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Heroldsbach – gegrüßet seist Du, Maria!

  • 21.06.22, 13:51
  • Yvonne Dömling
  •   Glaubensmagnete

Es wird berichtet, dass hier die Muttergottes erschienen sein soll. Erstmals und immer wieder einer Mädchengruppe im Alter von zehn bis elf Jahren. Aber auch Erwachsene wurden manchmal bei den Erscheinungen miteinbezogen. Die erste Erscheinung fand am 9. Oktober 1949 statt und dauerte mit Unterbrechungen bis zum Jahre 1952 an. Auch soll es am achten Dezember 1949 ein Sonnenwunder gegeben haben, das an die 10.000 Menschen erlebt haben. Doch was war die Botschaft der Muttergottes an diesem Ort? Kurz und knapp forderte sie immer wieder zum Gebet und zur Buße auf - bis zu ihrer letzten Erscheinung hin. Die kirchliche Prüfungskommission sowie ein Dekret aus Rom sprachen sich 1950 jedoch gegen die Erscheinungen aus. Im Jahre 1998 allerdings gab der Erzbischof Dr. Karl Braun diesem besonderen Ort den Titel Gebetsstätte. 

Pilgermagnet – nach wie vor

Auch heute noch pilgern jedes Jahr zahlreiche Menschen dorthin. Zudem soll es immer wieder zu Wunderheilungen gekommen sein. Viele dieser Berichte hängen in der Rosenkranzkapelle in Heroldsbach und sind dort nachzulesen. Darüber hinaus wird seit dem Jahr 2009 in Heroldsbach ewige Anbetung gehalten. Außerdem kann man einen wunderschönen Spaziergang in der Natur - mit vielen Stationen zum Gebet wie die Gnadenquelle, am Apfelbaum oder am Birkenwald – wo die Muttergottes das erste Mal erschienen sein soll – machen. Meine Familie und ich konnten diesen Ort schon öfters besuchen und jedes Mal war es das wert. Denn unabhängig davon, ob nun die Erscheinungen stimmen oder nicht, ist es ein wunderschöner Ort, an dem man sehr gut zur Ruhe und zum Gebet einkehren kann. Ein Besuch lohnt sich definitiv.

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