Im aktuellen Impuls der Woche berichtet Kardinal Woelki von einem Gespräch mit einer Jugendlichen. „Wie so viele junge Leute tat sie sich schwer mit der Kirche. Nicht nur mit Glauben und Lehre der Kirche, nein, auch mit den Gottesdiensten, den Andachten, kurzum mit dem ganzen katholischen Brauchtum. Das sind doch alles alte Zöpfe, die abgeschnitten gehören, so ihre Meinung.“ Sie habe darüber mit einer Freundin gesprochen und sie gefragt, warum sie in der Kirche bleibe.
Die Antwort, Jesus bliebe doch auch, habe sie überrascht, sagt der Kölner Erzbischof, und überlegt selbst: „Sicher: Jesus heißt auch nicht alles gut, was wir da so manchmal alles in der Kirche veranstalten. Aber er bleibt! Und dieses Bleiben Jesu in seiner Kirche ermöglicht es auch uns zu bleiben. Denn es ist seine Gegenwart, die uns hilft, auf mehr zu schauen als auf das, was uns gefällt oder missfällt.“
