KV-Newsletter | Ausgabe März 2022

10. März 2022

KV-Newsletter | Ausgabe März 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

zuerst einmal möchten wir Sie über eine Personalie in unserem Projektteam „Bilanzierung und Umsatzsteuer" informieren. Wir freuen uns sehr, mit Agnes Busch eine neue Leiterin im Team zu haben. Sie wird mit ihrer Kompetenz das Projekt weiter tatkräftig vorantreiben.

Im Rahmen der neuen handelsrechtlichen Bilanzierung betrachten wir in unserem heutigen KV-Newsletter den Anhang näher. Dieser ergänzt und erläutert das Zahlenwerk aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).

In unserem zweiten Beitrag verraten wir Ihnen Neuigkeiten rund um das Projekt „Elektronischer Rechnungsbearbeitungs-Workflow für Pfarreien und Regionalrendanturen". Zum einen konnten wir mit Svenja Doebel eine kompetente Projektleiterin gewinnen, und zum anderen haben wir die nächsten Stufen des Prozesses festgelegt.

Weiterhin möchten wir Sie auf zwei Themen aufmerksam machen, für die Sie bereits heute Vorbereitungen treffen und Termine planen sollten. Zum einen findet ab dem 1. Januar 2025 das neue Grundsteuerrecht Anwendung, und zum anderen geht es um die Wirtschaftsplanaufstellung 2022/2023. Weitere Details finden Sie in dem jeweiligen Artikel und mit Hilfe der eingefügten Links auf unserer Website.

Viel Spaß bei der Lektüre!

 

Mit besten Grüßen

Gordon Sobbeck

Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Ökonom des Erzbistums Köln

 

In eigener Sache

Zum 1. März dieses Jahres gab es personelle Veränderungen in unserem Projekt „Bilanzierung und Umsatzsteuer". Frau Agnes Busch, bislang Leiterin Finanz- und Rechnungswesen der Regionalrendantur West, wird die Leitung des Projekts übernehmen. Vorgesehen ist auch eine Zusammenlegung des Projektes mit der seit 2020 laufenden Jahresabschlussoffensive, die sicherstellen soll, dass die Jahresabschlüsse der Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände künftig zeitnah vorliegen. Mit dem Voranschreiten beider Projekte möchten wir so weitere Synergien heben. Agnes Busch steht für die Projekte Vollzeit zur Verfügung. Holger Richter wird das Projekt weiterhin begleiten.

Veränderungen der Besetzung wird es in den kommenden Wochen auch im Lenkungskreis sowie der Steuerungsgruppe geben.


Informationen rund um den Anhang

In unserem letzten Beitrag zur Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Rahmen des Newsletters erläutern wir Ihnen heute den Anhang.

Freiwillig werden sich die Kirchengemeinden zukünftig an den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für kleine Kapitalgesellschaften orientieren. Für diese ist der Anhang gleichwertiger Bestandteil des Jahresabschlusses. Gemeinsam mit der Bilanz und der GuV vermittelt der Anhang ein – den tatsächlichen Verhältnissen – entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Kirchengemeinde. So wird den Leserinnen und Lesern das Verstehen des Jahresabschlusses deutlich erleichtert.

Aufgabe des Anhangs ist die inhaltliche Erläuterung des Jahresabschlusses mit folgenden Punkten:

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses,

2. Angaben zum Zahlenwerk,

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,

4. wesentliche Posten der Bilanz,

5. wesentlichen Posten der GuV und

6. sonstige Angaben.

Zu 1) Zu den allgemeinen Angaben gehören zusätzliche Angaben, wenn besondere Umstände dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt.

Zu 2) Hinzu kommt, dass die Darstellungsstetigkeit gewährleistet sein muss. Das bedeutet, dass die Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung der Bilanz und der GuV, im Vergleich zum Vorjahresabschluss beibehalten wird. Etwaige Änderungen werden im Anhang ausgewiesen und begründet. Die Vergleichbarkeit mit dem vorhergehenden Jahresabschluss wird ebenfalls durch den Anhang garantiert. Dafür müssen Vorjahresbeträge, die mit den Zahlen des Berichtsjahres nicht vergleichbar sind, angegeben und erläutert werden. Sollten Vorjahresbeträge angepasst worden sein, sind diese nachträglichen Änderungen ebenfalls zu erklären.

Zu 3) Im Anhang werden darüber hinaus alle Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgeführt, die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewandt werden. Diese können zusammengefasst zu Beginn des Anhangs dargestellt werden. Dabei sollten die Methoden möglichst analog zur Reihenfolge der Bilanz- und GuV-Posten beschrieben werden. Auch Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind hier aufzuführen und zu begründen.

Zu 4) Danach kommt die Erläuterung der Bilanz entsprechend der Reihenfolge der einzelnen Posten. Im kirchlichen Kontext werden zumeist die Posten des Anlagevermögens, der Forderungen, des Eigenkapitals sowie Sonderposten und Rückstellungen zu erläutern sein.

Zu 5) Es folgt die Erläuterung der GuV entsprechend der Reihenfolge der einzelnen Posten, sowie die Veränderung des Eigenkapitals durch Entnahmen und Zuführungen in die einzelnen Fonds und Rücklagen. Insbesondere werden unter anderem Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung aufgeführt und erläutert. Darüber hinaus bietet sich hier auch die Möglichkeit, die Zusammensetzung der einzelnen Aufwands- und Ertragsposten detailliert zu erläutern. Es können beispielsweise eventuelle Besonderheiten der Kirchensteuerzuweisungen, Erträge aus dem Pfarrfest oder getätigte Aufwendungen des Kalenderjahres (zum Beispiel im caritativen Bereich) explizit dargestellt werden.

Zu 6) Den Abschluss des Anhangs bilden die sonstigen Angaben. Das sind zum Beispiel Name und Sitz der Kirchengemeinde, die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Durchschnitt über das Jahr beschäftigt waren, oder die Nennung der gesetzlichen Vertreter/innen.

Mittels dieser Angaben kann der Kirchenvorstand zukünftig in Abstimmung mit der Regionalrendantur im Anhang inhaltliche Schwerpunkte zur Erläuterung des Jahresabschlusses setzen, um die Kirchengemeinde über den handelsrechtlichen Jahresabschluss transparent und umfassend zu informieren.

Neuigkeiten aus dem Team „Elektronischer Rechnungsbearbeitungs-Workflow“

Im vergangenen KV-Newsletter haben wir Sie über den Start des Projekts zur Einführung eines Elektronischen Rechnungsbearbeitungs-Workflows für Pfarreien und Regionalrendanturen informiert. 

Wir freuen uns, dass wir mit Svenja Doebel eine kompetente Projektleitung gefunden haben, die den weiteren Prozess mit Hochdruck vorantreibt. Frau Doebel hat bereits das Pilotprojekt im Bereich der Regionalrendantur Süd erfolgreich abgeschlossen.

Das interdisziplinäre Projektteam mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Regionalrendanturen, den Verwaltungsleitungen und dem Erzbischöflichen Generalvikariat geht unter ihrer Leitung die anstehenden Aufgaben mit viel Einsatz und Freude an.

In Abstimmung mit allen Teammitgliedern und Teilprojektmanager/innen werden wir zukünftig in der Kommunikation das Projekt unter dem kurzen und eingängigen Namen DiRekt fortsetzen:

 

 

 

DiRekt nächste Schritte

Aktuell stehen zum einen die Definition von technischen Schnittstellen (zwischen unserem Finanzsystem MACH und DocuWare) und zum anderen die übergreifende Definition und Standardisierung der Workflow-Schritte für alle Beteiligten an: vom Pastoralbüro bis zum Fachbereich Finanz- und Rechnungswesen in den Regionalrendanturen.

Die weiteren Schritte für den Roll-Out des neuen Tools haben wir bereits festgelegt: DiRekt wird zuerst für die Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände der Regionalrendantur Süd eingeführt. In dieser ersten Phase werden die notwendigen Erfahrungen gesammelt, um das Prozedere beziehungsweise den Plan für den Roll-Out in den Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbänden der drei weiteren Regionalrendanturen festzulegen.

Für einen ersten Eindruck zur Software und zur digitalen Rechnungsbearbeitung mit DocuWare empfehlen wir Ihnen dieses circa dreiminütige Video. Bitte beachten Sie, dass im Video das Standardsystem vorgestellt wird, welches nicht unserer individuell programmierten Version entspricht. Deshalb nutzen Sie bitte dieses Video lediglich zu Informations- und nicht zu Schulungszwecken.

In der April-Ausgabe des KV-Newsletters werden wir Ihnen die für Sie regional zuständigen Ansprechpartner nennen und über den weiteren Projektverlauf berichten.

Termine für die Wirtschaftsplanaufstellung 2022/2023 rechtzeitig projektieren

Vielleicht denken einige von Ihnen, die Wirtschaftsplanaufstellung 2022/2023 hat doch noch Zeit. Aber wir sprechen aus Erfahrung: Eine frühzeitige Terminplanung zur Erstellung und Beschlussfassung der Wirtschaftspläne je Mandant Ihres Rechtsträgers ist sehr hilfreich.

Daher möchten wir Sie heute schon auf die wesentlichen Aspekte aus den Prozessbeschreibungen für die Wirtschaftsplanaufstellung (WPA) der Kita-Mandanten NRW 2022/2023 sowie der Betriebs-, Friedhofs- und Betrieb gewerblicher Art-Mandanten 2023 hinweisen, so dass Sie gemeinsam mit der für Sie zuständigen Regionalrendantur frühzeitig Ihre Termine für die Prüfung, Beratung und Beschlussfassung der Wirtschaftspläne festlegen können.

Bitte bedenken Sie, dass ohne die ausdrückliche Beschlussfassung durch den Kirchenvorstand der von der Regionalrendantur entworfene Wirtschaftsplan als nicht genehmigungsfähig gilt. Alle Informationen und Termine aus den beiden Prozessbeschreibungen haben wir für Sie auf unserer Website zusammengestellt. 

Für Rückfragen zum Wirtschaftsplanungsprozess stehen Ihnen die zuständige Regionalrendantur sowie die Abteilung Finanzen & Controlling im Seelsorgebereich unter finanzen-controlling@erzbistum-koeln.de gerne zur Verfügung.

Grundsteuerreform 2025

Ab dem 1. Januar 2025 findet das neue Grundsteuerrecht Anwendung. Vorab müssen jedoch zwingend alle Grundstücke und Gebäude – auch die steuerbefreiten – im Bundesgebiet neu bewertet werden. Dies betrifft selbstverständlich auch den kirchlichen Grundbesitz.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann das Erzbistum Köln noch keine Aussagen zum Umfang der erforderlichen Mitwirkung der Kirchenvorstände oder zu möglichen Kosten tätigen. Im Erzbischöflichen Generalvikariat hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die unter anderem die Aufgabe hat, Ihnen rechtzeitig die notwendigen Daten über Ihre Grundstücke und Gebäude möglichst prüffähig zur Verfügung zu stellen.

Nach Klärung der notwendigen Verwaltungsvorgänge werden wir Sie sowohl in diesem Newsletter als auch hier rechtzeitig über das weitere Prozedere informieren.

Bitte sehen Sie zum jetzigen Zeitpunkt in diesem Fall ausnahmsweise einmal von Rückfragen ab.

 

Das Newsletter Archiv

Unsere Newsletter der vergangenen Monate mit interessanten Informationen haben wir für Sie in unserem Archiv bereitgestellt.

 
Impressum

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Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)
Vertreten durch:
Generalvikar Dr. Markus Hofmann
Marzellenstraße 32
50668 Köln
0049 (0)221 1642 1073
E-Mail: projekt-bilanzierung-steuern@erzbistum-koeln.de
Umsatzsteuer-Identifikations-Nr.:
Ust-IdNr. DE 122 777 469
Verantwortlich i. S. v. § 55 Abs. 2 Gordon Sobbeck