Der Wut mit Hoffnung begegnen

2. Mai 2019 Henning Schoon

Altenberg. Mit einem festlichen Gottesdienst im Altenberger Dom haben rund 2000 Teilnehmende am Vormittag des Maifeiertages die Aussendung des Altenberger Lichts 2019 gefeiert. Viele von ihnen reisten bereits am Dienstag zu dem zweitägigen Treffen an, nahmen an Spiele- und Sportaktionen teil und feierten gemeinsam die Vigil, das Nachtgebet der Kirche. Rund 600 junge Menschen übernachteten anschließend in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg und in Zelten.

 

Die Aussendungsmesse wurde vom Diözesanjugendseelsorger des Erzbistum Köln, Tobias Schwaderlapp, geleitet. Er ging in seiner Predigt auf das Motto des diesjährigen Treffens ein, die Begriffe „ Wutmensch“ und „Mutmensch“. Viele Personen würden gerade in verschiedenen Zusammenhängen wütend sein, legte Schwaderlapp dar. Dies zeige, dass ihnen ein bestimmtes Anliegen wichtig sei. Manche blieben allerdings in diesem „Ist-Zustand“ stehen. „Der mutige Mensch hebt hingegen den Blick und sagt: ‘es könnte auch anders sein, und vielleicht könnte ich dazu einen Beitrag dazu leisten, was wird’“, sagte Schwaderlapp. Der Mut, Dinge anzupacken, sei ein Hoffnungszeichen, das zehn Tage nach dem Osterfest besonders deutlich werde. Dies gelte auch für die Kirche, die „eine Gemeinschaft ist derer, die sich um das Lagerfeuer der Hoffnung versammeln und die Hoffnung kultivieren“, so Schwaderlapp.

 

Nach der Messe wurde das Altenberger Licht von Ehrenamtlichen, die in einem Initiativkreis die Veranstaltung jedes Jahr organisierten, an die Gottesdienstbesucher ausgeteilt. Viele von ihnen hatten Laternen, Öllampen und Kerzen mitgebracht, um die Flamme in ihre Kirchengemeinden oder zu sich nach Hause zu tragen.