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Schwestern vom Guten Hirten, RGS

(Kongregation Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten)

Entstehung und Aufgabe
Die Gemeinschaft ist in Angers/Frankreich aus dem 1641 vom hl. Johannes Eudes (1601 1680) gegründeten Orden "Unserer Frau von der Liebe" entstanden. Gründerin ist die hl. Maria Eufrasia Pelletier (1796 - 1868), die dort eingetreten war. 1829 errichtete sie ein neues Haus in Angers/Frankreich unter dem Namen "Haus vom Guten Hirten" und gründete hier eine kontemplative Gemeinschaft, der weitere Niederlassungen folgten und die 1835 in einem Mutterhaus als Ordensgemeinschaft vereint wurden.

Aufgabe der Gemeinschaft ist die Sorge für und Begleitung von Mädchen und Frauen in schwierigen persönlichen und familiären Situationen im Geist Jesu, des Guten Hirten, der dem Verlorenen nachgeht, das geknickte Rohr nicht bricht und den glimmenden Docht nicht auslöscht. Apostolisch tätige Schwestern vom Guten Hirten stehen dabei in direktem apostolischem Dienst; kontemplative Schwestern vom Guten Hirten tragen diesen Dienst durch ein Leben des Gebetes und der Zurückgezogenheit mit.

 

Einsatzgebiete
Seit dem vorigen Jahrhundert sind Schwestern vom Guten Hirten in allen Erdteilen tätig, derzeit in fast 70 Ländern. Ihr Einsatz gilt vor allem Mädchen, Frauen und Kindern, die aufgrund der sozialen und familiären Verhältnisse an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, z.B. alleinerziehende Mütter ohne ausreichende wirtschaftliche Grundlage, sexuell missbrauchte Jugendliche und Kinder, von Sextourismus, Frauenhandel und Gewalt in der Partnerschaft betroffene Frauen. Durch ihre Liebe und Achtung wollen die Schwestern ihnen ihren Wert und ihre Würde neu bewusst machen, ihr Selbstvertrauen stärken und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Zugleich arbeiten die Schwestern in einem weltweiten Netzwerk an der Veränderung jener Umstände, die Frauen und Kinder an den Rand drängen. Sie setzen dabei auch ihren Status als NGO bei den Vereinten Nationen ein.

 

Lebensform
Die Schwestern leben die Nachfolge Jesu, des Guten Hirten, in Gemeinschaft, meist in Gruppen von 3 bis 15 Mitgliedern, nach den drei Ordensgelübden. Durch ein viertes Gelübde verpflichten sie sich zum ganzheitlichen Einsatz für die Menschen, zu denen sie gesandt sind. Sie beten gemeinsam Laudes und Vesper aus dem Stundengebet der Kirche.

Dienst im Geist Jesu, des Guten Hirten, setzt eine enge persönliche Verbundenheit mit ihm voraus; deshalb halten die Schwestern täglich eine Stunde persönlicher Meditation. Der internationale Charakter der Ordensgemeinschaft hat Auswirkungen auf die konkrete Gemeinschaft; große kulturelle Vielfalt verbindet sich mit enger Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

 

Aufnahme und Ausbildung
Dem zweijährigen Noviziat geht ein ein- bis zweijähriges Vornoviziat voraus. Nach dem Noviziat werden fünf Jahre hindurch zeitliche Gelübde abgelegt, die auf die endgültige Bindung in der ewigen Profess vorbereiten.

Die Berufsausbildung sollte vor Beginn der Ordensausbildung abgeschlossen sein. Auf berufliche Fort- und Weiterbildung auch im Orden wird viel Wert gelegt.


Kontaktadressen:
Generalat
Suore del Buon Pastore
Via Raffaello Sardiello 20,
I - 00165 Roma
Tel.: 0039/0666/179163
Fax: 0039/0666/418864

 

Deutsche Ordensprovinz
Provinzialat
Madrider Ring 62
97084 Würzburg
Tel.: 0931/60000-0
Fax: 0931/60000-11
E-Mail: provinzverwaltung@guterhirte.de

 

Niederlassung im Erzbistum Köln: 

Haus Pelletier
Frimmersdorfer Weg 4
50767 Köln (Heimersdorf)
Tel.: 0221/794993
Fax: 0221/5343356