(c) Max Moll

Nachtwanderung per Fahrrad

  • 01.11.16 21:28
  • Max Moll
  •   Kurz und Knapp

„Mit dem Raum in Dialog kommen, die Kunst selbst sprechen lassen und so zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein kommen. Das könnt ihr hier erleben“, machte Anja Kolacek von Raum 13 bei der vierten Station im Deutzer Zentralwerk der schönen Künste bei „Kultour mit Tiefang“ deutlich. Bereits bei den vorhergehenden Stationen der ersten Kultour am vergangenen Allerheiligenvorabend durch Köln stand diese Auseinandersetzung im Mittelpunkt. In der Kunststation St. Peter erläuterte Pater Holter SJ die keltischen Ursprünge von Halloween, den Bezug zu „All Hallows Evening“ und dem eigenen Dasein. „Wir leben in einer Welt, die sehr viel dichter ist, als die messbare Realität“, so Holter. Er machte Mut „auch die modernen Dinge nicht sofort negativ zu sehen“, sondern diese mit dem eigenen Leben in Verbindung zu bringen. Im Theater Tiefrot wurden die rund 15 Teilnehmenden von Volker Lippmann empfangen, der für diesen Abend sein Ensemble dazu gewinnen konnte. einen 20-minütigen Ausschnitt aus Don Camillo und Peppone zu spielen. Auch hier wurden in den Charakteren Camillo und Peppone und den abwechslungsreichen und teilweise witzigen Dialogen die Abgründe und Höhepunkte des menschlichen Lebens offenbart.

Dialog in Deutz

 (c) Max Moll

Über die Zoobrücke mit kurzem Halt auf dieser, führte der Weg zum Deutzer Zentralwerk der schönen Künste. Anja Kolacek und Marc Leßle haben hier, wo in den 1860er der Otto-Motor entwickelt wurde, ein beeindruckendes Stadtkunstprojekt entwickelt.

In den Räumen der ehemaligen Industriebrache wird Vergangenheit und Zukunft in einen spannungsvollen Dialog gebracht, der seine Besucher in diesen Dialog hineinzieht und geradezu in die eigene Auseinandersetzung zwingt. Den Abschluss fand die Tour unweit des Tanzbrunnens inmitten des Nachtlebens zwischen Bässen aus mobilen Lautsprechern und singenden Jugendlichen. Pastoralreferent Peter Otten führte dabei durch ein Nachtgebet der anderen Art mit Bezug auf den Song „All Saints Day“ von Van Morrison. Die Moderation übernahm gekonnt und professionell Birgitt Schippers.

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