Zukünftige Pastorale Einheiten

#ZusammenFinden: Zukünftige Pastorale Einheiten im Erzbistum Köln

Auf diesem Weg wird bis zum Jahresende 2022 der räumliche Zuschnitt der zukünftigen Pastoralen Einheiten im Erzbistum Köln festgelegt.

Der Titel #ZusammenFinden ist zugleich Programm. Ziel ist, dass die 178 bestehenden Seelsorgebereiche zu ca. 60 Pastoralen Einheiten zusammenfinden. Im Vordergrund steht dabei die gemeinsame Suche nach dem besten Zuschnitt dieser zukünftigen Pastoralen Einheiten.

Zentraler Vorschlag zukünftiger Pastoraler Einheiten

Der zentrale Vorschlag für die zukünftigen Pastoralen Einheiten bildet die Diskussionsgrundlage für die nächste Phase von #ZusammenFinden: Den Beratungen in den Seelsorgebereichen. Er stellt den möglichen geografischen Zuschnitt für 64 Pastorale Einheiten vor. Er zeigt eine in sich stimmige Variante, wie das Erzbistum Köln in Zukunft geografisch in Pastorale Einheiten gegliedert sein könnte. Der Vorschlag soll eine Anregung sein, über den geografischen Zuschnitt der zukünftigen Pastoralen Einheiten ins gemeinsame Nachdenken und ins Gespräch zu kommen.

Der Vorschlag liegt in zwei Formaten vor:

Als Landkarte zeigt er den geografischen Zuschnitt der zukünftigen Pastoralen Einheiten. Über die Karte ist auch ein Abruf von Detailkarten aller vorgeschlagenen Pastoralen Einheiten und eine Adresssuche möglich.

Als Liste benennt er diejenigen Seelsorgebereiche, die eine zukünftige Pastorale Einheit bilden könnten.

Bitte beachten Sie auch die Erläuterungen zum zentralen Vorschlag und den Leitlinien für die Beratung des Vorschlags in den Seelsorgebereichen.

Dekanatsteams: Ansprechpartner/-innen vor Ort

#ZusammenFinden ist subsidiär angelegt: maßgeblich ist die Beratung und Beteiligung in den Seelsorgebereichen. Wenn dabei Fragen aufkommen oder Unterstützung benötigt wird, sind die Dekanatsteams für die Seelsorgebereiche ihres Dekanats erste Ansprechpartner. Die Teams bestehen in der Regel aus Hauptberuflichen und Engagierten aus den Kreis- und Stadtkatholikenräten.

 

 

Wie #ZusammenFinden?

Kern von #ZusammenFinden sind Beratungen der gewählten Gremien und aller Interessierten in den heutigen Seelsorgebereichen. Grundlage ihrer Beratungen wird ein Vorschlag aus dem Generalvikariat sein, wie das Erzbistum Köln zukünftig aufgeteilt sein könnte.

Bis Mitte Oktober 2022 prüfen die Gremien der heutigen Seelsorgebereiche diesen Vorschlag und beteiligen möglichst viele Interessierte daran, insbesondere junge Menschen. Die Gremien geben dann ein Votum zum Vorschlag ab und stimmen ihm entweder zu oder machen einen Alternativvorschlag für ihre zukünftige Pastorale Einheit. Ende des Jahres entscheidet der Erzbischof auf dieser Grundlage über die räumliche Gestalt der Pastoralen Einheiten.

Als ausführlichere Informationen finden Sie hier:

Eine ausführliche Beschreibung des Verlaufs (PDF) von #ZusammenFinden.
Eine Übersicht zum Verlauf (PDF) von #Zusammenfinden, die weiter unten auch als Bildergalerie verfügbar ist.

Materialien für die Beratungen in den Seelsorgebereichen

Zur Unterstützung der Beratungen in den Seelsorgebereichen finden Sie hier folgende Materialien als Angebot:

Karten der Dekanate, die im Zusammenhang der einzelnen vorgeschlagenen Einheiten im Dekanat veranschaulichen.

Anregungen zur geistlichen Gestaltung von Gesprächen und Beratungen sowie Entscheidungsprozessen. Hier sind verschiedene Methoden handlungsorientiert beschrieben, die sich in der Regel leicht in Sitzungen oder Gesprächsrunden einbinden lassen.

Übersicht zum Verlauf von #ZusammenFinden

Warum und wozu #ZusammenFinden?

Ausgangspunkte für die Bildung größerer Pastoraler Einheiten sind tiefgreifende Veränderungen im kirchlichen Leben. Dazu gehören die abnehmende Katholikenzahl, die weniger werdenden Engagierten, der Rückgang der Finanzkraft und auch der Rückgang des pastoralen Personals. Diese Trends sind nicht neu. Das Zeitfenster, diese Veränderungen zu gestalten, wird zusehends kleiner.

Ausführlicher können sie das Warum und Wozu in der Begründung für #ZusammenFinden (PDF) nachlesen.

Rückgang der Zahlen der Katholikinnen und Katholiken setzt sich fort

  • Von 2010-2020 ist die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Köln um ca. 10% zurückgegangen.
  • Nach einer linearen Projektion (ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren) für das Jahr 2030 ist mit einem Rückgang um 25% zu rechnen.
  • Lebten 2010 noch ca. 2 Mio. Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Köln, werden es im Jahr 2030 noch knapp 1,5 Mio. sein.

Gottesdienstgemeinden schrumpfen besonders stark

  • Setzt sich die Entwicklung von 2010-2019 auf das Jahr 2030 linear fort, bedeutet das für 2030 einen Rückgang der Zahl der Mitfeiernden um 70%. Im Vergleich würde damit nur noch jede/-r Dritte der heute Mitfeiernden am Sonntagsgottesdienst teilnehmen.
  • Eine lineare Projektion, die die Zahlen von 2020 (Coronaeffekt) mitberechnet, zeigt sogar einen Rückgang um 90%.
  • Es ist auf dieser Basis damit zu rechnen, dass die Zahl der Engagierten, die sich kurz-, mittel- und langfristig zeitintensiv z.B. in Gremien und Gruppierungen einbringen wollen, ebenfalls stark zurückgehen wird.

Personalmangel bei Pastoralen Diensten weitet sich aus

  • Die Zahl der Pastoralen Dienste (Priester, Diakone und Pastoral- und Gemeindereferent/-innen) wird sich bis 2030 fast halbieren (von ca. 1000 auf ca. 600).
  • Die Mehrzahl der dann noch tätigen Pastoralen Dienste wird über 50 Jahre alt sein.
  • Prognosen sehen den Zuwachs an Pastoralen Diensten bei rund 8 Personen pro Jahr. Dies wird nicht ausreichend sein, um den Rückgang auszugleichen.

Vakanzen zu besetzen wird noch schwieriger

  • Statt wie heute rund fünf Pastorale Dienste pro Seelsorgebereich würden bei gleichbleibender Anzahl und Größe der Seelsorgebereiche 2030 nur noch rund zweieinhalb Stellen für jede Einheit zur Verfügung stehen. Die Arbeitsfähigkeit der Pastoralteams wäre vielerorts gefährdet.
  • Es ist davon auszugehen, dass angesichts der Komplexität der neuen Anforderungsprofile 2030 unter den Priestern nur noch ca. 50-60 zur Verfügung stehen, um als Pfarrer eine pastorale Einheit zu leiten.

Haushaltslage verschärft sich

  • Nach einer Modellrechnung droht dem Erzbistum Köln schon 2025 ein strukturelles Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro.
  • 2030 könnte der jährliche strukturelle Fehlbetrag bereits bei über 100 Millionen Euro liegen, Tendenz steigend.
  • Um zu verhindern, dass Einnahmen und Ausgaben in den kommenden Jahren immer weiter auseinanderklaffen, werden auch strukturelle Anpassungen nötig sein.
  • Es gilt bestehende Aufgaben und Strukturen auf den Prüfstand zu stellen, Schwerpunkte zu definieren und sie aktiv an die veränderte wirtschaftliche Situation anzupassen.

Hier finden Sie ausführlichere Informationen zur Notwendigkeit von Veränderungen (PDF). Für einen besseren Überblick sind die o.g. wesentlichen Inhalte zum Download in einer Faktensammlung (PDF) zusammengestellt.

Ansprechpartner

Florian Wallot
Hauptabteilung Entwicklung Pastorale Einheiten

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