(c) Yvonne Dömling

Fünf Tipps für eine gute Ehe

  • 30.04.19 15:01
  • Yvonne Dömling
  •   Kurz und Knapp

1.      Gott an erster Stelle setzten

Der Alltag ist mal wieder stressig, der Kleine anstrengend, der Tag neigt sich zu Ende und man hat noch zu viel zu viele To Do’s offen. Gereizt denke ich mir wieso mir mein Ehepartner nicht mehr zu Hand geht, wieso macht er nicht das oder jenes um mir zu helfen. Was ich dabei übersehen habe?! Er ist genauso angestrengt von dem Tag wie ich, von seinem Job und allem anderen und hat ebenso wegen unserem Kleinen zu wenig Schlaf letzte Nacht abbekommen. Das ist nur ein Beispiel von vielen, aber worauf ich hinaus will ist folgendes: Viel zu oft stellen wir viel zu hohe Erwartungen an einander. Man erhofft sich, dass der andere einen nie verletzt, einem immer helfend zur Seite steht und dass der andere alles tut, damit ich glücklich bin. Was man dabei aber oftmals vergisst? Gott ist der dritte im Ehebund! Mein Partner und ich sind nicht auf uns allein gestellt. Deshalb ist es wichtig, Gott an erster Stelle zu setzen und ihn um Hilfe zu bitten. Je mehr wir das tun, desto weniger Konflikte haben wir und desto glücklicher sind wir. Wenn wir beispielsweise wieder einmal zu beschäftigt sind um gut zu beten, dann streiten wir uns plötzlich komischerweise wieder öfters wegen unbedeutender Dinge. Uns hilft es immer sehr uns daran zu erinnern, dass wir nicht perfekt sind und Gott als Dritten in unserer Ehe jederzeit um Hilfe bitten können.

2.      Vertrauen und Ehrlichkeit

Es klingt vielleicht trivial, aber Vertrauen ist für eine Beziehung essentiell. Wirft man einen Blick auf die heutigen Beziehungen, erkennt man, dass dies in der Realität leider nicht immer der Fall ist. Vertraue ich meinem Partner wirklich ganz oder checke ich schon gerne einmal seinen Nachrichtenverlauf? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es wunderschön und befreiend ist, in unserer Ehe dem anderen zu 100 Prozent vertrauen zu können - und auch selbst dieses Vertrauen des Partners zu genießen. Auch wenn das Vertrauen natürlich mit der Zeit reift, sollte man schon vor der Ehe prüfen, ob man dieser Person vollkommen vertrauen kann. Umso wichtiger wird dies, wenn man bedenkt, dass nach der katholischen Lehre eine Ehe unauflöslich ist. Da man häufig mit zweierlei Maß misst bei den eigenen Handlungen und den Handlungen des Partners, hilft es uns, uns folgende Frage zu stellen, bevor wir etwas tun: Würde es mich stören, wenn mein Partner das tun würde? Ein weiterer Punkt ist, dass wir grundsätzlich einander niemals anlügen, sondern auch wenn es nicht immer leichtfällt, stets offen und ehrlich miteinander sprechen. So konnten wir Schritt für Schritt unser Vertrauen ineinander vertiefen.

3.      Kommunikation

Auch wenn man es schon tausendmal gehört hat: Kommunikation ist und bleibt das A und O einer Beziehung. Mein Mann und ich versuchen jeden Abend über unseren Alltag zu sprechen und zu schauen, wie es dem anderen wirklich geht und was den anderen beschäftigt. Wenn wir viel zu tun haben und mal wieder einiges ansteht, schaffen wir es öfters nicht und merken jedes Mal wieder, dass wir je nach Länge dieser andauernden Periode immer mehr nebeneinander statt miteinander leben. So erkennen wir immer wieder, wie wichtig es ist, miteinander nicht nur oberflächlich, sondern wirklich tief zu sprechen. Auf diese Weise fühlt man sich vom Partner wertgeschätzt und stärkt die Bindung zu einander.

4.      Gemeinsame Ziele

Schwer vorstellbar wäre es für uns, wenn wir komplett verschiedene Ziele hätten. Deshalb haben wir vor unserer Eheschließung viel darüber geredet, wie wir uns unser Leben vorstellen. Nun arbeiten wir daran, diese gemeinsam zu erreichen und nehmen uns natürlich auch öfters neue, gemeinsame Ziele vor. Das stärkt unsere Beziehung immens. Ein Beispiel hierfür ist, dass wir beide gerne einmal mehrere Kinder und ein Haus in einem ländlichen Gebiet, aber nahe einer Stadt möchten. Ein anderes Beispiel ist, dass wir beide gerne Windsurfen lernen wollten. Dies haben wir in unserem letzten Urlaub verwirklicht.

5.      Gemeinsame Zeit

Vor unserer Eheschließung haben wir einen Ehevorbereitungskurs gemacht. Einer der wichtigsten Tipps, die wir erhalten haben, war folgendes: Plant pro Woche als Paar ein Date ein. Schreibt es in eurem Kalender auf und nehmt es wie die anderen Termine wirklich ernst. Dafür muss man nicht immer außer Haus gehen. Es reicht manchmal einfach, wenn die Kinder schlafen, eine Stunde gemeinsam zu verbringen, ein schönes Essen zu kochen, zu reden, zu tanzen oder das zu tun, was einem Spaß macht.

AdventsZeit 2018 (c) Robert Boecker

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