(c) Yvonne Dömling

Natur genießen – eine Alternative zum Verreisen

  • 20.04.21, 15:02
  • Yvonne Dömling
  •   Kurz und Knapp

Früher bin ich mit meiner Familie viel gereist und wir waren so gut wie immer unter Mitmenschen. Dass dies nun nicht mehr wirklich möglich ist, brauche ich keinem zu erzählen. Eine gute Alternative für uns ist die Zeit in der Natur geworden. So viel wie in den letzten Monaten waren wir wirklich noch nie spazieren – vor allem bei jeder Wetterlage! Ob Schnee, Regen, Wind oder Sonnenschein. Das Sprichwort „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“ hat sich für uns voll bewahrheitet.  Mich überrascht es immer wieder wie viel Kraft man in der Natur schöpfen kann. In jedem Baum, jeder Blume, den Gerüchen, den Geräuschen wie Vogelgezwitscher, den satten Farben und vielem mehr. Oft habe ich gehört, dass man Gott in der Natur nahe sein kann. Gott ist ja unsichtbar, aber durch seine Werke, seine Schöpfung macht er sich in gewisser Weise sichtbar und erfahrbar für uns. Ich muss zugeben, dass ich das früher nie wirklich gespürt habe oder zumindest nicht so tief wie jetzt, trotz der ganzen wunderschönen Orte, die wir besucht haben. Denn ich bin auf Reisen oft nicht vollkommen zur Ruhe gekommen, da man ja möglichst viel zu sehen versucht und man sich somit meistens nicht genug Zeit nimmt, um alles auf sich wirken zu lassen. Das werde ich in Zukunft, wenn Reisen wieder möglich sind, definitiv mehr beherzigen.

Ruhe pur in der Natur

Außerdem habe ich für mich entdeckt, dass man nicht immer verreisen muss, um sich entspannen zu können. Ich bin überrascht wie viele wunderschöne Orte in der Natur wir in den letzten Monaten in unserer Umgebung entdeckt haben. Es ist schon irgendwie ironisch, dass viele so gerne und viel reisen, viele Orte und Sehenswürdigkeiten in ihrer nahen oder näheren Umgebung aber gar nicht wirklich kennen. Wir sind immer noch dabei die vielen Orte in unserer Nähe zu entdecken. Ein anderer Aspekt ist, dass ich zugegebenermaßen ein eher ungeduldiger Mensch bin, der alles anpackt und alles sofort erledigen möchte. Und je mehr ich zu tun habe, desto mehr verliere ich den Blick für die kleinen, einfachen und schönen Dinge, wie die Natur. Die letzten Monate haben mich auch hierbei gelehrt, dass man in der Natur zur Ruhe kommen und auftanken kann und die Welt für eine gewisse Zeit langsamer und ruhiger wird, wenn man sich wirklich die Zeit dafür nimmt. Wenn ich nun gestresst, müde bin oder mich aus welchem Grund auch immer nicht super fühle, begebe ich mich in die Natur, um zur Ruhe zu kommen. Und auch wenn es oft eine Überwindung ist, hat es sich bisher jedes einzelne Mal gelohnt

SommerZeit 2020 (c) Robert Boecker

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