche sind nun fachlichen Bereichen mit verwandten Aufgaben zugeordnet. Die Abteilung Finanzen & Controlling im Seelsorgebereich, zu der jetzt auch die bisherige Abteilung Gemeindeverbände, Rendanturen und Service Kirchengemeinden sowie das Referat Kindertageseinrichtungen und Familienzentren gehören, ist jetzt in der Hauptabteilung Finanzen angesiedelt. Die Abteilungen Personal im Seelsorgebereich und Recht im Seelsorgebereich gehören nun zur Hauptabteilung Verwaltung beziehungsweise zur Stabsabteilung Recht. Das bisher in der Abteilung Pastoral im Seelsorgebereich integrierte Referat Katholische Öffentliche Bücherein wird der Hauptabteilung Seelsorge zugeführt. Ausführliche Informationen zur Struktur des Generalvikariats finden Sie hier.

Die auf die Anliegen und Themen der Seelsorgebereiche bezogene fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen wird von der neuen Hauptabteilung Entwicklung Pastorale Einheiten koordiniert. Die neue Anbindung von Fachbereichen ändert nichts an deren Zuständigkeit für die Seelsorgebereiche. Bewährte Prozesse bleiben gesichert. Den Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbänden und Gemeindeverbänden stehen weiterhin die bisherigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung.

Projekt „Schöpfungsfreundliche Energieumstellung“ im Erzbistum Köln

Mit dem übergeordneten Ziel, bis zum Jahr 2030 ein CO2-neutrales Erzbistum zu entwickeln, wurde Ende 2020 das Projekt „Schöpfungsfreundliche Energieumstellung“ gestartet. In den nächsten drei Jahren sollen maßgebliche Einsparungen von CO2-Emissionen, Energieverbrauch und Energiekosten vor allem erreicht werden durch

  • die flächendeckende Installation von Photovoltaik und Heizungen mit regenerativer Wärmeerzeugung,
  • die flächendeckende Umstellung auf Ökostrom sowie
  • die systematische Zählererfassung und die Einführung eines Energiemonitorings.

In sieben Kirchengemeinden sind bereits erste Pilotprojekte zur Installation von Photovoltaikanlagen gestartet. Kirchengemeinden, die an Pilotprojekten zur Energieeinsparung teilnehmen wollen, können sich bei der Stabsstelle Schöpfungsverantwortung melden: umweltmanagement@erzbistum-koeln.de

Energiekostensenkungsprogramm

Im Oktober 2020 hatte die Stabsstelle Umweltmanagement das Teilprojekt zur Bündelung von Strom- und Gasverträgen gestartet und erlebte eine positive Überraschung: Bis zum Februar haben sich 80 Prozent der Kirchenvorstände mit einer Vollmacht zur Datenerhebung zurückgemeldet. Alle noch unentschlossenen oder derzeit nicht tagenden Kirchenvorstände können mit der Übersendung der Vollmacht ebenfalls teilnehmen. Sie werden im Herbst 2021 in das Projekt eingebunden. Da die Datenerhebung aufgrund der Corona-Maßnahmen länger dauert als geplant, werden die Kirchenvorstände erst im späten Frühjahr über die weiteren Schritte (Vorstellung der Öko-Anforderungen etc.) informiert. Es ist weiterhin geplant, im Sommer 2021 nach Einholung einer weiteren Bestätigung der Kirchenvorstände (Vollmacht zum Abschließen eines Energievertrages) mit der Bündelung zu beginnen.

Nachhaltigkeitspreis im Erzbistum Köln

Papst Franziskus motiviert die Menschen in seinem Schreiben „Laudato si`“, Freude an der Schöpfung zu finden. Alle Kirchengemeinden im Erzbistum Köln sind herzlich eingeladen, ihre Aktivitäten vorzustellen, die die Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit stärken. Solche sozialen und/oder ökologischen Projekte sollen mit dem neuen Nachhaltigkeitspreis wertgeschätzt und im September 2021 erstmals mit Preisgeldern in Höhe von 10.000 Euro prämiert werden. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.


Umstellung der Bilanzierung und Neuregelung der Umsatzbesteuerung

Sehr geehrte Damen und Herren,

digitale Veranstaltungsangebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Für das Webinar „Umstellung der Bilanzierung“ gab es weit mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Denn die sind auch in Online-Formaten begrenzt, in denen der Dialog eine wichtige Rolle spielt. Deshalb bieten wir das Webinar an einem weiteren Termin an. Sie können sich hier anmelden. 

Außerdem stellen wir heute eine wertvolle Besonderheit im kirchlichen Jahresabschluss vor. Wir berichten, wie Kunstgüter und Ausstattungsgegenstände in Kirchen und Kapellen bilanziell abzubilden sind – und wie die dafür benötigten Daten erfasst werden. 

Die Informationen zum Projekt und Arbeitshilfen für Ihren täglichen Bedarf finden auf der Projekt-Website, die wir regelmäßig ergänzen und aktualisieren: www.erzbistum-koeln.de/bilanzierung

Beste Grüße

Holger Richter
Projektleiter

Webinar „Umstellung der Bilanzierung“: Weiterer Termin im April

Das Webinar „Umstellung der Bilanzierung gemäß den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs (HGB). Einführung und Grundlagen“ stößt auf große Resonanz. Die beiden Termine im März waren komplett ausgebucht. Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus dem Kreis der rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und angesichts der großen Nachfrage wird es eine weitere Veranstaltung geben, und zwar am 20. April 2021. Interessierte können sich hier anmelden:

Dienstag, 20. April 2021, 18.00 Uhr       zur Anmeldung

Tobias Winkeler und Philipp Schier, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der KPMG AG, erläutern in kompakter Form die Grundlagen der kaufmännischen Bilanzierung, erklären, was sich für Kirchengemeinden beim Jahresabschluss ändert und welchen Nutzen das neue Verfahren für die Wirtschaftsplanung hat. 

Die Veranstaltung dauert rund 45 Minuten. Für die Teilnahme ist lediglich ein Computer mit Internetanschluss erforderlich. Im Laufe des Anmeldeprozesses erhalten Sie Hinweise zum Download einer App, die die Teilnahme ermöglicht. Die für die Registrierung erforderliche E-Mail-Adresse wird ausschließlich für den Anmeldevorgang und den Zugang zur Veranstaltung genutzt. Die Datenschutzhinweise des Systemanbieters LogMeIn Inc. finden Sie hier.

Wer nicht teilnehmen kann oder das Thema nachbereiten möchte, der kann die Präsentation nutzen, die im Webinar gezeigt wurde. Sie steht auf der Projekt-Website unter „Basis: Grundwissen & Rechtsgrundlagen“ zur Verfügung und kann hier abgerufen werden. 

Kirchliches Kunstgut und Ausstattungsgegenstände

Monstranzen, Kelche und Gewänder, Skulpturen, Altäre und Gemälde gehören zum kirchlichen Kunstgut einer jeden Kirche und sind wichtiger Bestandteil ihrer Liturgie und ihres kulturellen Erbes. Kaufmännisch betrachtet, sind es Vermögensgegenstände und als solche in der kirchlichen Bilanz zu erfassen. Denn nach den handelsrechtlichen Grundsätzen hat jeder Kaufmann ab Beginn seiner Tätigkeit seine Vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei ihren jeweiligen Wert anzugeben. Bislang sind insbesondere diese Vermögensgegenstände in der kirchlichen Bilanz im Erzbistum Köln nicht erfasst.

Das kirchliche Kunstgut und die Ausstattung der Kirchen und Kapellen sind von Kunstwerken in Sammlungen oder Museen zu unterscheiden, denn sie sind Ausdruck von seit Jahrhunderten gelebtem Glauben, sie sind den jeweiligen Kirchen gewidmet und deshalb unveräußerlich. Dieses reiche Erbe in den Kirchen im Erzbistum Köln gilt es, für kommende Generationen und auch für handelsrechtliche Zwecke zu dokumentieren. Das Kirchenrecht (can. 1283, CIC) sieht deshalb die Verpflichtung vor, die künstlerische beziehungsweise historische Ausstattung in den Kirchen zu inventarisieren. Diese aufwendige und anspruchsvolle Aufgabe übernimmt stellvertretend für die Kirchengemeinden das Erzbischöfliche Generalvikariat. Seit 2018 erfassen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker im Auftrag der Erzdiözesankonservatorin die Objekte, bewerten sie kunsthistorisch und dokumentieren sie fotografisch. Jede Kirchengemeinde erhält nach Abschluss der Erfassung pro Kirche ein Buch, in dem die Kunst- und Ausstattungsgegenstände ihrer Kirchen und Kapellen verzeichnet sind.

Diese umfassende Inventarisation, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird, ist auch für das Projekt zur Umstellung der Bilanzierung von großem Nutzen. Denn sie nimmt exakt die sogenannte körperliche Bestandsaufnahme vor, die das Handelsrecht vom bilanzierenden Kaufmann erwartet. Das Team der Erzdiözesankonservatorin übergibt dem Projektteam deshalb für jede Kirchengemeinde die Daten der Ausstattungsobjekte. Jeder Vermögensgegenstand wird dabei für die handelsrechtliche Bilanzierung erfasst. In der Regel werden die Gegenstände jeweils mit dem Erinnerungswert von einem Euro bewertet. Der Grund dafür sind kirchliche und kirchenrechtliche Besonderheiten wie die Widmung an einen Kirchenraum oder das Verbot der Veräußerung sowie der Ablauf der im Handelsrecht festgelegten sogenannten Nutzungsdauer. 

In einem zentral gesteuerten Verfahren können die so erfassten Daten einzeln in das Sachanlagevermögen der kirchlichen Bilanz eingespielt werden. Das entlastet Rendanturen und Kirchenvorstände. So kommen die Kirchengemeinden den handelsrechtlichen Anforderungen nach und gewinnen einen weiteren Vorteil: Im sogenannten Anlagengitter der Finanzbuchhaltung hat der Kirchenvorstand laufend einen Überblick über alle Wertgegenstände seiner Kirchengemeinde. Dort ist nun alles vollständig dokumentiert.

Arbeitshilfe „Kostenstellenmatrix“ aktualisiert

Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten zur Umstellung der Bilanzierung und Neuregelung der Umsatzbesteuerung fließen regelmäßig in die Arbeitshilfen ein, die auf der Projekt-Website zur Verfügung stehen. Aktuelle Anpassungen wurden an der Kostenstellenmatrix vorgenommen. Dort haben sich im Bereich der Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände zwei Bezeichnungen von Kostenstellen geändert, und die Kostenstelle „Verbände“ ist weggefallen. Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbände und Gemeindeverbände sind aufgefordert, künftig die aktuelle Fassung der Kostenstellenmatrix zu nutzen.

 

Das Newsletter Archiv

Unsere Newsletter der vergangenen Monate mit interessanten Informationen haben wir für Sie in unserem Archiv bereitgestellt.

 
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Verantwortlich i. S. v. § 55 Abs. 2 Gordon Sobbeck