Prävention (sexualisierter Gewalt)

Informationen und Materialien zum Schutzauftrag gemäß Präventionsordnung.

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Im April 2011 trat die Präventionsordnung in Kraft, die den Schutzauftrag für alle Einrichtungen und Dienste im Erzbistum Köln verbindlich formuliert und konkrete Maßnahmen beschreibt, die zum Schutz der anvertrauten Minderjährigen bzw. schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen umgesetzt werden müssen.

Ziel dieser Präventionsmaßnahmen ist, dass die Achtung der Rechte der uns anvertrauten Minderjährigen Personen und die Vorbeugung von (sexualisierter) Gewalt selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Handelns ist.

Dies geschieht über zwei Aspekte:

  1. Wertschätzender und respektvoller Umgang mit den anvertrauten Menschen sowie die Achtung ihrer Rechte.
  2. Mutiges Hinsehen und konsequentes Handeln in Fällen, in denen das Wohl der anvertrauten Person in Gefahr ist.

Die Schutzmaßnahmen im Einzelnen:

  • Überprüfung der persönlichen und fachlichen Eignung im Bewerbungsverfahren vor dem Tätigkeitsbeginn u.a. durch die Einsicht in das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis (EFZ). Regelmäßige Wiedervorlage des EFZ alle fünf Jahre.
  • Jede/r haupt-, nebenamtlich oder ehrenamtlich Tätige wird in einer Präventions-Schulung zum Thema fortgebildet. Hierzu zählen u.a. Geistliche, Seelsorger/innen und Laienmitarbeiter/innen.
  • Alle 5 Jahre findet eine Auffrischung bzw. Vertiefung zur Prävention (sexualisierter) Gewalt statt.
  • In jeder Einrichtung wird eine Präventionsfachkraft benannt, die die Einrichtung bei der Umsetzung der Präventionsmaßnahmen berät und unterstützt.
  • Alle Einrichtungen entwickeln ein Beratungs- und Beschwerdemanagement für die anvertrauten Personen und deren Angehörige. Hierzu gehören sowohl interne Ansprechpersonen als auch externe Beratungsstellen.
  • In jeder Einrichtung gibt es einen verbindlich geltenden Verhaltenskodex mit klaren Handlungsregeln für alle Tätigen.
  • Um bestmöglich zu gewährleisten, dass alle diese Schutzmaßnahmen dauerhaft und nachhaltig umgesetzt werden, sind sie in einem institutionellen Schutzkonzept passgenau und detailliert zusammengefasst. Dieses soll spätestens alle 5 Jahre oder im Falle eines Übergriffs überprüft und ggfls. überarbeitet werden.

Zahlen und Fakten

✓ Seit 2011 wurden über 100.000 Personen in einer Präventions-Schulung fortgebildet.

Von 2012 bis 2014 sind im Erzbistum Köln insgesamt ca. 2.500 Fortbildungen mit ca. 80.000 Teilnehmenden durchgeführt worden. Geschult wurden z.B.:

  • Ca. 5.000 Erzieher/innen in Katholischen Kindertageseinrichtungen
  • Ca. 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst
    • Personenkreis: Erzbischof, Generalvikar, Weihbischöfe, Priester, Kapläne, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferent/innen
  • Ca. 1.300 Lehrerinnen und Lehrer der Erzbischöflichen Schulen
  • Ca. 50.000 ehrenamtlich tätige Personen in Kirchengemeinden
  • Ca. 3.000 Gruppenleiterinnen und -leiter in den Jugendverbänden
  • Ca. 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den so genannten Folgediensten, d.h. Küster, Organisten, Chorleiter, Hausmeister etc.
  • Ca. 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Generalvikariat

✓ Fortbildungen zur Prävention werden inzwischen im Regelbetrieb durchgeführt und wurden in mehrere Ausbildungen integriert, z.B. Priesterausbildung, Erzieher/innen-Ausbildung, Jugendleiter-Qualifizierung etc.

✓ Knapp 10.000 überprüfte Erweiterte Führungszeugnisse (EFZ) von ehrenamtlich Tätigen im EFZ-Büro des Erzbistums Köln. Viele Einrichtungen überprüfen die EFZ vor Ort.

✓ Bisher wurden ca. 500 Präventionsfachkräfte qualifiziert.