(c) Mareike Thieben

Lichtermeer auf dem Feld der Barmherzigkeit

  • 01.08.16 15:02
  • Mareike Thieben
  •   Glaubensmagnete

Isomatte an Isomatte und ganz viele Pilgerinnen und Pilger – das ist das Bild, das sich der Gruppe aus dem Rhein-Sieg-Kreis bot, als sie erschöpft, aber zufrieden das Feld erreichten. Ungefähr fünf Kilometer sind die Jugendlichen durch das Krakauer Umland gewandert, um den Weltjugendtag zusammen mit Papst Franziskus gebührend zu verabschieden. Ein wahres Glück, dass sich die Regenschauer der letzten Tage verzogen hatten.

Die Lichterfeier mit dem Papst ist schon seit Jahren eine Institution auf den Weltjugendtagen. „Ich freue mich am meisten auf das draußen übernachten,“ machte Martha (15) aus Bonn-Bad Godesberg schon während der Tage der Begegnung klar. Dass es keine Duschanlagen gibt, ist für die Jugendlichen zweitrangig. Wann kann man schließlich sonst mit rund einer Million Menschen aus der ganzen Welt auf einem Feld übernachten?

Über Funk den Papst hören

 (c) Mareike Thieben

Kaum war die Isomatte ausgerollt, suchte Tobias (20) aus Niederkassel schon nach der richtigen Frequenz. Mit seinem Smartphone wollte er die deutsche Übersetzung der Predigt von Papst Franziskus hören. „Auf den Blonia-Wiesen in Krakau hat das in den letzten Tagen sehr gut funktioniert. Hier scheint das Netz etwas überlastet zu sein“, sagt Tobias.

Mit ein paar Verrenkungen klappte es trotzdem und die Jugendlichen aus dem Rhein-Sieg-Kreis zeigten sich begeistert von den Worten des Papstes. „Ich finde Franziskus trifft es auf den Punkt. Viele Jugendliche verlieren vor lauter Bequemlichkeit ihr eigentliches Leben aus den Augen“, so Tobias.

Papst Franziskus sprach den Jugendlichen Mut zu, Spuren zu hinterlassen, die eigene Berufung zu finden. Vor einer Million Jugendliche aus verschiedenen Kulturen und Ländern mit unterschiedlichen Hintergründen und Sprachkenntnissen betonte er: „Habt den Mut uns zu lehren, dass es einfacher ist, Brücken zu bauen, als Mauern zu errichten!“

Freiwillige verteilten Lichter und das Feld verwandelte sich in ein riesiges Lichtermeer. Nach einem anstrengenden Tag kehrte Ruhe ein, auch auf dem Abschnitt B11, wo sich die Niederkasseler für die Nacht vorbereiteten.

Ja, so schön wird Panama!

 (c) Mareike Thieben

Mit dem Angelus nach der Abschlussmesse am nächsten Tag hatte das Rätselraten endlich ein Ende. Seoul, Panama oder doch Atlanta? Viele Jugendgruppen spekulierten schon seit Wochen, wo der nächste Weltjugendtag stattfindet. Große Freude herrschte unter den Gruppen aus Panama, die 2019 Besuch von Papst Franziskus und der ganzen Welt bekommen werden.

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