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Die 7 geistigen Werke der Barmherzigkeit

Die Siebenzahl jeweils für die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit hat sich im Leben der Kirche herausgebildet, als Ausdruck eines Lebens das der von Gott bereits geschenkten Barmherzigkeit folgt und die empfangene Liebe an die Mitmenschen weitergibt.

 
Die Barmherzigkeit wendet sich dem ganzen Menschen zu, den leiblichen und den seelischen Nöten. Die geistigen Werke richten unsere Aufmerksamkeit auf die geistige und geistliche Armut, in der viele Menschen unserer Zeit nach Zuspruch, Nähe und Verständnis suchen.

 
Die geistigen Werke der Barmherzigkeit sind:

  • Unwissende lehren
  • Zweifelnde beraten
  • Trauernde trösten
  • Sünder zurechtweisen
  • Beleidigern gern verzeihen
  • Lästige geduldig ertragen
  • Für Lebende und Verstorbene beten

Alle Werke der Barmherzigkeit haben gesellschaftliche, politische und öffentliche Dimensionen, jedoch wird in den geistigen Werken das darüber hinaus gehende seelische und geistige Heil angesprochen, das oftmals nötiger als eine materielle Unterstützung ist. Eine rein materielle Barmherzigkeit allein wird der mitmenschlichen Erwartung nicht gerecht, ebenso wenig wie eine Gerechtigkeit, die ohne Barmherzigkeit auszukommen meint.

 
Die geistigen Werke verweisen auch auf die Herausforderungen, denen sich ein „barmherziges“ Leben ausgesetzt sieht. Die Menschlichkeit, die in den Werken der Barmherzigkeit beschrieben wird, geht über unsere menschlichen Kräfte hinaus. Ohne die Barmherzigkeit Gottes gerät unsere menschliche Barmherzigkeit schnell an Grenzen.

 
In seinem Schreiben zur Ankündigung des heiligen Jahres sagt Papst Franziskus auch deshalb: „Öffnen wir unsere Herzen füreinander und für Gottes Barmherzigkeit“. Und er wendet sich an die Kirche selber: „Öffnet die Türen. Lasst die Menschen hinein, damit sie Gottes Liebe erfahren können!“