Der Erzbischof lädt zur Mitwirkung im Betroffenenbeirat ein

Betroffene, die in ihrer Kindheit in der Institution der Katholischen Kirche sexualisierte Gewalt erfahren haben, sind eingeladen, sich im Betroffenenbeirat des Erzbischofs von Köln zu engagieren und damit die fachliche Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt im Erzbistum Köln zu unterstützen.

Wort des Bischofs – "Austausch auf Augenhöhe"

Aufgaben des Beirats

Aufgabe des Betroffenenbeirates ist es, zur Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt im Erzbistum Köln einen Beitrag zu leisten sowohl hinsichtlich der Maßnahmen der Prävention wie auch im Bereich der Intervention. Der Betroffenenbeirat als Expertengremium begleitet die Arbeit des Erzbistums Köln im Themenfeld der sexualisierten Gewalt aus Sicht des Betroffenen. Er ist Impulsgeber; erarbeitet Positionen und Vorschläge im Hinblick auf geplante neue Maßnahmen und setzt sich kritisch mit den bereits geltenden Regelungen zum Umgang mit Fragen der sexualisierten Gewalt auseinander.

Arbeitsweise des Betroffenenbeirates

  • Die Mitarbeit im Betroffenenbeirat ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Die Mitglieder des Beirates erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung und eine Erstattung ihrer Fahrtkosten nach Maßgabe der Erstattung von Dienstreisekosten im Erzbistum Köln.
  • Die Themen, mit denen sich der Betroffenenbeirat beschäftigt, generieren sich sowohl aus den Anliegen der Betroffenen wie auch aus den Fragestellungen des Erzbistums.
  • Die Arbeit des Betroffenenbeirates wird begleitet vom Beraterstab des Erzbischofs sowie von der Stabsstelle Intervention und der Koordinierungsstelle Prävention des Erzbistums.
  • Der Beirat tagt 4 Mal jährlich. Bei aktuellem Krisengeschehen kann der Beirat zur Abgabe einer Empfehlung auch über die regulären Sitzungen hinaus zur Beratung einberufen werden. Des Weiteren ist auch die Durchführung einer Klausurtagung (als Tagesveranstaltung) einmal im Jahr möglich.

Zusammensetzung des Beirats

Die Mitglieder des Betroffenenbeirates sollten

  • Primärbetroffene unseres Erzbistums
  • unterschiedlichen Alters
  • aus verschiedenen Feldern des Missbrauchs sein.

Der Beirat besteht aus 12 Mitgliedern. Die Beiratsfunktionsstellen werden nach Möglichkeit paritätisch besetzt.

Besetzungsverfahren

Für die Besetzung des Beirates wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Die eingegangenen Interessensbekundungen werden von einem Ausschuss des Beraterstabs des Erzbischofs gesichtet. Diese führen mit dem an der Mitarbeit interessierten, geeigneten Personenkreis ein persönliches Gespräch und schlagen anschließend dem Beraterstab Personen für die Besetzung der Beiratsstellen vor. Über die Besetzung der Beiratsstellen entscheidet der Beraterstab im Auftrag des Erzbischofs. Die Besetzung der Beiratsfunktionsstellen erfolgt zunächst auf die Dauer von 2 Jahren.

Selbstverständlich werden alle eingehenden Interessensbekundungen vertraulich behandelt.

Abgabe der Interessensbekundung

Für Ihre Interessensbekundung nutzen Sie bitte unser Online-Formular oder richten Sie diese bis zum 15.12.2018 postalisch (PDF-Datei zum Ausdrucken), per Fax oder E-Mail an:

Beraterstab des Erzbischofs für Fragen von sexualisierter Gewalt

Die Vorsitzende Frau Dr. Strauer
-Betroffenenbeirat –
Stabsstelle Intervention
Marzellenstraße 32
50606 Köln

Fax: 0221 1642 1824
E-Mail: betroffenenbeirat@erzbistum-koeln.de

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