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"Vielfalt. Das beste gegen Einfalt" - 27. September bis 3. Oktober:Kirchen veröffentlichen Gemeinsames Wort zur Interkulturellen Woche 2015

IKW-Plakat-Klingel-2015
Datum:
28. Mai 2015
Von:
StA Kommunikation /Je
"Vielfalt. Das beste gegen Einfalt" - 27. September bis 3. Oktober

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet dieses Jahr vom Sonntag, den 27. September bis Samstag, den 3. Oktober 2015 unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ statt. „Refugees Welcome!“ lautet das Motto zum Tag des Flüchtlings, der am 2. Oktober begangen wird. Bundespräsident Joachim Gauck hat seine Teilnahme an der Eröffnung der Interkulturellen Woche am 27. September in Mainz zugesagt.

 

Mit einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Dr. h.c. Augoustinos von Deutschland, zur 40. Interkulturellen Woche ein.

Die Vertreter der Kirchen würdigen in ihrem Gemeinsamen Wort, dass sich Deutschland in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem Einwanderungsland entwickelt hat. Zugleich merken sie kritisch an, dass Teile der Bevölkerung Probleme mit der zunehmenden gesellschaftlichen Vielfalt haben. „In den vergangenen Monaten mussten wir erkennen, dass es in Deutschland auch heute noch offenen und verdeckten Rassismus gibt.“ Jeder Form von Ausgrenzung setzen die Kirchenvertreter das Konzept der Interkulturellen Woche entgegen: „Begegnung führt zum Abbau von Ängsten und lässt aus Unbekannten geschätzte Nachbarn, Freundinnen und Freunde werden. Gespräche schaffen Verständnis. Gesellschaftliche Teilhabe erlaubt volle Gleichberechtigung und lässt Integration wachsen.“

 

Angesichts der Weltlage sehen Kardinal Marx, Landesbischof Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos auch für die deutsche Gesellschaft eine große Herausforderung: „Wir dürfen nicht sehenden Auges zulassen, dass sich Menschen, die in existenzieller Not vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, dem Risiko des Ertrinkens aussetzen. Andere Zugangswege nach Europa müssen gefunden werden, damit nicht das Mittelmeer der Ort wird, an dem das christliche Abendland wirklich untergeht.“ Deshalb würden die Kirchen um Verständnis werben, wenn Schutzsuchende aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan zu ihren Familienangehörigen nach Deutschland gelangen wollten, wo Europas größte Communities aus diesen Ländern beheimatet sind. „Nach 40 Jahren sind die Interkulturelle Woche und ihre Anliegen aktueller denn je.“ 

 

Materialheft

Das Materialheft zur Interkulturellen Woche bietet thematische und inhaltliche Unterstützung sowie Anregungen zur Planung der Interkulturellen Woche 2015 vor Ort. Neben Analysen und Handlungsimpulsen zur Bekämpfung von Rassismus bildet die Situation von Flüchtlingen einen weiteren Schwerpunkt. Das Heft bietet Gottesdienstimpulse und Beispiele zu geistlichen Themen in der Interkulturellen Woche ebenso wie praktische Anregungen für Veranstaltungen.

 

40. Interkulturelle Woche
Die Interkulturelle Woche findet 2015 zum 40. Mal statt. Sie ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird am 27. September 2015 im Hohen Dom zu Mainz mit einem ökumenischen Gottesdienst unter Leitung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland eröffnet. Deutschlandweit sind während der Interkulturellen Woche mehr als 4.500 Veranstaltungen an über 500 Orten geplant.

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