Pilger der Hoffnung: Ob in Rom, Neviges oder in Bonn, im Heiligen Jahr war viel los:Heiliges Jahr 2025: Was haben die Menschen im Erzbistum erlebt?

Wallfahrt vom Bonner Münster
Die Gemeinde des Bonner Münsters hatte zum Heiligen Jahr ein buntes Programm. Ein Highlight war eine Fußwallfahrt mitten durch die Bonner Innenstadt am 14. September. Ca. 70 Pilgerinnen und Pilger nahmen teil, unter ihnen auch Stadtdechant Markus Hofmann. Nach der Heiligen Messe im Münster zogen die Pilgerinnen und Pilger über die Poppelsdorfer-Allee, am Poppelsdorfer Schloss vorbei auf den Kreuzberg zur Kreuzbergkirche. Beide Kirchen, Münster und Kreuzbergkirche, wurden im Heiligen Jahr zu Jubiläumskirchen ernannt und liegen ca. drei Kilometer voneinander entfernt. Vorneweg im Pilgerzug ging Stefan Schultz, Pressesprecher des Bonner Münsters mit einem großen Kreuz. Gemeinsam wurde gesungen und gebetet.
Ursula Boy ist Gemeindemitglied des Bonner Münsters und hat an der Wallfahrt teilgenommen. Ganz vorne neben dem Kreuz ging die 66-jährige voran. "Eine große Ehre", erinnert sich Boy und erzählt, dass sie überrascht war, dass so viele Menschen teilgenommen haben. Mitten durch die Bonner Innenstand, über die Poppelsdorfer Allee, vorbei an Kneipen und Restaurants erzeugte die Wallfahrt viel Aufmerksamkeit. "Der Glaube wurde dadurch richtig präsent", erzählt sie.

Neviges: Jeden Samstag durch die Heilige Pforte
Intensiv, aber auf eine ganz andere Art, war das Heilige Jahr für Natalie Takács. Die 37-Jährige lebt mit ihrem ungarischen Mann und den drei Kindern in Ratingen und arbeitet als Grafikdesignerin. Seit der Coronazeit, als es nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen im Gottesdienst gab, besucht sie regelmäßig den Wallfahrtsdom im 25 km entfernten Neviges, der im Heiligen Jahr zur Ablasskirche ernannt wurde. Natalie Takács erzählt begeistert: "In Neviges gibt es eine Heilige Pforte und es gehört zur Samstagmesse, dass man danach auch die Chance bekommt, als Besucher durch sie zu schreiten. Das heißt, ich hatte quasi im ganzen Jahr jeden Samstag, die Gelegenheit, den vollkommenen Ablass zu kriegen! Das war ziemlich cool!"

Wallfahrt nach Rom
Das Heilige Jahr war für Natalie Takács nicht immer einfach, Probleme in ihrer Ehe, aber auch in ihrem Glauben beschäftigten sie. Mit drei Kindern hat sie es nicht mehr geschafft, so regelmäßig zu beten, wie sie gerne wollte. Als sie erfährt, dass es eine Wallfahrt des Erzbistums Köln nach Rom geben wird, überzeugt sie ihren Mann und im Oktober 2025 fahren sie zu zweit mit der ungarischen Gemeinde nach Rom.
Besonders berührt hat sie der Besuch des Grabs von Papst Johannes Paul II.: "An seinem Grab muss man erst Schlange stehen und dann kann man bei ihm beten. Als ich das gemacht habe, da kamen schon zwei, drei Tränchen. Ich hatte das Gefühl, dass da ein Verwandter vor mir liegt. Ein eigenartiges Gefühl, wirklich, so als ob ich da jemand kenne und jemand suche, den ich schon lange besuchen wollte und es endlich geklappt hat!"

Mit der Gruppe besucht das Ehepaar eine Papstaudienz, feiert in den Basiliken Roms Gottesdienste, nimmt an einer Lichterprozession teil und schreitet durch die Heiligen Pforten Roms. Natalie Takásc beschreibt, dass das Durchschreiten der Heiligen Pforten das Erlebnis besonders geprägt habe: "Mein katholisches Herz war auf Wolke sieben". Auch ihr Mann war von Rom beeindruckt. Natalie Takács rührte es zu sehen, dass er an die Familie in Ungarn Fotos und Videos aus Rom schickte. Sie genießen die Zeit ohne Kinder und spüren die Kraft, die die Fahrt ihnen gegeben hat, auch noch in Ratingen.

Ein Heiliges Jahr voller Hoffnung
Das Motto "Pilger der Hoffnung" des Heiligen Jahres hat die 37-Jährige sehr beschäftigt. Sie hat viel darüber nachgedacht, was Hoffnung für sie bedeutet. Rückblickend erzählt sie: "2025 war für mich ein Hoffnungsjahr in jeder Hinsicht. Dass am Ende doch alles gut wird, dass diese Hoffnung doch siegt, obwohl wir anstrengende Momente miteinander hatten und haben. Rom hat uns einfach wieder ein bisschen zusammengeschweißt. Das war sehr heilsam."
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