Dialog-Multiplikator/in werden

Kurs Dialog-Multiplikator/in werden

In diesem Kurs begegnen sich junge Menschen (18-28 Jahre) aus Judentum, Christentum und Islam um miteinander und voneinander in verschiedenen Settings zu lernen. Er besteht aus der Kurswoche (04.-08.09.2022), der Erprobungsphase und dem Abschlusstag (15.12.2022).

Dialog und Begegnung findet immer zwischen Menschen statt, nicht zwischen dem Judentum, dem Christentum oder dem Islam. In der Begegnung mit dem Anderen lernen wir das Eigene zu lieben und den Anderen besser zu verstehen und zu achten. Elementar ist hierbei, die Religionen als Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens zu verstehen. Soziokulturelle Hintergründe spielen im Dialoggeschehen ebenso eine Rolle wie theologische Gemeinsamkeiten und Unterschiede. 

Dialog fördert den Frieden zwischen und das Miteinander der Menschen in unserer Gesellschaft und ist daher gemeinsames Anliegen der Religionen. Dialog lernen heißt daher aber auch: Mit Schwierigkeiten und Missverständnissen umgehen lernen, sich Fragestellungen sensibel anzunähern, ein Ringen um persönliche Überzeugungen zu ermöglichen und sich gegenseitig bei Rückschlägen auf dem Weg zu unterstützen.

Der Kurs wird gemeinsam von einer christlichen, jüdischen und muslimischen Kursleitung verantwortet und spricht junge Menschen aus den abrahamitischen Religionen an.

Der Kurs ist als gruppendynamischer Erfahrungsraum angelegt. Ein wichtiger Teil dabei ist das Gelernte in der Praxis auszuprobieren.

Der Kurs im Detail:

Bewerbungsphase bis Sonntag, 12.06.2022

Um eine religiöse Durchmischung der Teilnehmenden zu gewährleisten und für die Vorbereitung des Kurses die Teilnehmenden, ihre Erwartungen und Bedürfnisse kennen zu lernen, wird es ein Bewerbungsverfahren geben, bei dem ihr eure Motivation für die Teilnahme am Kurs darlegen und erläutern könnt. 

 

Kursphase 04.-08.09.2022

Vom Ich zum Du zum Wir 

Sich selbst einbringen von anderen hören und einander begegnen:

  • Wer bin ich? - Wo komme ich her? - Was hat mich geprägt?
  • Was glaube ich? - Warum ist mir Dialog der Religionen und Kulturen wichtig?
  • Was möchte ich von anderen über ihre Religionen und Hintergründe erfahren?

Gemeinsam lernen wir Situationen und eine grundlegende Haltung zur Förderung des Dialogs und erproben uns mit vielseitigen und kreativen Methoden:

  • Dialog und Begegnung: Sensible Kommunikation lernen und gemeinsam ausprobieren
  • Grundlagen Konfliktlösung und Mediation: souveräner Umgang mit Schwierigkeiten und Grenzen im Dialog
  • Umgang mit Antisemitismus / antimuslimischen Rassismus: Ausgrenzung erkennen, Denkmusterverstehen und handlungsfähig werden
  • Umgang mit Informationen und Medien: Fake News erkennen, Verschwörungserzählungen entlarven und Quellen einordnen
  • Religiös motivierte Arbeitsfelder: z.B. Hochschularbeit / -gemeinden

Erprobungsphase (zwischen Kurswoche und Abschlusstag)

  • Umsetzung eines Vorhabens/ Projektes im eigenen Kontext auf der Grundlage der Lernerfahrungen aus der Kurswoche
  • Begleitung/Hilfestellung seitens des Kursteams
     

Abschlusstag (15.12.2022)

  • Reflexion der gemachten Erfahrungen und Abschluss in Köln

 

Wir freuen uns auf euch!

Nursima Avsar, Islamwissenschaftlerin und Pädagogin, muslimischer Hochschulverein Köln 

Thomas Frings, Theologe, Referat Dialog und Verkündigung, Erzbistum Köln

Benjamin Gerlich, Theologe, Referat Dialog und Verkündigung, Erzbistum Köln

Fred Kupermann, Pädagoge, Jüdische Studierendenvereinigung Köln 

 

Für weitere Auskünfte > Thomas Frings (Kontaktformular)

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