Libanesische Familie auf der Flucht (c) Caritas

"Flucht nach vorn"

  • 01.09.16 14:38
  • Markus Harmann
  •   Kurz und Knapp

Es waren historische Sätze, die Bundeskanzlerin Angela Merkel am 31. August 2015 sprach: "Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das." Allein 2015 sind mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, viele von ihnen aus Syrien, Irak und Afghanistan. Sie suchten Schutz vor Krieg, Terror und Verfolgung und nahmen dafür häufig lebensgefährliche Wege in Kauf. In seeuntauglichen Booten überquerten sie das Mittelmeer und hausten unter unmenschlichen Bedingungen in Lagern entlang ihrer Route. All das zeigt der bewegende Dokumentarfilm "Flucht nach vorn". Der knapp 30-minütige Film begleitet Flüchtlinge auf ihrer ungewissen Reise nach Europa. Er macht deutlich, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen die Menschen kommen. Und er zeigt Helferinnen und Helfer der Caritas, die die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die neue oder vorübergehende Heimat unterstützen und begleiten.

Authentisch und nah dran

 (c) Caritas

Gedreht wurde unter anderem in Flüchtlingscamps im Libanon, auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer, in deutschen Aufnahmezentren und Flüchtlingsunterkünften sowie in kleineren Initiativen. Deutlich wird: Wer mit Flüchtlingen zu tun hat, wer ihnen Deutschunterricht gibt, ihnen bei der Wohnungssuche hilft, der spricht nur selten von einer Krise.

Der erlebt Menschen, die zu uns kommen, weil sie Schutz suchen und bei uns leben wollen. Nicht alles läuft reibungslos, und doch erleben Einheimische ihre neuen Nachbarn meist als bereichernd, interessant und aufgeschlossen. Dem „Wir schaffen das“ der Kanzlerin lassen viele, die sich haupt- und ehrenamtlich in Caritas-Initiativen und -Projekten für Zuwanderer engagieren, ein „Wir machen das“ folgen. Mit dem Film möchten die Macher buchstäblich die Flucht nach vorn antreten und den Flüchtlingen und Engagierten ein Gesicht geben. Ihre Erfahrung: Niemand verlässt seine Heimat einfach so, nur weil er sich bei uns ein besseres Leben erhofft. Im Gegenteil: Vielen Menschen bleibt keine andere Wahl als die gefährliche und strapaziöse Flucht. Sie würden – wenn sie könnten – lieber heute als morgen zurück in ihre Heimat.

Hier können Sie sich den bewegenden Dokumentarfilm "Flucht nach vorn" ansehen:

AdventsZeit 2016 (c) Heiko Wrusch

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