Das Friedenslicht von Bethlehem (c) Christian Schnaubelt

Friedenslicht von Bethlehem

  • 13.12.16 13:33
  • Martin Mölder
  •   Im Auftrag des Herrn

Der erste Impuls für diese mittlerweile fast europaweite Aktion kam aus Österreich. Genauer im Landessstudio des ORF, des Österreichischem Rundfunk. 1986 entstand dort die Idee, ähnlich wie alle vier Jahre das olympische Feuer per Fackel durch die Welt getragen wird, so etwas ähnliches zu inszenieren. Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Hintergrund ist, dass theologisch betrachtet das Licht als das weihnachtliche Symbol schlechthin gilt. Das Entzünden und Weitergeben des Bethlehemer Friedenslichtes soll aber vor allem daran erinnern, dass es Gottes Auftrag an die Menschen ist, den Frieden zu bewahren. Jedes Jahr entzündet ein anderes österreichisches Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem das Licht, dass dann auf Reisen geht.

Licht in der Welt

 (c) Christian Schnaubelt

Mittlerweile sind meist die Pfadfinder die Boten des Friedenslichtes und sorgen dafür, dass es in die meisten Länder Europas reist und sogar seinen Weg nach Argentinien und in die USA gefunden hat. Von Bethlehem aus wird das das Licht meist per Bahn oder Flugzeug in einer speziellen, explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht. Aus der österreichischen Hauptstadt holen es dann Pfadfinder aus mehr als 15 verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, Spanien, Schweiz, Italien, Polen und die Ukraine ab und verteilen es, damit es bis zum Heiligen Abend „allen Menschen guten Willens“ Licht und Wärme bringen soll. Die Aktion der deutschen Pfadfinder steht dieses Jahr unter dem Motto „Friede sei mit dir – shalom – salam“.

Sie soll die Bedeutung von Frieden und Völkerverständigung hervorheben und die Wichtigkeit des interreligiösen Dialogs betonen. „Wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen dem Auftrag von Lord Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung, folgen und uns für eine bessere Welt einsetzen“, sagt Dominik Naab, Vorsitzender des Rings deutscher Pfadfinderverbände. „Gerade in diesen Tagen ist der Fokus auf den interreligiösen Dialog ein wichtiges Signal für die Menschen im Heiligen Land. (...) Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem steht dabei für unsere Hoffnung auf Frieden, welche die Menschen christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens verbindet.“

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