Dr. Röttgen in St. Josef

Dr. Norbert Röttgen an Sankt Josef - Honnef

10a befragt den Abgeordneten Dr. Norbert Röttgen zu Flüchtlingskrise und Terrorismus

90 Minuten Zeit widmete der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses  unseren letztjährigen Gewinnern  beim Wettbewerb der Bundeszentrale zur politischen Bildung zum Thema „Denkmäler des ersten Weltkrieges“.

 

Um Krieg, Vertreibung und Gewalt ging es auch dieses Mal.  Im Rahmen des Politikunterrichtes hatte die Klasse einen umfangreichen Fragenkatalog zum Themen Flüchtlingskrise und Angst vor Terror vorbereitet.  Vieles wollten sie wissen und Dr. Norbert Röttgen stand in einem sehr schülerzugewandten Dialog Rede und Antwort.

 

Dass Politik nicht immer so einfach und diese Flüchtlingskrise ein „ganz dickes Brett ist“, gab er unumwunden zu. Die seiner Meinung nach größten Probleme seien zum einen die Verbesserung der Lage der Flüchtlinge vor Ort – also in den Krisenregionen und zum anderen die Einigkeit Europas.

„Solidarität ist ein weises Prinzip“, meinte er in diesem Zusammenhang.  Das Gute sei, dass man nie wisse, wer sie als nächstes brauche. 

Aber auch Fragen zu konkreten Ängsten der Schüler  ging er nicht aus dem Weg: „Können wir denn ohne Angst auf den Weihnachtsmarkt gehen? Würden Sie das tun?“ wollten sie wissen.

 

Darauf Röttgen: „Diese Entscheidung muss letztendlich jeder für sich selber treffen. Der eine neigt mehr dazu sich von Ängsten bestimmen zu lassen als der andere.“  Da das Ziel von Terrorismus letztendlich das Verbreiten von Angst sei, lebe er selbst nach der Maxime einen Akt des Widerstands zu leisten, indem er konsequent unsere Art zu leben lebe.

 

 

Dr. Norbert Röttgen

Geboren am 02.07.1965 in Meckenheim; verheiratet, 2 Söhne, 1 Tochter; röm.-kath.

1984 Abitur. 1984 bis 1989 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bonn, 1989 erste, 1993 zweite juristische Staatsprüfung, 2001 Promotion zum Dr. jur. 1993 Zulassung als Rechtsanwalt am Landgericht Köln (ruht seit Oktober 2009), 1999 Zulassung am Oberlandesgericht Köln.
1982 Eintritt in die CDU, 1984 bis November 2010 Mitglied im Kreisvorstand der CDU Rhein-Sieg, 1992 bis 1996 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen; 2001 bis 2009 Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen, November 2009 bis Oktober 2011 Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Mittelrhein, November 2010 bis Juni 2012 Vorsitzender der CDU NRW, seit November 2010 stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands.
Mitglied des Bundestages seit 1994; Oktober 2002 bis Februar 2005 rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Februar 2005 bis Oktober 2009 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion. Oktober 2009 bis Mai 2012 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

 

Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Denkmälern in Bad Honnef

1914/ 2014 – Für Ehre und Vaterland?  - Auf den Spuren des 1. Weltkriegs in Bad Honnef am Beispiel des Löwendenkmals .

So lautet der Titel einer Ausstellung, die die Klasse 9a der Realschule Sankt Josef im  Rahmen eines fächer­übergreifenden Projekts (Geschichte, Politik, Kunst, Deutsch) erarbeitet hat. Anlass für das Projekt war  die Ausschreibung eines Wettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Die Schüler und Schülerinnen der 9a begaben sich auf Spurensuche in Bad Honnef und fanden eine ganze Reihe Denkmäler, die an den 1. Weltkrieg vor 100 Jahren erinnern.  Da am Löwendenkmal in der Giradetallee noch immer alljährlich am Volkstrauertag Kränze zum Gedenken niedergelegt werden, wählte die Klasse dieses als Schwerpunkt und untersuchte folgende Fragen:

 

1.        Wann, warum und von wem wurde das Löwendenkmal errichtet, eingeweiht,verändert?

2.        Welche Bedeutung haben die äußere Gestalt, die Sprache, Begriffe und Symbole?

3.        Welche Rolle haben Ehre und Vaterland gespielt? 

4.        Hat das Mahnmal eine Rolle beim Gedenken an den Krieg und seine Opfer gespielt?  Tut es das nach wie vor?

5.        Welche Bedeutung haben diese Denk- und Ehrenmäler und die Begriffe „Ehre  und Vaterland“  für uns heute noch?

 

Auf ihrer Forschungsreise wanderte die 9a auf durch Bad Honnef, kontaktierte Vertreter der Stadt um an Informationen zu gelangen  und führte ein Unterrichts­gespräch mit Herrn Habicht-Benthin, der sich mit seiner Initiative Wirtschaft für Bad Honnef um eine Verlegung des Denkmals an einen geeigneteren Standort bemüht. Sie besuchten den diesjährigen Volkstrauertag und interviewten den Bürgermeister Otto Neuhoff und Oberstleutnant a. D. Harald Born, der es sich zur Aufgabe gemacht hat– ehrenamtlich -, das Andenken an das „1. Fußartillerie-Regiment Nr. 8 (Rheinisches)“z u pflegen und aufrecht zu erhalten.

 

Außerdem entwickelten sie im Rahmen ihres Kunstunterricht eigene Ideen, wie sie selbst heute ein Denkmal gestalten würden.

 

Die Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler in einer kleinen Ausstellung (6 Infotafeln  sowie Teile der erwähnten Kunstwerke) zusammen­gestellt.

Ab 12.1.2014 bis zum 23.1.2014 wird diese im Foyer des Honnefer Rathauses zu sehen sein.

 

Nataly Weinbeer, betreuende Lehrkraft