Geschmückte Laubhütte (c) picturealliance_ZUMA_Press_Nedal-Eshtayah

Sukkot - das jüdische Laubhüttenfest

  • 17.10.16 12:25
  • Martin Mölder
  •   Kurz und Knapp

Sieben Tage lang wird in Israel ab dem 17.10.2016. Sukkot, das Laubhüttenfest begangen. Laubhütten wurden früher zur Erntezeit auf den Feldern gebaut, damit die Arbeiter Schutz vor der Sonne suchen konnten. Und dort wurde der Überlieferung nach auch zum Ende der Erntezeit gefeiert. Auch sollen die Israeliten beim Auszug aus Ägypten solche Laubhütten gebaut und geschlafen haben.

Alle Wege führen nach Jerusalem

Zur Zeit der Jerusalemer Tempel gehörte es zum Laubhüttenfest dazu, auf einer Wallfahrt nach Jerusalem zu pilgern und im Tempel Opfer zu bringen. Heute werden für das Fest jedes Mal neue Laubhütten – immer unter freiem Himmel - gebaut und mit viel Obst und Getreide geschmückt. Während der Festwoche essen streng gläubige Juden ausschließlich in diesen Laubhütten und manche schlafen sogar darin. Manche Gemeinden bauen sogar eine große Laubhütte, in denen sie dann gemeinsam während der sieben Tage Gottesdienst feiern.

Ein etwas anderer Blumenstrauß

Zitrusfrucht Etrog (c) pictureallianca_ZUMA_Press_Gil-Cohen-Magen

Wenn in der Synagoge die großen Gottesdienste zum Laubhüttenfest gefeiert werden, sieht man in den Händen vieler Gläubiger einen besonderen Strauß, bestehend aus zwei Bachweidenzweigen, drei Myrtenzweigen und einem Palmzweig. Dieser Zweig wird in der rechten Hand gehalten, in der linken dagegen eine Zitrusfrucht, die in Israel „Etrog“ heißt. Sie steht symbolisch für den Paradiesapfel, in den Adam biss. Für das Laubhüttenfest dürfen nur unversehrte Früchte ohne Flecken oder abgebrochene Spitze verwendet werden. Die Kombination aus Feststrauß und Frucht steht für die Schöpfung Gottes insgesamt und für die Einheit des Volkes Israel.

SommerZeit 2017

Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe der SommerZeit 2017.

Zur SommerZeit 2017 »