2. August: Gedenken der Sinti und Roma, die im Nationalsozialismus ermordet wurden!

Diözesan- und Dombibliothek
Diözesan- und Dombibliothek
Diözesan- und Dombibliothek
Diözesan- und Dombibliothek

Diözesan- und Dombibliothek Medienzentrale

Virtuelle Gedenkveranstaltung, Informationen und Filmtipps zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

30. Juli 2020

2. August: Gedenken der Sinti und Roma, die im Nationalsozialismus ermordet wurden!

Der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma erinnert an die letzten 4300 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau inhaftierten Sinti und Roma, die in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordet wurden.

Wir gedenken der Ermordeten, Gequälten, Verfolgten und Entrechteten!

Am 2. August 2020 findet eine mehrsprachige virtuelle Gedenkveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und des Verbands der Roma in Polen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau statt.

Es hat quälend lange gedauert bis die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma in Deutschland als Völkermord anerkannt worden ist.

Und bis heute ist die Situation von Sinti und Roma in Deutschland und Europa von Diskriminierung, Ablehnung und Vorurteilen geprägt.

In keinem Land bekommen die Volksgruppen die gleichen Chancen auf ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand wie ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger.

In vielen osteuropäischen Ländern müssen Roma nicht nur am Rand der Gesellschaft in Armut leben, sondern auch um ihre Sicherheit fürchten.

In anderen Ländern, darunter Deutschland, werden sie entweder abgewiesen, wenn sie vor Diskriminierung fliehen, oder sie stehen ebenfalls der Ablehnung bis offenen Gewalt eines großen Teils der restlichen Bevölkerung gegenüber.

In den letzten Jahren ist der Antiziganismus in der deutschen und europäischen Mehrheitsgesellschaft noch größer geworden. Viele Fälle zeigen die Zunahme der Ablehnung und Gewaltbereitschaft, z.B.:

> am 11. Juli 2019 wurde das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin geschändet

> während der Coronakrise wird in vielen europäischen Ländern Stimmung gegen Sinti und Roma gemacht

Diese Situation ist unhaltbar!

In unserer Medienliste (s.u.) finden Sie Filme, die die Situation von Sinti und Roma darstellen. Sie können helfen, Vorurteile abzubauen und ein menschenwürdiges Zusammenleben fördern.

Eine weitere Medienliste empfiehlt entleihbare Filme zum Thema Porrajmos/Shoah/Holocaust.

Die Abbildung zeigt das Coverbild der entleihbaren DVD "ANTIZIGANISMUS – EINE FILMREIHE ÜBER SINTI UND ROMA UND ANTIZIGANISMUS" (Gesamtlänge: 140 Min., D, 2014, Medienprojekt Wuppertal)

> Virtuelle Gedenkveranstaltung am 2. August 2020 des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und des Verbands der Roma in Polen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau

> Filmtipps aus dem Verleih der Medienzentrale Köln: Medienliste "Sinti und Roma" (PDF)

> Medien aus dem Verleih der Medienzentrale Köln zum Holocaust: Medienliste "Shoah" (PDF)

> “Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma trauert um den Auschwitzüberlebenden Max Lauenburger” Pressemitteilung und Nachruf des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma (30.06.2020)

> Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

> Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

> Rom e.V. Köln

> Neu erschienener Sammelband: „NICHTS GELERNT?! – Konstruktion und Kontinuität des Antiziganismus.“ Peters, Katharina/Vennmann, Stefan (Hg.). Duisburg (Situationspresse) 2019

> Broschüre „Antiziganismus“ hg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Heft 1/2-2018 aus der Reihe "Bürger & Staat"). Das Heft informiert detailliert über Definitionen, Erscheinungsformen und Gegenstrategien und ist kostenlos download- und bestellbar

> "Der Rassismus gegen die Roma zerstört Europa von innen" Beitrag von Karl-Markus Gauß in der Süddeutschen Zeitung (30.06.2018)

> „Sinti und Roma in der Coronakrise. Es drohen Rassismus, Pogrome, Hungersnot“ Beitrag von Matthias Meisner in: Der Tagesspiegel (26.03.2020)

> Weitere Informationen zur Situation von Sinti und Roma finden Sie z.B. beim Mediendienst Integration