Valentinstag 2021: Ein Feiertag der Liebenden

Der Valentinstag am 14. Februar ist der Tag der Verliebten. Er geht zurück auf den heiligen Valentin. Erfahren Sie mehr über die Bräuche, den Heiligen und Gestaltungsideen in Corona-Zeiten!

25. Januar 2021

Am Valentinstag werden Ehepaare gesegnet

In Deutschland wird der Valentinstag in den letzten Jahrzehnten immer populärer. Valentinsgrüße kamen erst langsam nach dem 2. Weltkrieg durch Einflüsse aus den USA in Mode. Noch bis zur Jahrtausendwende hatte sich der Brauch in Deutschland – mit Ausnahme der Floristen – nicht allgemein eingebürgert. Mittlerweile werden am 14. Februar auch besondere Gottesdienste gefeiert und Ehepaare gesegnet. Diese können ihr Eheversprechen vor Gott erneuern. Verlobte Paare können Gottes Beistand in der Ehevorbereitung erbitten.

Eine Übersicht über die speziellen Angebote im Erzbistum Köln zum Valentinstag im Jahr 2021 finden Sie hier:

> Spirituelle Angebote am Valentinstag 2021

In Köln gestaltet das Stadtdekanat in besonderer Weise den >"Kölner Valentinstag".

In Düsseldorf bietet das ökumenische Team der Dominikaner und der Neanderkirche in diesem Jahr den Valentinssegen „to go“ an. Interessierte können sich am 14. Februar von 16 bis 18 Uhr in der Kirche St. Andreas, Andreasstraße 10, oder in der Neanderkirche, Bolkerstraße 36, ein kleines Segenspaket abholen.

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Eindrücke vom Kölner Valentinstag 2019

Valentinstag in Corona-Zeiten feiern

Valentinstag fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag, genugenommen den Karnevalssonntag. Da der coronabedingte Lockdwon auch bis mindestens 14. Februar dauert, sind Veranstaltungen an diesem Tag kaum möglich. Nur Gottesdienste werden möglich sein. Für Paare bietet gerade dieser Rahmen die Chance, sich auf einanander näher einzulassen

Wir haben einige Ideen gesammelt, um in dieser besonderen Zeit den Valentinstag zu begehen:

  • gemeinsam ein Menü kochen und anschließend als romantisches Candlelight-Dinner genießen
  • sich gegenseiteig einen Brief schreiben und darüber ins Gespräch kommen
  • sich gegenseiteig davon erzählen, was man am Anderen besonders schätzt
  • Romantischer Filmabend zu zweit
  • Bilder, Collagen oder Worte als selbstgebastelte Geschenke verschenken 

Der heilige Valentin

Darstellung des Hl. Valentin im Kölner Dom (in der Maternuskapelle auf dem geschlossenen Kreuzigungsaltar)

Die Überlieferung unterscheidet und vermischt zugleich zwischen einem Valentin von Terni und einem Valentin von Rom. Womöglich handelt es sich aber auch um ein und dieselbe Person.

Der Valentinstag geht wahrscheinlich auf den heiligen Valentin von Terni zurück. Er war im 3. Jahrhundert Bischof von Terni in Umbrien (Italien). Valentin soll durch Krankenheilung viele Menschen für den christlichen Glauben gewonnen haben und starb dafür um das Jahr 268 den Märtyrertod in Rom. Seine Verehrung ist seit dem 4. Jahrhundert in Rom bezeugt. Ihm zu Ehren errichtete Papst Julius I. eine Basilika, in der er Leinen- und Seidentücher verwahrte. Diese sogenannten Berührungsreliquien wurden an diesem Ort verehrt. Das Brauchtum am Valentinstag lässt sich nicht auf den heiligen Valentin selbst zurückführen.

Vielleicht handelt es sich aber auch um den römischen Priester Valentin, der am 14. Februar 209 das Martyrium erlitt. Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell getraut und in Partnerschaftskrisen geholfen haben.

Valentin ist aber nicht nur der Patron der Liebenden, Verlobten und Heiratswilligen, sondern auch der Jugendlichen, der Reisenden und der Imker. Er bewahrt vor Ohnmachtsanfällen, Gicht, Gebärmutterkrankheiten und Epilepsie.

Warum ist am 14. Februar Valentinstag?

Dass der Valentinstag der Tag der Verliebten ist, könnte auch daher stammen, dass die Kirche in frühen Zeiten am 14. Februar das Fest der Darstellung Jesu im Tempel ("Darstellung des Herrn") beging - auch im biblischen Bild des Bräutigams. Vom himmlischen Bräutigam blieb später nur der Bräutigam über - und aus dem kirchlichen wurde ein weltlicher Festtag.

Dass der Valentinstag auf den 14. Februar fällt, hängt mit der Verschiebung des Weihnachtsfestes zusammen. Im 4. Jahrhundert wurde Weihnachten auf den 25. Dezember vorverlegt. Das Fest „Darstellung des Herrn“ 40 Tage nach Weihnachten fiel damit auf den 2. Februar, an dem es Christen noch heute begehen. Ursprünglich wurde es am 14. Februar gefeiert, der nun zu einem liturgisch freien Tag wurde.

Papst Gelasius I. führte den Gedenktag 469 ein, der nach der Regionalreform im deutschen Sprachgebiet (1972) aus dem römischen Generalkalender gestrichen wurde. Seit diesem Jahr begeht die Kirche im deutschen Sprachraum den Gedenktag des heiligen Valentins liturgisch nicht mehr aktiv. Heute gedenkt die katholische Kirche in Deutschland am 14. Februar im Gottesdienst primär der heiligen Cyrill und Methodius (Glaubensboten bei den Slawen, Schutzpatrone Europas).

Nichtchristliche Wurzeln des Valentinstags

Der Valentinstag hat auch heidnische Wurzeln. Mitte Februar gedachte man im alten Rom der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Die Frauen bekamen Blumen geschenkt. Ebenfalls im Umkreis des 14. Februar wurde das Fest des Hirtengottes Lupercus gefeiert. In einer „Liebes-Lotterie“ fanden junge Frauen und Männer durch Losentscheid zueinander.

In vielen Ländern wird Valentin als Patron der Liebenden und Heiliger der Zärtlichkeit verehrt. Seit mehr als 500 Jahren erwählen Frauen und Männer in England und Schottland am Valentinstag einen „Valentin“ oder eine „Valentine“.

Kardinal Woelki zum Valentinstag

Kardinal Woelki zum Valentinstag