Israel, Südlibanon, Naher Osten – Regionen, die wir meist nur aus Nachrichten kennen: Gewalt, Terror, Raketen, Zerstörung. Ende August war ich dort zu einem Solidaritätsbesuch. Vor Ort habe ich gemerkt: Es ist etwas anderes, über den Konflikt zu sprechen oder ihn quasi einzuatmen.
In Israel stand ich im Kibbuz Nir Oz – einem Ort unfassbaren Schmerzes und Leides – verursacht durch den fürchterlichen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Kurz darauf war ich bei Christinnen und Christen in palästinensischen Gemeinden und im Südlibanon – Menschen, deren Alltag von Angst, Verlust und Unsicherheit geprägt ist. Was mich getroffen hat: Hinter allen Fronten stehen Menschen. Keine „Seite“, keine Schlagzeile – Menschen!
Für mich als Christ ist klar: Ich darf mich nicht daran gewöhnen. Nicht an diese Bilder. Nicht an diesen Schmerz. Mein Glaube ruft mich heraus aus der sicheren Distanz – hinein ins Hinhören, ins Beten, in den Einsatz für Frieden, so begrenzt er auch sein mag.
Dazu lade ich auch Sie ein: Auf der Homepage des Erzbistums finden Sie ein Gebet, das den Menschen im Nahen Osten gilt. Beten wir es gemeinsam für diese Menschen.
