Vom Feiern und Fürchten. Sieben Texte aus dem Esterbuch
Das Buch Ester erzählt von einer Welt voller Spannungen: von politischer Macht und persönlichem Mut, von Angst und Hoffnung, vom versteckten Wirken Gottes mitten in einer bedrohlichen Realität. In einer Umgebung geprägt von Intrigen, Unterdrückung und willkürlicher Gewalt entsteht dennoch Raum für kluges Handeln, für Solidarität und Widerstand – und für überraschende Momente des Feierns und Überlebens.
Obwohl das Buch Ester ein faszinierendes Zeugnis biblischer Literatur darstellt, spielt es in Liturgie und kirchlichem Leben – wenn überhaupt – nur eine marginale Rolle. Dabei berührt es hochaktuelle Themen: Es erzählt vom Leben als Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft, vom Ringen um die eigene Identität, von Anpassung und Zugehörigkeit, von politischem Widerstand. Die schmerzliche Erfahrung von Judenfeindschaft wird ebenso thematisiert wie die Frage nach dem „richtigen“ Handeln in Zeiten von Unterdrückung und Bedrohung. Das Buch stellt diese Fragen nicht theoretisch, sondern konkret am Schicksal der jüdischen Gemeinschaft im Perserreich – und insbesondere an der Figur der Ester. Die Erzählung hinterfragt auf subtile Weise Autorität, Hierarchien und politische Willkür: oft mit leiser Ironie und literarischer Raffinesse.
Während der Altenberger Bibelwoche 2026 sollen sieben Texte aus dem Esterbuch aus christlicher und jüdischer Perspektive ausgelegt und im Blick auf die historischen wie literarischen Hintergründe erforscht werden. In einer neuen Mischung von Vorträgen und Workshops, mit Musik und Bild, in Gottesdiensten und geselligem Beisammensein kann so der Reichtum dieser Texte für unsere Zeit und unser Leben erschlossen werden.
Eingeladen sind …
… Priester, Diakone, Gemeindereferentinnen und -referenten, Pastoralreferentinnen und -referenten, Lehrerinnen und Lehrer, Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden und kirchlichen (Bildungs-)Einrichtungen sowie an der Bibel Interessierte und von der Bibel Faszinierte aus dem Erzbistum Köln und dem deutschsprachigen Raum.
Termin
Montag, 26. Januar 2026, 15.00 Uhr bis Freitag,
30. Januar 2026, 13.00 Uhr
Ort
Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51-53,
51429 Bergisch Gladbach
Anmeldeschluss
5. Dezember 2025
Kursgebühr
Einzelzimmer mit Du/WC: 250 Euro
Doppelzimmer mit Du/WC: 230 Euro p. P.
Einzelzimmer ermäßigt für Pastorale Dienste und für aktive Religionslehrer/innen
aus dem Erzbistum Köln: 160 Euro
Verantwortliche Leitung
Dr. Christiane Wüste, Bibelreferentin, Erzbistum Köln
Organisatorische Leitung
P. Philippus Eichenmüller OSB
Referentinnen/Referenten
Dr. Annette Boeckler, Forum Komparative Theologie, Universität Bonn
Dipl.-Theol. Stephanie Feder, freiberufliche Beraterin und Trainerin
Dipl.-Theol. Paul-Reiner Krieger, Supervisor
Dr. theol. Raimund Litz, Berufskolleg, Köln
Mag. theol. Dominik Schlauß, Universität Bonn
Info
Abmeldungen sind bis 6 Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei. Da im Falle einer späteren Stornierung auch die Zuschüsse des Bildungswerks entfallen, richtet sich die Stornogebühr nach den tatsächlichen Tagungskosten in Höhe von 78,50 Euro pro Veranstaltungstag. Sie wird bei kurzfristigen Absagen, bei Krankheit oder Fernbleiben verbindlich erhoben und muss vom jeweiligen Teilnehmenden beglichen werden. Sollte der Platz neu besetzt werden können, entfällt die Stornogebühr. Mit der Anmeldung erkennen alle Teilnehmenden diese Teilnahmebedingungen an. – Abmeldungen sind nur schriftlich möglich.
Höchstteilnehmerzahl 60
Anmeldung
Bitte schriftlich mit obigem Formular an:
Erzbistum Köln, Generalvikariat,
Bereich Glaubensorte & Verkündigung,
Fachbereich Geistliches Leben, Bibel & Liturgie,
Marzellenstraße 32, 50668 Köln