KV-Newsletter | Ausgabe März 2021

3. März 2021

KV-Newsletter | Ausgabe März 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer für die Zukunft planen will, muss seine Ressourcen kennen. Das gilt auch für Kirchengemeinden. In der heutigen Ausgabe des KV-Newsletters blicken wir deshalb in zwei Richtungen: nach vorn und zurück. 

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine frühzeitige Terminplanung zur Erstellung und Beschlussfassung der Wirtschaftpläne für die verschiedenen Mandanten von Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbänden ist. Denn ohne Beschlussfassung durch das Vertretungsorgan kann der von der Regionalrendantur entworfene Wirtschaftschaftsplan nicht genehmigt werden. Vor wenigen Wochen haben Sie dazu ein ausführliches Schreiben erhalten. Darauf möchten wir Sie heute nochmals hinweisen. 

Zur realistischen Planung gehört auch die sorgfältige – und zeitige – Dokumentation der aktuellen finanziellen Situation. Aus dem Projekt „Umstellung der Bilanzierung und Neuregelung der Umsatzbesteuerung“ erfahren Sie in diesem Newsletter hilfreiche Details für die Erstellung Ihres Jahresabschlusses.

Mit herzlichen Grüßen

Msgr. Markus Bosbach
Leiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche

Wirtschaftsplanaufstellung 2022

Mit Schreiben vom 17. Februar 2021 wurden alle Kirchenvorstände und Verbandsvertretungen gebeten, frühzeitig die Termine für die Prüfung, Beratung und Beschlussfassung der Wirtschaftspläne festzulegen. Das Schreiben fasst die wesentlichen Aspekte des Planungsprozesses zusammen, nennt die Fristen der einzelnen Planungsschritte und weist auf Besonderheiten hin, die bei der Erstellung des Wirtschaftsplans zu beachten sind. 

Das Erzbischöfliche Generalvikariat hat Anfang Januar 2021 mit den technischen Vorbereitungen für die Wirtschaftsplanaufstellungen der Kita-Mandanten NRW 2021/22 und der übrigen Mandanten 2022 begonnen. Jetzt werden die Planungen schrittweise erfasst, beginnend mit den Sonderfinanzierungen in den Kita-Mandanten (16. Februar bis 9. April 2021) sowie den Abzurechnenden Einnahmen mit bzw. ohne Bonus in den Betriebsmandanten (1. März bis 9. April 2021). Beschlussfrist für die Kita-Mandanten NRW ist der 9. Juli 2021, für alle übrigen Mandanten der 31. Oktober 2021.

Da die Planwerte der Berechnung der Kirchensteuerzuweisungen dienen, ist besondere Sorgfalt gefordert, zumal die Planung im weiteren Prozessverlauf nicht mehr verändert werden sollte. Bei der Aufstellung des Wirtschaftsplans sollten Gremien (Kirchenvorstand, Pastoralteam, Pfarrgemeinderat), Verwaltungsleitung (in Abstimmung mit den Kita-Leitungen), Haus- und Mietverwaltung und Regionalrendantur eng zusammenarbeiten. Die einzelnen Prozessbeschreibungen zur Wirtschaftsplanaufstellung 2021/22 bzw. 2022 können auf der Website des Erzbistums Köln abgerufen werden. Für Rückfragen stehen die jeweilige Regionalrendantur sowie die Abteilung Finanzen & Controlling im Seelsorgebereich unter finanzen-controlling@erzbistum-koeln.de zur Verfügung.

Warnung vor „Caritastourismus“ im Erzbistum Köln

In der Kirchengemeinde St. Pankratius Am Worringer Bruch im Kölner Norden ist eine dreiköpfige Familie (Eltern und ein noch nicht volljähriger Sohn) wohnhaft. Verschiedene caritative Hilfsangebote zur Unterstützung, Gesprächsangebote usw. werden meistens nicht in Anspruch genommen, sondern Bargeld verlangt, was die Kirchengemeinde ablehnt.

Nun hat sich herausgestellt, dass die Familie (gemeinsam oder der Jugendliche) innerhalb des Erzbistums unterwegs ist (von Essen-Kettwig bis in den Bonner Raum), um bei den Pfarrern oder in den Pfarrbüros Bargeld zu erhalten, bisweilen verbunden mit der Information, der eigene Wohnortpfarrer wolle ihnen nicht helfen.

Bitte verweisen Sie auf die Hilfsangebote, die der Familie auch in einem Brief seitens des zuständigen Pfarrers Thomas Wolff eröffnet worden sind, und geben Sie kein Geld. Da die Familie mittlerweile sogar unterschiedliche Identitäten verwendet, sollten Sie zudem stets die Vorlage von Ausweisdokumenten verlangen.


Umstellung der Bilanzierung und Neuregelung der Umsatzbesteuerung

Sehr geehrte Damen und Herren,

fehlende Daten stehen oft der zügigen Erstellung des Jahresabschlusses im Wege. Anhand des Umgangs mit den Daten der Haus- und Mietverwaltung zeigen wir mit einem konkreten Beispiel, welche Möglichkeiten die Bilanzierung nach handelsrechtlichen Vorgaben bietet. 

Zur Umstellung der Rechnungslegung und Bilanzierung auf die Standards des Handelsgesetzbuchs findet in Kürze ein einführendes Webinar statt, in dem die Grundlagen und wesentlichen Änderungen erläutert werden. An einem Termin des Webinars sind noch Plätze frei. Melden Sie sich an!

Beste Grüße

Holger Richter
Projektleiter

Umgang mit Daten der Haus- und Mietverwaltung im Jahresabschluss

Die handelsrechtliche Perspektive auf die Buchführung und die regelmäßige Aufstellung eines Jahresabschlusses hat immer die juristische Person als Ganzes im Blick. Das bedeutet, dass die Buchhaltung und der Jahresabschluss einer Kirchengemeinde vollständig sein und sämtliche sogenannten Geschäftsvorfälle eines Jahres erfassen müssen.

Auch extern verwaltete Vermögen gehören in den Abschluss der Kirchengemeinde. Daher sind sämtliche Erträge und Aufwendungen sowie alle Vermögenswerte und Schulden aus der Haus- und Mietverwaltung zu erfassen, da sie Bestandteil der Kirchengemeinde sind. Dies betrifft unter anderem Mieterträge, Nebenkostenvereinnahmungen, Instandhaltungen, Nebenkostenaufwendungen sowie die Verwaltungsaufwendungen des Dienstleisters. Dazu sind, sofern es einschlägig ist, auch offene Posten zu berücksichtigen – zum Beispiel ausstehende Mieten (als Forderung auf der Aktivseite) oder ausstehende Nebenkostenerstattungen (als Verbindlichkeit oder Rückstellung auf der Passivseite). Offene Posten sind spätestens bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses in der Buchhaltung zu erfassen. Sofern der Kirchenvorstand einen externen Dienstleister mit der Verwaltung der Gebäude beauftragt hat, hat dieser die entsprechenden Daten in der Regel bis zum 31. März des Folgejahres an die Kirchengemeinde zu übermitteln.

Einige Dienstleister kommen dieser Verpflichtung nicht oder verspätet nach. In diesen Fällen ist es möglich, mit Zustimmung des Kirchenvorstands auch ohne die Daten des Dienstleisters den Jahresabschluss aufzustellen und zu beschließen, wenn die fehlenden Bestandteile dokumentiert sind. Mit der Umstellung auf die handelsrechtliche Bilanzierung wird es künftig leichter sein, trotz fehlender Abrechnung der Haus- und Mietverwaltung einen Jahresabschluss mit hinreichend belastbaren Schätzwerten zu erstellen und damit eine zügige Vorlage und Verabschiedung im Kirchenvorstand zu ermöglichen. Die dafür erforderlichen Schätzungen orientieren sich an der Vorgehensweise eines vorsichtigen Kaufmanns und sind abhängig von der jeweiligen Datenbasis zur Haus- und Mietverwaltung, über die die Regionalrendantur und der Kirchvorstand verfügen. Die fehlenden tatsächlichen Daten werden im nächsten offenen Jahresabschluss als periodenfremder Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Gebildete Schätzwerte sind dann gegenzurechnen, und Rückstellungen sind entsprechend aufzulösen.

Bei konkreten Fragen zum Jahresabschluss hilft Ihnen die für Ihre Kirchengemeinde zuständige Regionalrendantur gern weiter. 

Noch freie Plätze im Webinar „Umstellung der Bilanzierung“

Im Webinar „Umstellung der Bilanzierung gemäß den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs (HGB). Einführung und Grundlagen“ am kommenden Dienstag, 9. März 2021, gibt es noch freie Plätze. Interessenten können sich hier anmelden:

Dienstag, 9. März 2021, 18.00 Uhr        zur Anmeldung

Tobias Winkeler und Philipp Schier, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der KPMG AG, erläutern in kompakter Form die Grundlagen der kaufmännischen Bilanzierung, erklären, was sich für Kirchengemeinden beim Jahresabschluss ändert und welchen Nutzen das neue Verfahren für die Finanzplanung hat. 

Die Veranstaltung dauert rund 45 Minuten. Für die Teilnahme ist lediglich ein Computer mit Internetanschluss erforderlich. Im Laufe des Anmeldeprozesses erhalten Sie Hinweise zum Download einer App, die die Teilnahme ermöglicht. Die für die Registrierung erforderliche E-Mail-Adresse wird ausschließlich für den Anmeldevorgang und den Zugang zur Veranstaltung genutzt. Die Datenschutzhinweise des Systemanbieters LogMeIn Inc. finden Sie hier.

 

Das Newsletter Archiv

Unsere Newsletter der vergangenen Monate mit interessanten Informationen haben wir für Sie in unserem Archiv bereitgestellt.

 
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Ust-IdNr. DE 122 777 469
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