Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb (c) Abteilung Jugendseelsorge

"Ich erwarte einen Motivationsschub"

  • 16.07.16 14:29
  • Martin Mölder
  •   Nachgefragt

Herr Kolb, wie laufen die Vorbereitungen auf den WJT?

Im März diesen Jahres haben wir uns als Kölner Verantwortliche in Krakau vergewissern können: Die Polen gehen mit großem Engagement, Leidenschaft, Glaubenstiefe und organisatorischem Talent daran, sowohl die Tage der Begegnung im Erzbistum Breslau (wohin wir als Kölner Wallfahrtsgruppe fahren) wie natürlich auch in der Erzdiözese Krakau gut zu planen. Wir haben den besten Eindruck und freuen uns schon auf die vielen Gastfamilien.

Welchen Eindruck haben Sie von den Jugendlichen, die nach Krakau fahren?

Die Jugendlichen freuen sich sehr auf den Weltjugendtag in Polen, auf das Kennenlernen des Landes, auf die Begegnung mit vielen Jugendlichen unterschiedlicher Nationen, auf die Begegnung mit Papst Franziskus, der einen Sensus für die Jugend hat und mit vielen beeindruckenden, unkomplizierten Zeichen ihnen Nähe vermittelt.

Mit welchen Erwartungen fahren die Jugendlichen zum WJT?

Sie wollen Gemeinschaft erleben und die polnische Gastfreundschaft erleben. Sie wollen aber auch verstehen, wie Katholizismus und pfarrliches Leben in Polen geht und was sie von den Deutschen unterscheidet. Und sie wollen sicherlich auch ein wenig die deutsche Vergangenheit kennenlernen, denn viele Teile des heutigen Polens, das frühere Schlesien, waren Jahrhunderte deutsch und viele junge Menschen aus dem Erzbistum Köln haben Vorfahren, ihre Großeltern und Urgroßeltern, die als Kinder noch in Schlesien gelebt haben.

Was erwarten Sie von den Tagen in Krakau?

Ich erwarte mir eine durch polnische Gastfreundschaft und Glaubensüberzeugung geprägte Begegnung vieler junger Menschen. Ich erwarte mir kraftvolle aktuelle Worte in die heutige europäische Situation hinein von Papst Franziskus. Ich erwarte mir einen Motivationsschub für die jungen Menschen, die mitfahren, sich mehr vor Ort in den Pfarrgemeinden bei uns nach ihrer Rückkehr zu engagieren.

Worauf freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich vor allem auf die Katechesen in Krakau und auf die Begegnung mit den Menschen in den Pfarrgemeinden in Breslau.

Warum ist der Weltjugendtag noch attraktiv für die Jugend heute?

Beim Weltjugendtag wird das zumindest für eine kurze Zeit deutlich, was wir alle ersehnen: Eine über Sprachen, Herkunft, Nationen und Grenzen hinausgehende, friedliche, offene und gleichberechtigte Verständigung, ohne Gewalt, ohne Drogen, ohne Hass. Das alles schafft der gemeinsame Glaube, die Gemeinschafft der Kirche. Aus diesem Grunde strahlt der Weltjugendtag bis heute eine faszinierende Attraktivität auf junge Menschen aus und macht beeindruckende und prägende Erfahrungen möglich.

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