(c) Yvonne Dömling

Adventszeit in der Corona–Krise

  • 15.12.20, 14:46
  • Yvonne Dömling

2020 war insgesamt nicht gerade ein tolles Jahr, da wird mir wahrscheinlich jeder zustimmen. Auch die Adventszeit können wir nicht wie gewohnt verbringen, denn wir befinden uns einen Tag vor dem zweiten Lockdown. Nichtsdestotrotz finde ich, dass man in allem auch etwas Positives sehen muss. Deshalb werde ich mir die Adventszeit nicht verderben lassen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in den letzten Jahren ganz vergessen habe, was die Adventszeit eigentlich bedeutet. Nämlich die Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn. Vorbereitet habe ich mich die vergangenen Jahre gewiss nicht, als ich von Geschäft zu Geschäft geeilt bin oder noch tausende „to do’s“ vor dem Urlaub abgearbeitet habe. Dieses Jahr ist das etwas anders gelaufen. Meine Familie und ich sind mehr zur Ruhe gekommen. Wir haben den ersten Advent wie auch den zweiten nur zu dritt verbracht. Zusammen gekocht, gebetet und längere Spaziergänge in der Natur gemacht. Wir haben unser Zuhause weihnachtlich dekoriert und gemeinsam Plätzchen gebacken. Das haben wir in den letzten Jahren nicht mehr wirklich geschafft, da wir zu dieser Zeit verreist sind und etliches davor noch zu erledigen hatten. 

Die wirklich wichtigen Dinge

So oder so haben wir für uns wiederentdeckt, was die Adventszeit wirklich ist. Es geht nicht darum, die allerschönsten Geschenke zu besorgen, sondern vielmehr darum, miteinander Zeit zu verbringen, füreinander da zu sein und zur Ruhe zu kommen. Es geht darum, dass Jesus wirklich an Weihnachten geboren wurde. Die Sonntagsmessen und die Weihnachtsmessen allein reichen nicht um dies wirklich zu begreifen. Es bedarf auch einer Vorbereitung zu Hause. Wir machen das so, dass wir öfter gemeinsam beten, unserem Kleinen Geschichten über Jesus erzählen und Weihnachtslieder zusammen zu singen. Die Zeit, in der wir aufgerufen sind, aufgrund von Corona zuhause zu bleiben, werden wir als Familie dazu verwenden, zu versuchen die Adventszeit im eigentlichen Sinne zu leben. Natürlich hoffen wir von ganzem Herzen, dass bald alles wieder beim Alten ist. Aber wenn es so weit ist, werden wir einige Dinge, die wir dieses Jahr gelernt haben, gewiss anders machen. Denn Gott, die Familie und die Gesundheit sind die allerwichtigsten Dinge im Leben. 

SommerZeit 2020 (c) Robert Boecker

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