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Zeugen Jesu Christi sein

  • 07.05.18 16:06
  • Lars Schäfers
  •   Im Auftrag des Herrn

Bestärkt durch eine intensive Erfahrung des Heiligen Geistes zog P. Ricardo Argañaraz sich in den 1970er-Jahren in einen abgelegenen Bergort zurück und begann dort ein Leben des Gebets, der körperlichen Arbeit und des Studiums. Bald schlossen sich ihm weitere Menschen an. Offiziell gegründet wurde die Gemeinschaft dann am 1. Januar 1979 während einer Wallfahrt zum Heiligen Haus im italienischen Loreto. Elzbieta Gaczkowski, Verantwortliche der Gemeinschaft im Erzbistum Köln, erklärt, die Gemeinschaft habe in den ersten Jahren zunächst in völliger Einsamkeit verbracht, begann sich dann aber an weiteren Orten, zunächst in Italien und dann in der ganzen Welt, zu verbreiten. Das geistliche Leben der Koinonia (griechisch für „Gemeinschaft“) Johannes der Täufer beruht auf drei Hauptpfeilern:  Kerygma - die Verkündigung des Glaubens. Charisma - der Einsatz der Gaben des Heiligen Geistes jedes Einzelnen und: Koinonia - die Gemeinschaft von Freunden, abgekürzt „KeKaKo“. „Das Besondere an der Koinonia Johannes der Täufer ist die Förderung der Neuevangelisierung – neu in ihrem Eifer, ihren Methoden und ihrer Ausdrucksweise“, sagt Elzbieta Gaczkowski.

Freundschaft und Evangelisation

„Zu den Treffen kann man daher Personen, die auf der Suche nach etwas Mehr sind, Bekannte, die Probleme haben, oder Personen, die sich vom Glauben entfernt haben, einladen.“ Durch Lobpreis, gemeinsames Bibellesen, Austausch und Zeugnisgeben sollen die Teilnehmer so zu einer persönlichen Erfahrung der Liebe Jesu Christi herangeführt werden. Dabei wird großen Wert auf eine freundschaftliche Atmosphäre gelegt. Ein intensiveres Gemeinschaftsleben wird hingegen in den „Oasen“ genannten Lebensgemeinschaften des geweihten, zölibatären Lebens gelebt, die der unmittelbare Bezugspunkt für die örtlichen Gemeinschaften sind. Die deutsche „Oase“ ist in Chemnitz ansässig. In Köln gibt es nur eine kleine Gruppe von etwa zehn Personen. Weltweit zählt die Koinonia Johannes der Täufer nach Aussagen von Gaczkowski aber aktuell mehr als 9.000 Mitglieder. In Köln dürfen es daher gerne noch etwas mehr sein, sagt sie, weshalb sie sich für ihre Gemeinschaft noch mehr Entwicklung im missionarisch-sozialen Bereich und eine stärkere Eingliederung in die Pfarreien wünscht. Nicht nur deshalb ist den Mitgliedern der Koinonia wichtig, im Alltag freundschaftliche Beziehungen untereinander aufzubauen und im je eigenen Umfeld nach dem Vorbild Johannes des Täufers ein Zeuge Jesu Christi zu sein.

SommerZeit 2018 (c) Robert Boecker

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