(c) Yvonne Dömling

Sonntags in die Kirche? Ja klar!

  • 27.07.20, 10:26
  • Yvonne Dömling
  •   Kurz und Knapp

Ja, leider auch die Statistik belegt, dass die Kirchengänger immer weniger werden. Für mich persönlich ist es als praktizierende Christin aber nach wie vor selbstverständlich, sonntags in die Kirche zu gehen. Ich werde natürlich oft gefragt, warum ich das tue.  Sonntags und an den katholischen Feiertagen in die Kirche zu gehen verstehe ich als klares Kirchengebot. Bei der Eucharistiefeier gedenkt man dem Leiden und Sterben Christi am Ostersonntag. Die Tatsache, dass Jesus für mich persönlich am Kreuz gestorben ist, ist für mich aber noch viel mehr als nur ein reines Gebot, das man eben einhalten muss. Das Erscheinen ist für mich ein ganz persönlicher Dank, dass Jesus für mich am Kreuz gestorben ist und mich dadurch erlöst hat. Deshalb ist es mir nicht so wichtig, ob mich die Predigt jeden Sonntag umhaut, die Musik herausragend ist und ob es generell super spannend ist. Mich spricht auch die Predigt sehr oft persönlich an und hat mir schon oft geholfen, und manchmal haben mich die Lieder sehr berührt. Mir geht es aber in erster Linie nicht um das Drumherum, sondern um Gott. Das führt mich auch gleich zu einem weiteren Grund, nämlich, dass ich ohne Jesus nicht erlöst werden kann. Nicht Gott braucht es, dass ich jeden Sonntag in die Kirche gehe, sondern ich brauche ihn. Ich brauche Jesus in der Eucharistie. Das stärkt mich und gibt mir Kraft für die Woche und ohne Jesu Leib und Blut werde ich keine Erlösung erlangen.

Viele Möglichkeiten

Ich bin nicht immer jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Im Kindesalter war ich ab und zu in der Messe und erst ab dem fünfzehnten Lebensjahr habe ich angefangen, jeden Sonntag und an den Feiertagen in die Kirche zu gehen. Seither gibt es für mich keine Ausnahme mehr. Auch dann nicht, wenn ich mal im Urlaub bin oder es am Samstagabend später wurde. Wenn ich krank bin, sehe ich mir die Heilige Messe im Livestream an. Im Krankheitsfall ist das zwar kein Gebot, aber für mich persönlich ist es aus den oben genannten Gründen sehr wichtig. Klar es ist nicht immer leicht in die Kirche zu gehen, vor allem nicht im Winter, wenn es ziemlich kalt in den Kirchen ist. Manchmal würde ich außerdem auch gerne ausschlafen, aber nichts desto trotz finde ich, dass es sich lohnt und Sonntag der Tag Gottes ist. Das Spannende ist, dass mich vor allem an den Tagen, an denen es mir besonders schwer fällt, sonntags in die Kirche zu gehen, die Heilige Messe durch die Predigt, die Wandlung oder durch eine andere Begebenheit ganz besonders stärkt. Heutzutage gibt es auch heilige Messen, die beispielsweise erst um 11 anfangen oder es gibt auch die Möglichkeit, die Vorabendmesse zu besuchen. Wenn man sonntags wirklich in die Kirche gehen möchte, dann findet sich fast immer ein Weg. 

SommerZeit 2020 (c) Robert Boecker

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