Bestattungsformen

Bestattungsformen

Die traditionelle Form der kirchlichen Bestattung ist die sogenannte Erdbestattung, bei der der Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen in die Erde gesenkt wird. Den Körper als Ganzes zu bestatten ist eine Weise, die Würde des Verstorbenen zu achten. Diese Bestattungsform erinnert außerdem an die Beerdigung Jesu, der gewaschen, gesalbt, in Leinentücher gehüllt und in einem Grab bestattet wurde. Die Kirche erlaubt auch die Beisetzung der Asche nach einer Feuerbestattung in einer Urne, denn sie glaubt, dass der Verstorbene in die Hand Gottes zurückfällt und nicht einfach in den Kreislauf der Natur zurückkehrt.

Priester, Diakon und beauftragte Laien nehmen die kirchliche Begräbnisfeier vor. Wer keine kirchliche Bestattung wünscht und einen freien Trauerredner vorzieht, muss bei der Pfarrei als Trägerin des kirchlichen Friedhofs fragen, ob dies möglich ist.

Asche zu Asche?

Wie unterscheiden sich Leichnam und Asche eines Verstorbenen? Was lässt sich theologisch dazu sagen, und welche Folgen hat das für den Umgang mit beiden im Rahmen der kirchlichen Begräbnisfeier? Der Liturgiereferent des Erzbistums Köln Prof. Alexander Saberschinsky setzt sich mit diesen Fragen auseinander und wirbt dabei für seelsorgliches Einfühlungsvermögen.

> Artikel: Asche zu Asche? Was die Bestattung der Toten den Lebenden zu denken gibt (PDF)

Vatikan: Asche Verstorbener zu verstreuen bleibt unerlaubt

Die katholische Kirche bevorzugt weiterhin die Erdbestattung. Gleichzeitig regelt sie im Fall der Feuerbestattung die Aufbewahrung der Asche: So sind das Ausstreuen der Asche (in der Luft, im Wasser und in der Erde) sowie andere Praktiken wie das Pressen als Erinnerungsdiamanten bzw. die Aufbewahrung in einem Schmuckstück oder in anderen Objekten sowie außerhalb von Friedhöfen und heiligen Orten für die katholische Kirche untersagt.

Zu Einzelheiten vgl. die Instruktion „Ad resurgendum cum Christo“ (2016) über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche. > mehr

> Dokument und weitere Arbeitsmaterialen

Bestattung in Ruhe- und Friedwäldern

Das Erzbistum Köln hat 2013 eine Regelung hinsichtlich der kirchlichen Bestattung in naturbelassenen Waldstücken veröffentlicht. Die Beisetzung einer Urne mit der Asche eines Verstorbenen ist unter bestimmten Bedingungen möglich. > mehr

Anonyme Bestattung

Verstorbene werden ohne Bekanntgabe der Bestattung, ohne Teilnahme der Öffentlichkeit und ohne Bezeichnung der Grabstätte bestattet. In ihrer Orientierungshilfe „Tote begraben und Trauernde trösten“ erläutern die Deutschen Bischöfe im Jahr 2005 auf den Seiten 24-28, was anonyme Bestattung bedeutet.

Das vollständige Dokument finden Sie unter: > mehr

Würdiger Umgang mit der Totenasche

Bei einem Podiumsgespräch in Köln wurde über die fragwürdige Praxis der Kommunen, die Metallteile aus der Totenasche entfernen und verkaufen, diskutiert.

Bestattung in anderen Religionen

Das Erzbistum Köln sucht den Dialog innerhalb der kirchlichen Ökumene, aber auch mit anderen Religionen, religiösen Gemeinschaften sowie Konfessions- oder Religionslosen.
> Weitere Informationen unter "Kirche im Dialog"

Jüdische Bestattung

„Grundlegende Informationen zur jüdischen Bestattungskultur und den jüdischen Friedhöfe in der Stadt Köln finden Sie hier“ > mehr 

Die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die sich mit den Akteurinnen und Akteuren der Stadt Köln vernetzt, ist ein Forum der Begegnung und des Austausches, bei dem es um politische, soziale und auch um kulturelle Themen geht.“ > mehr

Islamische Bestattung

Seit einigen Jahren lassen sich Muslime zunehmend auch in Deutschland bestatten. Welche Besonderheiten kennt die islamische Bestattungskultur? Was ist besonders zu beachten? Ein Film, der für das ZDF produziert wurde, gibt hierüber anschaulich Auskunft.

> mehr