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Ein gutes neues Jahr

  • 22.12.16 21:33
  • Martin Mölder
  •   Kurz und Knapp

Papst Silvester, der von 314 bis 335 Pontifex der katholischen Kirche war, ist der Namensgeber des letzten Tages im Jahr. Der 31.12.335 ist sein Todestag. Aber erst 1300 Jahre später, seit dem 17. Jahrhundert wird dieser tag als letzter Jahrestag gefeiert. In die Amtszeit Papst Silvesters fällt die historische Veränderung im Verhältnis von römischem Staat und christlicher Kirche unter Kaiser Konstantin I. (306 – 337). Außerdem berief Papstes Silvester das Konzil von Nicäa (325) ein, bei dem die Jesus Christus als wesensgleich mit Gottvater definiert wurde.

Bräuche und Traditionen

In den Alpenländern bestand zu Silvester der Brauch, dass sich ein junger Mann als Silvester oder „altes Jahr” verkleidete und ein Mädchen küssen durfte, wenn es in seine Nähe kam. Mit Glockenschlag 24 Uhr vertrieben ihn dann alle aus dem Haus. In der Schweiz erscheint in manchen Orten die „Schnabelgeiß“, eine teuflische und dunkle Schreckgestalt, die von einem guten hellen Engel durch den Ort geführt wird. Symbol dafür, dass auch im neuen Jahr das Böse durch das Gute beherrscht werden soll. Auch das Silvesteressen im Kreis der Familie und Freunde hat mit bösen Dämonen zu tun. Die Gemeinsamkeit bildet eine Art geschlossenen magischen Kreis, den kein Dämon aufzubrechen vermag. Was heute die Silvesterraketen sind, war früher schlicht ein Posaunenchor. Mit Musik oder auch Glocken wurde das neue Jahr begrüßt. Später kamen Alarm- und Schiffssirenen, Hupen und Schreien dazu. Begriffe wie „Höllenspektakel” oder „Höllenlärm” verweisen auf den Deutungszusammenhang, in den das Christentum diesen Lärm einordnete. In vorchristlicher Zeit sollte Lärm die Zauberkraft der Dämonen brechen und sie vertreiben.

Klee, Schwein und Hufeisen

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Die Hoffnung und der Glaube, dass man das Glück beeinflussen könne, sind uralt. Glück wird beschworen durch symbolische Gaben wie z. B. Fischschuppen oder Glückspfennige im Portemonnaie. Der Gedanke dabei: Der Glückspfennig soll möglichst viele seiner „Artgenossen” anlocken und damit seinem Besitzer Reichtum und ein unbeschwertes Leben bringen.

Mit der Zeit kamen andere Glückssymbole und Glücksbringer dazu wie das Glücksschwein, das Hufeisen, der Glücksklee oder der Schornsteinfeger. Auch der Neujahrskringel, -kranz, -zopf, - oder brezel ist ein Glücksgebäck. Die Form des Gebäcks, der Kranz, symbolisiert zum einen den ewigen Kreislauf des Jahres, zum anderen auch den vor Dämonen schützenden Kreis.

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