Mareike Thieben (c) Mareike Thieben

Papst Franziskus wurde wie ein Popstar gefeiert

  • 03.08.16 13:39
  • Martin Mölder
  •   Nachgefragt

Mareike, was waren für Dich die bewegendsten Momente beim Weltjugendtag in Krakau?

Während der Tage der Begegnung haben die Jugendlichen in polnischen Gastfamilien gewohnt. Alle haben von der unglaublichen Herzlichkeit ihrer Gastgeber berichtet. Einmal konnte ich selbst zwei Mädchen aus Bad Godesberg in ihrer Gastfamilie besuchen und habe gesehen, welch innige Beziehung in nur wenigen Tagen entstanden ist und dass Kulturunterschiede keine Rolle gespielt haben. Das haben viele Jugendliche so erlebt und ich fand es toll, die verschiedenen gastgebenden Gemeinden in Breslau zu besuchen.

Welche Wirkung hat Papst Franziskus auf die Jugendlichen?

Papst Franziskus wurde teilweise wie ein Popstar von den jugendlichen Pilgerinnen und Pilgern gefeiert, aber auch als eine Art Großvater und Respektsperson angesehen. Er hat während der Eröffnungsfeier gesagt, er wolle von der Jugend lernen - ein schönes Symbol, das zeigt, er nimmt die jungen Menschen ernst. Und auch während der Vigil applaudierten die Jugendlichen immer wieder. Der Papst forderte sie auf Brücken zu bauen, statt Mauern zu errichten. Das kam sehr gut an.

Der Weltjugendtag war ein friedliches Fest vieler verschiedener Nationen. Warum hat das funktioniert?

Bei Weltjugendtagen stehen immer auch internationale Begegnungen und der Austausch unter den Jugendlichen im Fokus. So sind sich die Teilnehmer von Anfang an mit viel Offenheit und Neugier begegnet. Einige Gruppen aus dem Erzbistum Köln hatten kleine Geschenke aus der Heimat, wie zum Beispiel Buttons oder Armbänder, mitgebracht, die sie mit Jugendlichen aus der ganzen Welt getauscht haben. Da kamen wie von selbst tolle Gespräche zustande. Außerdem wurde das Thema Barmherzigkeit nicht nur in den Katechesen angesprochen, sondern tatsächlich unter den Jugendlichen gelebt. Einige Jugendliche haben mir begeistert von dem angenehmen Miteinander berichtet.

Was nimmst Du von diesem Weltjugendtag mit?

Bei mir hinterlassen vor allem der internationale Austausch und das bunte Treiben in den Straßen Krakaus Spuren. Ich fand es sehr schön, Menschen aus so vielen Ländern vereint in einer Stadt zu erleben. Von den Jugendlichen weiß ich, dass viele die Katechesen sehr genossen haben und natürlich das Leben in den Gastfamilien.

AdventsZeit 2016 (c) Heiko Wrusch

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