Ablauf QA

Wie läuft eine Qualitätsanalyse ab?

Vorphase

In der Vorphase kündigt sich das QA-Team an und vereinbart einen Termin für ein Vorgespräch, das der Vorbereitung des Abstimmungsgesprächs dient.

Vorgespräch

Ziel des Vorgesprächs ist es, über den Ablauf der Qualitätsanalyse zu informieren, insbesondere das Abstimmungsgespräch vorzubereiten und Materialien vorzustellen und zu erläutern, mit denen die schulischen Gruppen das Abstimmungsgespräch vorbereiten können. Auch wird auf das Online-Unterstützungsportal zum Referenzrahmen Schulqualität  hingewiesen.

An Katholischen Schulen nehmen die Schulleitung und eine Vertreterin/ein Vertreter des Trägers an dem Vorgespräch teil. Dort wird das Verfahren der QA erläutert. Außerdem werden Materialien vorgestellt, die den schulischen Gruppen zur Vorbereitung des Abstimmungsgespräches und der QA dienen können.

Die Schulleitung berichtet im Vorgespräch über den Stand der Schul- und Unterrichtsentwicklung und ggf. die nach dem vorherigen Durchgang getroffenen Zielvereinbarungen, also über den Prozess, Entwicklungsmaßnahmen und die Überprüfung der Zielerreichung. Die Schulleitung stellt zur Vorbereitung auf das Abstimmungsgespräch die Informationen der schulischen Gruppen über die Abläufe der QA sicher.

Die Teilnehmerrunde im Vorgespräch kann um eine Vertreterin bzw. einen Vertreter der Schulseelsorge und ggf. weitere Lehrkräfte (z. B. solche, die mit Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung betraut sind), erweitert werden.

 

Portfolio I

Die Schule stellt dem Qualitätsteam als Vorbereitung zum Abstimmungsgespräch das „Portfolio I“ über TUQAN zur Verfügung: Es umfasst eine kurze Selbstdarstellung, ggf. Zielvereinbarung aus der vorhergehenden Qualitätsanalyse, das Schulprogramm und das schulpastorale Konzept.

 

Vorbereitung in den schulischen Gruppen

In der Schule bereiten sich die schulischen Gruppen – Schülerinnen und Schüler, Eltern/Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulseelsorge – zunächst unabhängig voneinander auf das Abstimmungsgespräch inhaltlich vor. Sie sollen jeweils aus ihrer Perspektive schulische Themen- und Fragestellungen entwickeln, die die Qualitätsanalyse in den Blick nehmen soll. Dabei können die Gruppen die Materialien nutzen, die das QA-Team zur Verfügung stellt. Die genannten Gruppen formulieren ihre Anliegen und Interessen bezüglich der Analyse, um sie im Abstimmungsgespräch selbst vorzutragen. Mögliche unterschiedliche Sichtweisen werden berücksichtigt, d.h. es werden keine Mehrheitsbeschlüsse gefasst, sondern die Anliegen jeder Gruppe sind vom Qualitätsteam aufzunehmen.

 

Das Qualitätstableau

Das Qualitätstableau besteht zum einen aus so genannten Pflichtkriterien, die an jeder Schule zu betrachten sind, und ergänzenden Kriterien, die der Analyse zugrunde gelegt werden, wenn dies im Abstimmungsgespräch von den dort vertretenen Gruppen so festgelegt wird. Aus diesem „Denken von der Schule aus“ werden die ergänzenden Analysekriterien im Abstimmungsgespräch festgelegt, die die Grundlage für die Qualitätsanalyse bilden sollen. Ob auch die Erreichung der Zielvereinbarungen oder Teile davon Bestandteil des Analyseauftrags werden, wird von den schulischen Gruppen – aber auch der Schulleitung und der Vertreterin/dem Vertreter des Schulträgers - festgelegt. Auf diese Weise entsteht ein schulspezifisches Analysetableau.

 

Das Abstimmungsgespräch

Das Abstimmungsgespräch findet ungefähr zwölf Wochen nach dem Vorgespräch statt. Das Verfahren sieht vor, dass die Schulleitung zum Abstimmungsgespräch einlädt. Das Qualitätsteam moderiert das Gespräch und protokolliert es. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hier neben der Schulleitung und dem QA-Team die schulischen Gruppen, in der Regel je drei Vertreterinnen und Vertreter der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft, die Schulseelsorge, der Träger sowie evtl. duale Partner an Berufskollegs.

Die jeweiligen Gruppen stellen ihre Wünsche und Vorstellungen zu Fragestellungen und Themen der QA vor, gemeinsam wird dann das schulspezifische Qualitätstableau entwickelt. Die Fragestellungen der schulischen Gruppen werden im Tableau verortet. Festzuhalten ist aber, dass diese in manchen Fällen nicht oder nicht vollständig in Analysekriterien verortet werden können. Die Qualitätsanalyse kann nur zu solchen Fragestellungen eine Rückmeldung geben, die sie mithilfe der Analysekriterien des Tableaus und ihrer Instrumente zurückmelden kann.

Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung von Vereinbarungen zur Gestaltung der Hauptphase zu folgenden Punkten:

  • Themen- und Fragestellungen für die Qualitätsanalyse = Leitthemen für die Hauptphase
  • Verortung im Qualitätstableau
  • Zeitraum der Hauptphase  
  • Terminierung des Planungsgesprächs, ggf. mit Gebäudebegehung und /oder Informationsveranstaltung
  • Gestaltung der Schulbesuchstage
  • zusätzlich einzureichende Dokumente für die Hauptphase
  • ggf. Entscheidungen zu Maßnahmen der Schulentwicklung bzw. begleitender interner Evaluation
  • ggf. Klärung von Unterstützungsbedarfen

Danach beginnt die Vorbereitung auf die Hauptphase.

Ablauf der Vorphase

Hauptphase

Portfolio II

Spätestens sechs Wochen vor dem Schulbesuch reicht die Schule das Portfolio II ein. Es enthält eine kurze Selbstauskunft und als Pflichtdokumente das Schulprogramm, die Fortbildungsplanung, Grundsätze zur Leistungsbewertung, das schulpastorale Konzept sowie ausgewählte Lehrpläne und ggf. weitere im Abstimmungsgespräch festgelegte Dokumente. Hinzu kommen organisatorische Unterlagen, wie z. B. die für die Hospitationsplanung notwendigen Stunden- und Raumpläne. Dies ist im Vergleich zur 1. Runde eine deutliche Reduzierung der vorzulegenden Pflichtdokumente.

 

Planungsgespräch

In einem Planungsgespräch werden alle Absprachen zu den Schulbesuchstagen zwischen dem Qualitätsteam und der Schulleitung getroffen. Hier wird festgelegt, wann z. B. welche Interviews stattfinden. Im Anschluss daran kann auch ein Interview mit dem Schulträger stattfinden. Wenn dies im Abstimmungsgespräch so festgelegt wurde, kann nach dem Planungsgespräch außerdem eine Gebäudebegehung/Schulrundgang und eine ausführliche Information der Schulgemeinde über das Gesamtverfahren durchgeführt werden.

 

Schulrundgang

Zu dem Schulrundgang werden die Vertreterinnen bzw. Vertreter des Schulträgers von der Schulleitung eingeladen. Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter führt durch die Schule. Die Qualitätsprüferin bzw. der Qualitätsprüfer sowie ggf. ein weiteres Mitglied des Qualitätsteams verschaffen sich einen Eindruck, ob der Unterricht nach aktuellen didaktisch-methodischen Standards durchgeführt werden kann und wie die Schule ihre Gestaltungsmöglichkeiten im Gebäude und Gelände nutzt. Es wird auch in den Blick genommen, ob die katholische Grundausrichtung der Schule an den Räumlichkeiten  erkennbar ist.

Sofern nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt, kann an diesem Tag auch eine Informationsveranstaltung zur QA für die Schulöffentlichkeit vom QA-Team durchgeführt werden.

 

Schulbesuch

Einige Wochen später erfolgt der Schulbesuch mit vier Hospitationstagen: Das Qualitätsteam setzt an den Schulbesuchstagen verschiedene standardisierte Verfahren und Instrumente zur Erfassung und Bewertung der schulischen Qualität ein.

An drei bis vier Tagen finden im 20-Minuten-Takt Unterrichtsbesuche statt, denn diese sind wesentlicher Schwerpunkt der Qualitätsanalyse. Ergänzt werden sie durch ausführliche getrennte Gruppen-Interviews mit allen an der Schule beteiligten Gruppen: Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulseelsorger, Schulleitung und dem nicht-unterrichtenden Personal wie Sekretär/in und Hausmeister/in. Am letzten Besuchstag gibt es zwei mündliche Rückmeldungen:  Die erste für die Schulleitung in Anwesenheit des Schulträgers mit dem Schwerpunkt „Führungsverantwortung der Schulleitung“ und für die Lehrkräfte mit dem Schwerpunkt „Unterricht“. Der ausführliche schriftliche Bericht folgt sechs Wochen später.

 

Bericht

Der Bericht ist allen schulischen Gremien innerhalb einer Woche nach Zusendung zur Verfügung zu stellen. Sie haben das Recht, den Bericht in vollem Umfang lesen zu können. Die Schulleitung soll diesen Gremien – zunächst jeweils einzeln und dann gemeinsam in der Schulkonferenz - darüber hinaus zeitnah die Möglichkeit zu einer innerschulischen Diskussion und Maßnahmenplanung geben. Im Anschluss daran werden dann mit der Schulaufsicht, die an Katholischen Schulen der Schulträger wahrnimmt, Zielvereinbarungen getroffen und schriftlich „SMART“ (SMART: S_pezifisch, M_essbar, A_ttraktiv, R_ealistisch, T_erminiert) fixiert. In diesem Rahmen werden verbindlich Schritte und Planungen zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung getroffen.

 

Erläuterungsgespräch

Darüber hinaus gibt es das Angebot des Erläuterungsgesprächs. Wenn Schulen diese Unterstützung wünschen, kommen die QPs ca. sechs Wochen nach Erhalt des endgültigen Berichts erneut in die Schule, um Fragen, die sich aus der Auseinandersetzung mit dem Qualitätsbericht ergeben, zu beantworten. Sie stehen auch zur Verfügung, um Daten und Impulse im Hinblick auf den Zielvereinbarungsprozess zu interpretieren. Hierzu kann die Schulleitung maximal 12 Personen einladen, wie z. B. Vertreterinnen und Vertreter der Lehrkräfte, der Eltern, der Schülerschaft, die zuständige Schulaufsicht, den Schulträger oder/und Vertreter/in von Fortbildungs- oder Unterstützungseinrichtungen. Konkrete Vereinbarungen zum Zeitpunkt, zur Dauer und zum Setting des Erläuterungsgesprächs werden zwischen der Schule und dem Qualitätsteam getroffen.

 

Ablauf der Hauptphase