LabORA 2020

28. Januar 2020

LabORA 2020

 

Wonach 'riechen' Religionslehrer?

Wenn P. Christian Dieckmann, Benediktinermönch der Abtei Kornelimünster, andere benediktinische Gemeinschaften besucht, nimmt er den besonderen ‚Stallgeruch‘ wahr, der das jeweilige Haus ausmacht – ob in Deutschland oder Frankreich, ob alt oder jung. Diese Erfahrung teilte er mit Religionslehrerinnen und Religionslehrern unterschiedlicher Schulformen im Erzbistum Köln, die in der Abtei Kornelimünster „LabORA-Tage“ verbrachten.

Sie verrichteten ihre tägliche Arbeit (labora) – Korrekturen, Unterrichtsplanungen, Zeugnisse schreiben, Noten geben etc. – und nahmen an den Gebetszeiten der Mönche sowie weiteren geistlichen Angeboten (ora) teil. Arbeit, Gebet, Mahlzeiten und Erholung sollten in einem rechten Maß die Tage prägen, die die Schulabteilung des Erzbistums in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildungschon zum zweiten Mal angeboten hat.

Alles miteinander verband die Frage nach dem eigenen geistlichen „Stallgeruch“, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Schulen, in ihrem Unterricht, in ihrem Alltag „verströmen“. Welchen Einfluss hat der Glaube, der mich trägt, für mein tägliches Tun? Was scheint zwischen den Worten, die ich spreche und schreibe, oder auch den Noten und Bewertungen, die ich gebe, hindurch?

In den Zeiten der Arbeit und mehr noch in den Zeiten des Gebetes und der Erholung wuchs in den drei Tagen ein reger Austausch und eine gute Gemeinschaft heran, die aus Kornelimünster wieder in ihren Schulalltag startete, um dort – vielleicht umso bewusster – ihren geistlichen Stattgeruch zu verströmen.