Marienberg - Campus

Erzbischöfliche Schulen – Investition in Neubau

PEK: Neubau an Rheinstraße mit optimalen Lernbedingungen

Neuss. Das Erzbistum Köln schafft gemeinsam mit der Stiftung „Kinderheim St. Anna und Schule Marienberg“ eine zukunftsfähige bauliche Perspektive für das traditionsreiche Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss mit seinen Abteilungen Marienberg und Marienhaus.

Das Berufskolleg, das derzeit an zwei Standorten geführt wird, soll künftig vollständig auf dem Areal der Schulen Marienberg (Rheinstraße) beheimatet sein. Hier entsteht unter einem Dach ein Schulstandort, der zusammen mit dem Erzbischöflichen Gymnasium für Mädchen zwei verschiedene Schulformen anbietet.

Neubau an Rheinstraße mit optimalen Lernbedingungen

Dazu soll in den kommenden Jahren auf dem Gelände ein Neubau mit 12 Klassenräumen errichtet werden. In einem zweiten Bauabschnitt werden durch Umbauten in den Bestandsgebäuden (Gebäudeteil D) weitere Räumlichkeiten geschaffen. Die Baumaßnahmen am Marienberg werden von der Stiftung „ Kinderheim St. Anna und Schule Marienberg“ umgesetzt, der das Gelände sowie die Gebäude gehören. Dazu investiert die Stiftung mit Unterstützung des Erzbistums rund 12 Millionen Euro.

Durch den Neubau und die Umbauten werden für die Schülerinnen, Schüler und Studierende des Berufskollegs wie auch für das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg optimale Lernbedingungen geschaffen, die sich an den aktuellen Standards für zeitgemäße Schulgebäude orientieren. Kurze Wege könnten künftig zudem Kooperationen zwischen den beiden Schulformen erleichtern.

Standort Marienhaus zieht um

Der Standort Marienhaus an der Kapitelstraße, in dem derzeit mit Ausnahme des Pädagogik- und Gesundheitsgymnasiums noch die Bildungsgänge des Berufskollegs zum Sozial- und Gesundheitswesen untergebracht sind, wird hingegen nicht weiter schulisch genutzt werden. Die derzeitige Bausubstanz würde Sanierungsmaßnahmen in einem Ausmaß erfordern, bei denen Kosten und Nutzen unverhältnismäßig zueinander stünden. Umgekehrt eröffnet der Umzug des Berufskollegs der Pfarrgemeinde St. Marien als Eigentümerin der Liegenschaft die Möglichkeit, alternative Nutzungsperspektiven in den Blick zu nehmen, unter Berücksichtigung des bestehenden Familienzentrums Kita Maria Goretti.

Erzbischöfliches Berufskolleg und Gymnasium Marienberg in Neuss

Das Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss bietet derzeit Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Wirtschaft und Verwaltung sowie im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen an, die zur Fachoberschulreife, Fachhochschulreife und der Allgemeinen Hochschulreife führen, zum Teil in Verbindung mit einer Berufsausbildung. Zuletzt wurde das Angebot im Jahr 2019 um den Bildungsgang „ Berufliches Gymnasium Gesundheit“ erweitert. 

Das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg bietet als Mädchenschule die Ausbildung im Sekundarbereich bis hin zum Abitur an.

Insgesamt können so am Standort Marienberg mit den beiden Schulformen Gymnasium und Berufskolleg künftig rund 1800 Schülerinnen, Schüler und Studierende ein katholisches Schulangebot wahrnehmen.

 

Artikel in der Rheinischen Post

Marienberg wird größter Schulkomplex
Neubau für das Erzbischöfliche Berufskolleg
NGZ / RP: CHRISTOPH KLEINAU

Marienberg wird größter Schul-Campus

Zwischen Rhein- und Batteriestraße, Glockhammer und Hafenstraße liegen Kloster und Schule Marienberg. Auf diesem Campus soll auch das Erzbischöfliche Berufskolleg einen Neubau bekommen, in dem die beiden Abteilungen zusammengeführt werden.

Das Erzbischöfliche Berufskolleg wird in einem Neubau auf dem Gelände des Mädchengymnasiums zusammengeführt, das sanierungsbedürftige Marienhaus an der Kapitelstraße als Standort aufgegeben. Was aus ihm wird, ist offen.
Erzbischöfliches Berufskolleg soll keine Schule mehr mit zwei Standorten sein


NEUSS | Das Erzbischöfliche Berufskolleg soll keine Schule mit zwei Standorten mehr sein. Deshalb investiert die Stiftung „Kinderheim St. Anna und Schule Marienberg“ in den kommenden Jahren rund zwölf Millionen Euro für einen Neubau auf dem Campus des Gymnasiums Marienberg. Im Ergebnis entsteht ein Schulstandort, der zusammen mit dem Erzbischöflichen Gymnasium Mädchen zwei verschiedene Schulformen anbietet. Mit Platz für 1800 Schülerinnen wäre das der größte Schulkomplex unter einem Dach im Stadtgebiet.


Vorarbeiten seit einem Jahr


Die Vorarbeiten laufen seit rund einem Jahr und sind nach Angaben von Heiner Kaumanns, einem der vier Kuratoriums-Mitglieder der Stiftung, weit gediehen. Eine Machbarkeitsstudie liegt vor, Fragen der Denkmalpflege wurden geklärt, sodass Anfang kommenden Jahres ein Bauantrag gestellt werden kann. Ein Zeitpunkt für den Baubeginn steht noch nicht fest.


Das Berufskolleg in seiner heutigen Form entstand im Jahr 2006


Das Berufskolleg in seiner heutigen Form entstand im Jahr 2006. Damals wurden die Höhere Handelsschule und das Wirtschaftsgymnasium an der Rheinstraße einerseits und das Berufskolleg für Sozial- und Gesundheitswesen, das seit 1975 im Marienhaus an der Kapitelstraße beheimatet ist, andererseits unter einer Leitung zusammengefasst. Seit damals bestand die Hoffnung, die beiden Abteilungen auch baulich zusammenzuführen, berichtet Kolleg-Leiterin Gerda Himmels. Forciert wurden die Pläne jetzt, weil die Bausubstanz des Marienhauses Sanierungsmaßnahmen in einem Ausmaß erforderlich macht, bei denen Kosten und Nutzen unverhältnismäßig zueinander stünden. „Auch wenn die Aufgabe des Marienhauses mit einer gewissen Wehmut einhergeht, überwiegt bei mir dennoch die Freude darüber, dass für das Marienhaus ein zukunftssicherer Standort gefunden worden ist“, sagt Himmels. Sie selbst wird den Umzug nicht miterleben, da sie im Januar nach 23 Jahren in leitender Funktion am Kolleg aus dem Schuldienst ausscheidet. Ihre Stelle ist ausgeschrieben, ein Nachfolger noch nicht benannt.
Den Schulneubau am Standort Marienhaus zu errichten, wurde verworfen.


Durch die Aufgabe des Schuldstandortes im Marienhaus, in dem das Berufskolleg größter Mieter ist, eröffnet sich für die Pfarrgemeinde St. Marien als Eigentümerin der Liegenschaft die Möglichkeit, alternative Nutzungsperspektiven in den Blick zu nehmen. Dabei wäre aber Rücksicht auf das Familienzentrum Maria Goretti zu nehmen. Konkerete Pläne gäbe es noch nicht, betont Paul Goertz, Verwaltungsleiter des Seelsorgeverbundes Neuss-Mitte. Er rechnet ohnehin damit, dass die Schule das Marienhaus nicht vor Anfang 2024 Richtung Neubau verlassen kann.

Den Schulneubau am Standort Marienhaus zu errichten, wurde als Option geprüft, aber verworfen. Stattdessen nahmen die Stiftung als Bauherr und das Erzbistum als Betreiber den Standort Marienberg in den Blick, wo nach Darstellung von Heiner Kaumanns drei mögliche Lösungen entwickelt wurde. Die favorisierte Variante sieht nun vor, einen Anbau an den Klosterkonvent der Schwestern vom Armen Kinde Jesu, der nicht mehr benötigt wird, abzutragen. Das denkmalgeschützte Kloster selbst bleibt unangetastet. Ja, das alte Erscheinungsbild Richtung Innenhof werde wiederhergestellt, sagt Kaumanns. Parallel zur Batteriestraße und oberhalb der Stadtmauer entsteht ein Neubau mit zwölf Klassen, der in Richtung der Klosterkirche einschwenkt und an den Altbau aus den 1920er Jahren (Gebäudeteil D) anschließt. Der wird in einem zweiten Bauabschnitt für das Kolleg umgebaut.


INFO
Zwei unterschiedliche Abteilungen, ein Kolleg

Marienberg Am Standort Marienberg ist die Schule für Wirtschaft und Verwaltung als eine von zwei Abteilungen des Berufskollegs untergebracht. Ihre Anfänge reichen ins 19. Jahrhundert zurück. In ihr ging die ehemalige höhere Handelsschule auf.

Marienhaus Die Abteilung Marienhaus des Berufskollegs ist in Neuss die einzige Angebotsschule im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen. Ein Kernbereich ist die Erzieherausbildung.

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