Woyzeck

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Woyzeck Wer rettet den Helden? ..und was rettet die Welt..

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Woyzeck Scheiternder Don Quijote Figur

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Woyzeck KEIN PLATZ FÜR HELDEN

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Woyzeck Antiheld

Woyzeck - Kardinal Frings Theater "KFT"

Kein Platz für Helden

Wer rettet den Helden?

..und was rettet die Welt..

 

Die Krise hat längst das Heldentum erreicht. Der Untergang des Helden ist das Indiz  einer nicht mehr vorhandenen Gemeinschaft für die er tätig sein konnte.

Die moderne Literatur hat keinen Platz mehr für den Helden. Gezeigt wird der Antiheld. Der Einzelne ist weder als individueller Charakter noch als Typus, sondern vielmehr in seiner menschlichen Substanz interessant, die wesentlich mehr von seiner Beziehung zur Gesellschaft oder Außenwelt überhaupt abhängig erscheint als von Familie und Tradition.

Der Einzelne wird stärker von seinem Innenleben, von Bewusstsein und Lebensgefühl her gesehen als von möglichen Aktivitäten. Und er ist ein Versager, ein Scheiternder, eine Don‑Quijote‑Figur.

WOYZECK! von Georg Büchner – Stationendrama des Kardinal-Frings-Theaters

Jubiläumsinszenierung zum 20jährigen Jubiläum des KFT am KFG

"Schule macht Theater" - "Theater macht Schule".

 "WOYZECK!" - Stationendrama des Kardinal-Frings-Theaters.

 

  • Regie Andreas Amberg
  • Regieassistent Lia Goldberg, Constantin Spanier
  • Dramaturgie David Scherer
  • Bühne / Requisite Antonia Nürnberger
  • Kostüm / Maske Antonia Thomas
  • Technik / Licht Zacharias Bögle
  • Musik (live u. aus off) N.N. v.a.Akkordeon, Trompeten-/Posaunensignal, Trommel(n)
  • Künstlerische Beratung Emmanuel da Silva
  • Dramaturgische u. pers. Beratung Elisabeth Zens-Hoffmann

Woyzeck hat keine dramatische Fallhöhe mehr; er liegt immer schon am Boden

Woyzeck gilt als Markstein innerhalb der Geschichte des deutschen Dramas. Hier werden dramatische Formen erprobt, die erst später in ihrer innovativen Leistung begriffen wurden.
Woyzeck hat keine dramatische Fallhöhe mehr; er liegt immer schon am Boden. Woyzeck ist Objekt einer inkohärenten Gesellschaft, deren Sprache aufgebraucht ist.
Viele Personen, parallele Handlungsstränge, kaum Zeitangaben, viele unterschiedliche Räume, noch mehr Personen unterschiedlichen Stands und eine Sprache als Abbild sozialer Stände erfordern einen dramaturgischen Klebstoff, der sich in einem Konglomerat aus literarischen Montagen, Körperlichkeit , Symbolik und konstitutiven Regieanweisungen findet.

Sozialtragödie mit einer subbürgerlichen Hauptfigur

Es handelt sich dabei um die erste Sozialtragödie mit einer subbürgerlichen Hauptfigur. Hintergrund war ein Mordfall in Leipzig, der öffentlich stark diskutiert wurde. Durch diese revolutionäre Stoffwahl, den Verzicht auf die typisch Tragödiensprache und die Solidarität mit dem Leid der Geringsten erreichte Büchner hier hohe Konkretion und Einfachheit ohne Pathos. 

Die Sprache hat als Königsdisziplin des Dramas abgedankt. Sie gefällt sich in der Zerschlagung der Syntax . Ein  zum Monolog mutierter Dialog und der sprachliche Herrschaftsanspruch weniger zerstört gemeinschaftliches Handeln.

Andreas Amberg und seine Truppe stemmen mit Woyzeck ein Projekt, das seine Aktualität nie verloren hat.

 

 

Man darf auf die Aufführung im Juni gespannt sein

Woyzeck thematisiert den Verlust einer geschlossenen Gesellschaft, eines einheitlichen und umfassenden Glaubens- und Weltverständnisses
Gezeigt wird der Abschied vom Helden: der „Held“ ist ein Durchschnittsmensch mit allen Schwächen und Gebrechlichkeiten, geängstigt, zerrissen, mittelmäßig, oft verzagend und bietet dem Zuschauer kein Identifikationsangebot mehr. Die Menschen sind in ihrem Handeln den Trieben unterworfen und haben sich vom Identitätskonzept verabschiedet.

Man darf auf die Aufführung im Juni gespannt sein.

-gru-