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Stärker als der Tod – Christen feiern Ostern

  • 29.03.19 11:41
  • Anita Hirschbeck
  •   Kurz und Knapp

Die sogenannte Karwoche beginnt am Palmsonntag (2019: 14. April). Die Bibel berichtet, wie Jesus Kranke heilt, Wunder vollbringt und den Menschen von der Liebe Gottes erzählt. Am Palmsonntag zieht er schließlich mit den zwölf Aposteln, seinen engsten Freunden und Anhängern, in Jerusalem ein. Dort begrüßt ihn eine jubelnde Menge, die ihm mit Palmzweigen zuwinkt. Jesus weiß jedoch bereits, dass er verraten wird und sterben muss. Ebenso sagt er voraus, dass er nach drei Tagen von den Toten auferstehen werde. In Jerusalem geht Jesus in den Tempel, heilt Menschen und verkündet seine Lehre. Schonungslos kritisiert er die damals führenden religiösen Gruppen, etwa die Pharisäer. Er wirft ihnen Machtanhäufung und Gottvergessenheit vor. Die Menschen im Tempel sind begeistert von Jesus, doch die Pharisäer beschließen, dass er sterben muss. Am Gründonnerstag (2019: 18. April) kommt Jesus zum letzten Mal mit seinen Jüngern zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen. Mit den Worten „dies ist mein Leib, dies ist mein Blut“ teilt er Brot und Wein mit ihnen. Heute feiern Katholiken dieses Ereignis in jeder heiligen Messe. Während der sogenannten Eucharistie (griechisch „Danksagung“) wandelt der Priester Brot und Wein in Jesu Leib und Blut.

Tod und Auferstehung

Jesus wird schließlich vom Apostel Judas verraten. Er wird verhaftet und am Karfreitag (2019: 19. April) zu Pontius Pilatus gebracht. Als Statthalter Roms, das Jerusalem zu dieser Zeit besetzt, ist Pilatus die wichtigste weltliche Machtinstanz. Er soll über Jesus richten. Da die Pharisäer es schaffen, die Menschen gegen Jesus aufzustacheln und die Menge schließlich dessen Tod fordert, spricht Pilatus sein Urteil: Der Sohn Gottes wird misshandelt und ans Kreuz genagelt. Kurz bevor er stirbt, ruft Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Er wird in einer Höhle beigesetzt. Am Karsamstag (2019: 20. April) behält eine Wache das Grab im Auge, da die Pharisäer befürchten, einer der Jünger könnte den Leichnam stehlen. Am Ostersonntag (2019: 21. April) kommen morgens einige Frauen, Anhängerinnen Jesu, zum Grab. Plötzlich erscheint ihnen ein Engel, der die frohe Botschaft verkündet: Jesus ist auferstanden. Das Grab ist leer. Christen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Das bedeutet, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist. Am Kreuz erleidet er unvorstellbare Qualen. Die Menschen, denen er eigentlich die Botschaft seines liebenden Vaters bringen wollte, verraten ihn. Doch am Ende besiegt Jesus den Tod. Er ist stärker als seine Widersacher. Das gilt auch für Jesu Botschaft der Nächstenliebe. Sie wird von den Aposteln in die ganze Welt getragen und bewegt bis heute die Menschen.

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