Erzbistum Köln - Caritas - Katholische Schwangerschaftberatung

14. August 2019 DiCV Köln/ Newsdesk

Köln. Insgesamt 9.849 Personen haben im vergangenen Jahr die Angebote der katholischen Schwangerschaftsberatung im Erzbistum Köln in Anspruch genommen. Beraten wurden dabei 9.337 Frauen und 512 Männer. Damit ist die Zahl der (werdenden) Väter, die bei esperanza Hilfe suchten um 20 Prozent gestiegen.

Großes Thema in den Beratungsgesprächen: Wohnungsnot

Mit fast 60 Prozent hatte 2018 mehr als jede zweite Frau, die sich beraten ließ, ausländische Wurzeln. 5.555 Frauen mit Migrationshintergrund besuchten 2018 die 36 Beratungsstellen im Erzbistum Köln, fast 250 mehr als ein Jahr zuvor. 27 Prozent der Frauen kamen als Geflüchtete nach Deutschland. „Diese Frauen sind oft in existenzieller Not. Das Einkommen reicht nicht, die Wohnung ist zu klein.

Hinzu kommt, dass aus dem sozialen oder familiären Umfeld wenig Hilfe kommt – auch etwa, wenn es um Fragen rund um die Geburtsabläufe geht“, sagt Anke Hirsch, Referentin für Schwangerschaftsberatung beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. esperanza, so Hirsch, sei auch ein Frühwarnsystem für die sozialen Verhältnisse in unserem Land. „Und da geht es derzeit nun mal sehr um das Thema Wohnungsnot.“

esperanza hilft mit Babykleidung und -ausstattung

Um fast 30 Prozent gestiegen ist die Zahl der Ratsuchenden, die Angst vor einer Erkrankung oder Behinderung ihres ungeborenen Kindes haben. Auch Fragen zu den Themen Vorsorge und Gesundheit von Mutter und Kind nahmen deutlich zu. esperanza half 2018 mit insgesamt 3,4 Millionen Euro. Finanziert wurden etwa Schwangerenbekleidung oder eine Baby-Erstausstattung. Das Geld stammt aus kommunalen Hilfsfonds, der Bundesstiftung Mutter und Kind sowie dem bischöflichen Hilfsfonds.