(c) Yvonne Dömling

Maria und ich

  • 11.05.20 11:02
  • Yvonne Dömling
  •   Kurz und Knapp

Die Muttergottes war mir schon als Kind zwar immer bekannt, aber sie war niemand, den ich wirklich um Hilfe und Rat gebeten hätte. Mit meinen Anliegen bin ich lieber direkt zu Gott gegangen. Bis zu dem Zeitpunkt als ich 15 Jahre alt war und das erste Mal zum Jugendfestival nach Medjugorje gereist bin. Ab da begann meine ganz persönliche Beziehung zur Muttergottes. Ich erinnere mich noch ganz gut an den ersten Tag in Medjugorje. Solch einen Frieden und eine Ruhe hatte ich wirklich noch nie gespürt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich eigentlich gar keine Lust auf die Reise hatte. Ich wurde mehr oder weniger von Freunden aus der Pfarrei überredet mitzufahren. Wie gesagt, vorher dachte ich die Muttergottes ist ja ganz nett aber warum sollte ich mich jetzt näher mit ihr beschäftigen.

Kleiner Ort, große Wirkung

Da angekommen hat es mich aber wirklich total berührt, dass so viele Menschen aus aller Welt extra wegen Maria hinreisen. Ich meine es ist ein kleines Dörflein in Bosnien. Nicht gerade ein Ort für den ich früher meine freie Zeit ,,verbraucht‘‘ hätte. Ich war wirklich begeistert von dem Frieden, den Gebeten und wie die Menschen Maria verehren. Nun Tag für Tag begann ich mich mehr und mehr mit der Muttergottes zu beschäftigen. Ich las Bücher über sie, hörte mir persönliche Erlebnisse an und schließlich wagte ich es eines Tages selbst mit ihr das erste Mal auf dem Erscheinungsberg direkt zu kommunizieren. Das änderte alles. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie anwesend war und mir zuhörte. Am letzten Tag meiner Reise schrieb ich ihr einen Brief mit all meinen Anliegen und Wünschen und hinterließ ihn am Erscheinungsort. Das Erstaunliche ist, dass all diese Anliegen sich gelöst haben und meine Wünsche von Gott durch Maria erhört wurden. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich glaube dass man Maria wo auch immer man gerade ist, ob Zuhause, in der Kirche, in Medju oder an einem anderen besonderen Marienort wie Fatima, ,,begegnen‘‘ kann und die Muttergottes einem immer hilft, sofern die Anliegen Gottes Willen unterliegen, aber für mich ganz persönlich hat es an diesem Gnadenort angefangen.

Leben hat sich verändert

Nach meiner Pilgerreise bin ich auf die 33-tägige Weihe von Ludwig Maria Grignion de Montford gestoßen und habe mich durch diese Maria geweiht. Seither erneuere ich diese jedes Jahr, am liebsten im Mai, wieder. Denn der Mai ist schon seit dem Mittelalter ein Marienmonat. Der Monat Mai bringt die Natur, den Frühling und die Fruchtbarkeit der Erde hervor. Deshalb ist der Mai ein Sinnbild für Maria, die fruchtbar war und die Menschheit erlöst hat. Seither bin ich mehrere Male nach Medjugorje gereist, ebenso nach Fatima, wo ich denselben Frieden gespürt habe, auch wenn Maria heute dort nicht mehr erscheint, und an vielen weiteren Orten, die Maria verehren. Ich erneuere jährlich die Weihe und bitte sie täglich um Hilfe in den verschiedensten Dingen und ich weiß, dass sie da ist und mir wirklich hilft. Wieso ich das mache? Nun mit jedem dem man eine persönliche Beziehung haben möchte, trifft man sich, tauscht sich aus und verbringt Zeit ,,zusammen.‘‘ So ist es auch mit Jesus und Maria. Mein Leben hat sich echt verändert seitdem ich die Muttergottes darin eingeladen habe. 

SommerZeit 2020 (c) Robert Boecker

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