Totenwache

Totengebet

Zwischen Tod und Bestattung

Die Zeit zwischen dem Eintritt des Todes und dem Begräbnis sind für die Hinterbliebenen eine wichtige Zeit. Begleitung und Unterstützung kann den Trauernden viel Trost geben. Das betrifft zum Beispiel die Form der Aussegnung unmittelbar nach dem Tod, wenn der Verstorbene im Krankenhaus, Pflegeheim oder zu Hause aufgebahrt ist. Das hilft, den Tod zu begreifen. Darüber hinaus hat sich seit frühester Zeit der Brauch entwickelt, sich besonders an den Abenden in der Kirche oder anderswo zum Gebet versammeln. Dann kommen nicht nur die engsten Familienangehörigen zusammen. sondern auch Nachbarn und Freunde sind dazu eingeladen. Hier ist Raum für Dank, Fürbitte, aber auch Klage.

In vielen Gegenden ist es auch heute noch Tradition, dass Mitglieder der Gemeindemitglieder mit den Zugehörigen beten, um so ein Zeichen der Solidarität mit dem Verstorbenen und den Trauernden zu setzen. In der Regel leitet heute ein Gemeindemitglied (Laie) das Gebet. Im Gebet soll zunächst der Verstorbene der Liebe Gottes anvertraut werden. Aber auch die Zugehörigen können in dem Totengebet Kraft und Trost für den Abschied schöpfen.

Im Gotteslob aus dem Jahr 2013 (GGB) finden sich unterschiedliche Modelle:

Die Totenvesper (GGB 655), die Wort-Gottes-Feier (GGB 668), mehrere Andachten (GGB 675,3; 677,4; 680,8; 675,4; 680,7; 680,9), das Rosenkranzgebet (GGB 4).

Einzelne Diözesen und verschiedene Verlage bieten Handreichungen und Bücher mit Gottesdienstvorlagen für das Totengebet an. Hingewiesen sei auf Liturgische Institute Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz (HHg.), Totengebet. Modelle und Hilfen für das Totengedenken in der Gemeinde (Trier 2005).

Auch im Manuale (Die kirchliche Begräbnisfeier Trier 2012) findet sich das Modell für eine Totenwache oder Wort-Gottes-Feier. Es ist für den Fall gedacht, dass man im Trauerhaus, wenn der Verstorbene aufgebahrt ist, Gebete (zur Aussegnung) sprechen möchte, bevor er überführt wird. Vgl. dazu die Seiten 30-34.

Das Erzbistum Köln hat ein kleines Heft herausgegeben mit dem Titel "Ich werde mit dir sein und dich segnen". Es enthält auch ein Segensgebet für Verstorbene. Es kann angefordert werden bei sandra.behrendt@erzbistum-koeln.de