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Schloss Augustusburg: Weltkulturerbe und Gästehaus für gekrönte Häupter

  • 21.05.21, 12:18
  • Martin Mölder
  •   Kultur und Kirche

Ab 1949 wurde Schloss Augustusburg viele Jahrzehnte lang als Repräsentationsschloss des Bundespräsidenten und der Bundesregierung genutzt. Königinnen, Könige und Staatsoberhäupter wurden hier empfangen - und genossen die atemberaubende Architektur und den prachtvollen parkähnlichen Garten des Schlosses in Brühl bei Köln.

Der 31. Oktober 1984 war für die Stadt Brühl und ganz NRW ein besonderer Tag, denn da wurde Schloss Augustusburg offiziell UNESCO-Weltkulturerbe. Das Welterbekomitee stellte damals auf seiner Sitzung in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires fest, dass „in Schloss Augustusburg als der ersten herausragenden Schöpfung des Rokoko in Deutschland der europäische Geist noch heute lebendige Wirklichkeit ist.“ Wie wahr!

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Wer dieses Märchenschloss im Herzen Brühls besucht, fühlt sich sowohl drinnen wie draußen sofort ins 18. Jahrhundert zurück versetzt. Deutsche, französische und italienische Bildhauer, Maler und Architekten waren hier am Werk.

Ein Deckenbild von Carlo Carlone, die Paradezimmer des Großen Neuen Appartements, das mit holländischen Fliesen geschmückte Sommerappartement und vor allem die von Balthasar Neumann geschaffene, opulente Treppe – die Sommer und Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August aus dem Hause Wittelsbach (1700-61) begeistert bis heute jährlich tausende Besucher. 

Aber es gibt weitaus mehr zu entdecken auf der liebevoll angelegten Anlage. Wer die französische Gartenanlage des Gartenkünstlers Dominique Girard entlang spaziert, erreicht nach knapp einer Viertelstunde das kleine Jagdschloss Falkenlust, das als privates Refugium des Kurfürsten diente und in den Jahren 1729 bis 1737 nach Entwürfen des bayerischen Hofarchitekten François de Cuvilliés entstand. Abseits des barocken Gartens gestaltete Peter Joseph Lenné ab 1840 die Waldbereiche nach dem Muster eines englischen Landschaftsgartens.

Falkenlust und Queen

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Ab 1949 nutzte die Bundesregierung, damals noch mit Sitz in Bonn, Schloss Augustusburg viele Jahrzehnte lang als Repräsentationsschloss. Staatschefs, Könige und Kaiser kamen so nach Brühl und genossen das Rokkoko-Ambiente des Schlosses und die Versailles-ähnliche Parkanlage.

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