Gesprächsbegleiter-Behandlung im Voraus Planen(DIV-BVP) Block B -ausgebucht-

nach § 132g SGB V (Advance Care Planning Facilitator)

In § 132 g SGB V wurde das Angebot einer „Gesundheitlichen Versorgungsplanung“ in Pflegeeinrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe verankert. Die Einrichtungen haben die Möglichkeit, ihren gesetzlich versicherten Bewohnern bzw. deren Vertretern (Bevollmächtigte oder Betreuer) eine Beratung zur gesundheitlichen Versorgungsplanung anzubieten. Diese wird über die Krankenkassen refinanziert.

25. Mai 2021 8:30 - 27. Mai 2021 17:30

Anmeldeschluss:

19. Februar 2021 16:15

Weitere Termine:

25. Mai 2021 8:30 - 27. Mai 2021 17:30
29. Juni 2021 8:30 - 1. Juli 2021 17:30

In § 132 g SGB V wurde das Angebot einer „Gesundheitlichen Versorgungsplanung“ in Pflegeeinrichtungen der Alten- und  Eingliederungshilfe verankert. Die Einrichtungen haben die Möglichkeit, ihren gesetzlich versicherten Bewohnern bzw. deren  Vertretern (Bevollmächtigte oder Betreuer) eine Beratung zur gesundheitlichen Versorgungsplanung anzubieten. Diese wird über die Krankenkassen refinanziert.
Inhaltlich beruht eine derartige Vorausplanung auf dem international etablierten Konzept „ Advance Care Planning“ (ACP), in der deutschen Adaption „Behandlung im Voraus planen“ (BVP). Die Vorausplanung wird dabei als mehrzeitiger kommunikativer Prozess verstanden, innerhalb dessen die Wünsche der Bewohner an ihre zukünftige medizinische Behandlung und Versorgung ermittelt, anwendungstauglich dokumentiert und bei Bedarf aktualisiert werden.


Ziel ist es, dass die Vorausplanenden auch in Situationen entsprechend ihren individuellen Wünschen behandelt werden, wenn sie sich aktuell selber nicht (mehr) äußern können.


Die Vorausplanung wird durch qualifizierte Gesprächsbegleiter angeboten. Daneben hat die Einrichtung im Rahmen ihres Wirkungsbereiches sicherzustellen, dass der ermittelte Patientenwille auch zur Umsetzung gelangt (interne Vernetzung). Zusätzlich ist durch eine enge Zusammenarbeit mit den regionalen Versorgungs- und Betreuungsanbietern darauf hinzuwirken, dass diese den Willen des Bewohners umsetzen (externe Vernetzung). Damit bedarf es einer „institutionellen Implementierung“ und Koordination des
Konzeptes. Grundvoraussetzung der Finanzierung gemäß §132g SGB V ist die Erstellung eines Konzeptes zur Implementierung.


Die 9-tägige modulare Präsenzschulung orientiert sich an den Anforderungen des § 132 g SGB V sowie darüber hinaus dem aktuellen
Schulungsstandard der Deutschen interprofessionellen Vereinigung Behandlung im Voraus planen (DiV-BVP e. V.). Sie umfasst ein Basismodul (Modul A: 3 Tage) und zwei Aufbaumodule (Modul B und C, ebenfalls jeweils 3 Tage).

 

Das Basismodul richtet sich an Mitarbeiter, die die institutionelle Implementierung und Koordination unterstützen und ist nach erfolgreichem Abschluss gleichzeitig das erste Modul zur Ausbildung zum Gesprächsbegleiter. Das Basismodul beinhaltet folgende Themenfelder und Methoden:


• Einführung: Entwicklung von Advance Care Planning /Behandlung im Voraus planen / § 132g SGB V
• Ethische Grundlagen: Patienten-Selbstbestimmung, Stellvertreterentscheidungen
• Rechtliche Grundlagen: Betreuungsrecht,(sog.) Patientenverfügungsgesetz
• Rollen und Aufgaben im Konzept BVP
• Grundlagen: Kommunikation und Gesprächsbegleitung
• Elemente der Begleitgespräche
• Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten
• Dokumentation, Qualitätssicherung
• Institutionelle und regionale Implementierung


Das Basismodul stellt gleichzeitig das erste Modul der Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter nach § 132g SGB V dar. Im Anschluss
an das Basismodul findet ein Feedback-Gespräch statt. Um an den dafür erforderlichen weiteren zwei Aufbaumodulen teilnehmen zu können, bedarf es neben einer Empfehlung durch das BVP-Trainerteam jeweils des Nachweises der zwischen Modul A und B durchgeführten 6 Übungsgespräche des Praxisteils 1.


Inhalte der Module B und C im Rahmen der Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter:
• Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten
• Kommunikation und Gesprächsbegleitung
• Elemente der Begleitgespräche
• Dokumentation
• Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten

 

Praxisteil 1:
• insgesamt 12 selbständig durchgeführte Übungsgespräche
• 6 x zwischen Modul A und B sowie
• 6 x zwischen Modul B und C
• mindestens 2 begleitete Beratungsprozesse in einer Einrichtung mit insgesamt 4 Gesprächen (Coaching in Echtsituation)
• Vorbereitung auf die Qualifizierung durch Erarbeitung des zur Verfügung gestellten Schulungsmaterials


Nach der erfolgreichen Teilnahme an allen drei Modulen und dem Absolvieren von Praxisteil 1 sind die Gespräche gemäß § 12 der
Rahmenvereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V vorläufig abrechenbar. Die endgültige Zertifizierung gemäß der  Rahmenvereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V erfordert im Anschluss den Nachweis von Praxisteil 2:


Praxisteil 2:
• 7 eigenverantwortlich durchgeführte Beratungsprozesse mit mindestens 14 Gesprächen innerhalb eines Jahres (Nachweis gegenüber der Kursleitung)


• Teilnahme an 3 von vier Plenartreffen im Laufe eines Jahres (im Kurspreis enthalten)

Hinweis: Voraussetzungen der Teilnehmer
Um die Gespräche gem. § 132g SGB V abrechnen zu können, müssen die Teilnehmer gemäß § 12 der Vereinbarung vom 13.12.17 folgende Voraussetzungen erfüllen:


Berufliche Voraussetzungen: abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf der Gesundheitswissenschaften oder alternativ  abgeschlossenes Studium im Bereich der Gesundheits-, Pflege-, Geistes-, Sozial-, oder Erziehungswissenschaften sowie Ärzte und Theologen (Seelsorger) und eine mindestens dreijährige, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 8 Jahre mit mindestens einer halben Stelle


Personale Kompetenzen: Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflektion, nicht-direktiver Kommunikation, Empathie, Vernetzung
Personen, die die beruflichen Voraussetzungen nicht erfüllen, können teilnehmen, allerding können sie Ihre BVP-Begleitungen nicht über die Krankenkassen abrechnen.

Zielgruppe: Examinierte Pflegende, pädagogische Fachkräfte Seelsorgerinnen und Seelsorger in Einrichtungen der Alten- und
Behindertenhilfe, Ärztinnen und Ärzte – jeweils mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung


Kosten: 1.950,00 EUR (pro Modul 650,00 EUR )


Für die Plenartreffen wird kein Teilnehmerbeitrag erhoben. Für die seit Ende 2018 von den Kassen geforderten durch einen Trainer
begleiteten zwei Gesprächsprozesse (= 4 Gespräche) werden pro Gespräch 150 EUR zzgl. Fahrtkosten erhoben (= 600 EUR zzgl. Fahrtkosten).


Leitung: Dr. Thomas Otten, Ulrich Fink


Trainer: weitere, nach den Standards der DiV-BVP ausgebildete BVP-Trainer

Schauspielpatienten der CoMeD Düsseldorf (Universitätsklinik Düsseldorf)


Termine:


Modul A: 23.03. – 25.03.2021
Uhrzeit: jeweils von 08:30 – 17:30 Uhr


Modul B: 25.05. – 27.05.2021
Uhrzeit: jeweils von 08:30 – 17:30 Uhr


Modul C: 29.06. – 01.07.2021
Uhrzeit: jeweils von 08:30 – 17:30 Uhr


Anmeldung: bis 19.02.2021 (begrenzte Teilnehmerzahl)


Ort: Caritas-Akademie Köln-Hohenlind (in Kooperation)