Bio-Olympiade im Iran

Internationale Biologie-Olympiade in Teheran

Silbermedaille für Kieran Didi - St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach

Die vier besten Nachwuchstalente Deutschlands im Fach Biologie wurden in in Kiel ermittelt. Vom 27. Mai bis zum 01. Juni 2018 kamen 12 Schülerinnen und Schüler aus acht Bundesländern ans IPN. Die Jugendlichen hatten sich unter mehr als 1500 Teilnehmenden des Wettbewerbs in drei Auswahlrunden gegen große Konkurrenz durchgesetzt und sich für die letzte Bundesrunde im Auswahlwettbewerb zur Internationalen BiologieOlympiade (IBO) qualifiziert.

Nach einer intensiven Arbeitswoche mit umfangreichen theoretischen und praktischen Klausuren und Seminaren zu Botanik, Zoologie, Biochemie, Molekularbiologie und Ökologie stand fest, wer die vier besten sind:

Kieran Didi (17) vom Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium Rheinbach  war einer von vier Olympioniken.

Vier Schüler bildeten  das Nationalteam, das Deutschland bei dem internationalen Wettbewerb vertrat.

Nach  einem intensiven Vorbereitungsseminar in der Schweiz ging es dann zur  BiologieOlympiade nach Teheran.

Dort kämpfen die Jugendlichen dann gegen 60 andere Nationen um Gold-, Silber und Bronzemedaillen.

Die Internationale BiologieOlympiade (IBO) wird jährlich in einem anderen Land ausgetragen. In Deutschland führt das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder die Auswahlrunden durch. Das Auswahlverfahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

The International Biology Olympiad (IBO) is a yearly Biology competition for secondary school students, who are winners of their respective National Biology Olympiad. Their skills in tackling biological problems, and dealing with biological experiments are tested.For a successful performance interest in biology, inventiveness, creativity and perseverance are necessary. IBO gathers young people from over the world in an open, friendly and peaceful mind. IBO is hosted every year by a different IBO member and takes one week. IBO 2018 is being organized by the Ministry of Education, Iran in partnership with The Universities of Tarbiat Modares and Tehran. The event will begin on Sunday 15th July with an Opening Ceremony and will end on Sunday 22nd July 2018. Over the week there will be two full days of exams for participants, split into a practical day and a theoretical day. There will be also a number of excursions and activities for both participants and accompanying adults.

Silbermedaille für Kieran Didi - Bio-Olympiade im Iran

Spannung am St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach

Am St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach war man gespannt, wie Abiturient Kieran Didi im Juli kurz nach der Abiturzeugnis-Übergabe bei der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) in Teheran abschneiden würde. Das Allround-Talent hatte in den vergangenen Schuljahren schon so manchen Preis geholt, aber bei der Olympiade lag die Messlatte sehr hoch. Und wieder war er überaus erfolgreich: Mit einer Silbermedaille und vielen neuen Kontakten kehrte der Euskirchener aus dem Iran zurück.

70 Jugendliche aus mehr als 70 Nationen waren zur IBO angereist

70 Jugendliche aus mehr als 70 Nationen waren zur IBO angereist. „Die Erlebnisse wirken hoffentlich noch lange nach“, so Kieran. Zunächst hatte er sich mit weiteren Teilnehmern aus Deutschland und der Schweiz in Bern auf die Aufgaben vorbereitet. In Teheran schrieb er Klausuren – beispielsweise in Molekularbiologie und Zoologie. Er musste sich mit DNA-Analyse genauso auskennen wie mit Botanik, dass wusste er. „Das Geforderte ging weit über den Stoff, den man in der Schule lernt, hinaus“, berichtet der 18-Jährige. Dennoch: Ohne die Schule hätte er das sicher nicht geschafft. „Meine Lehrer haben mich auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht und ich konnte die Labore in der Schule für meine Vorbereitung nutzen.“ Im Eigenstudium eignete er sich beispielsweise Botanikwissen an. Aus den vorherigen Runden wusste er, dass es nicht einfach werden würde, aber dann war er doch überrascht, wie schwierig die Aufgaben waren – und stolz, sie so gut gelöst zu haben. Zum Beispiel galt es in kurzer Zeit ein Enzym mittels verschiedener Methoden zu untersuchen. „Ich bin stolz, dass ich fast fertig geworden bin, das war nicht zu erwarten!“ Schließlich schaffte er es unter die besten 20 Prozent und erhielt bei der Abschlusszeremonie eine Silbermedaille. Gold gab es für die besten zehn Prozent, unter anderem für den deutschen Teamkollegen Paul Bunk aus Bayern.

Dankbar für die Erfahrung

Die Woche im Iran verbrachte Kieran Didi aber nicht nur über Klausuren und am Seziertisch, wo er einen Egel auseinandernehmen musste, sondern auch mit Sightseeing. „Wir haben eine unglaubliche Gastfreundschaft erlebt“, erzählt Kieran Didi. Eine Medizinstudentin führte das deutsche Team durch die Stadt und erklärte ihm die iranische Kultur, und gemeinsam mit Jugendlichen anderer Nationen unternahmen die Nachwuchswissenschaftler so einiges, unter anderem kulinarische Ausflüge. Dank sozialer Netzwerke bleibt er in Kontakt mit anderen Teilnehmern des Wettbewerbs, die er in Teheran kennen gelernt hat. Mit einem Taiwanesen habe er sich besonders gut verstanden. „Die Woche im Iran wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Ich bin dankbar für die Erfahrung!“

 

Berit Keiser